Evangélikus Elemi Iskola, Budapest, 1882

23 bestrebt durch verdoppelten Eifer die Störungen zu ersetzen, welche « urch so traurige Ereignisse 'eranlasst wurden. 5. Unseren ärmeren Schülern konnten wir auch in diesem Jahre die nöthigen Bücher, Schreib- und Zeichenrequi­siten verabreichen, ja selbst mit Kleidungsstücken versehen und dies theils von den uns zur Verfügung gestellten Zinsen der „Kullmitz“-schen Stiftung, theils zu folge der werkthätigen Mit­hilfe des wohlthätigen Frauenvereines: „T a b i t h a“ und ein­zelner wohlhabenderer Eltern. Indem wir dafür im Namen der so Unterstützten unsern Dank auch hierorts aussprechen, sei es uns gestattet, die einzelnen Spender namentlich anzuführen. Es spendeten zu Kleidungszwecken die geehrten Eltern unserer Schüler: Fabiny, Ehrlich, Mayer Paulovics und Grünstein; — Lehrbücher: Herr Ludwig Kokay, Christine Wörner, M. Barits, Irén Jármay. Olga Heller und die Geschwister Latzkó. Naturalien: Ida Zier und Julie Mauritz; schliesslich für die Bibliothek der oberen Mädchen k lasse: die Schrift­stellerin Frl. Johanna Wohl, ferner Irma Bloch, Helene Grün­stein, Olga H rzfelder, Giselia Kucharczik, Irma Paulovics und Geschwister R. und D. Spitzer. Ebenso sind wir aueh heuer dem löbl. Presbyterium für die Munificenz Dank schuldig, mit der es auch in diesem Jahre die 55 fi. betragenden Pränume­rationskosten der dem Lehrkörper abonnirten Fachschriften be­stritt, durch welche die Lehrerbibliothek bereichert wurde. 6. Dass endlich auch der Lehrkörper jederzeit nach Kräften bestrebt war, Erziehung und Unterricht zu fördern, davon mag der Umstand zeugen, dass er über die Anlagen, Fähigkeiten, Fortschritte, Disciplinverhältnisse und andere interne Schulan­gelegenheiten regelmässig monatlich einmal conferirte, pädago­gische Tagesfragen meritorisch verhandelte, die Modifikation unseres Lehrplanes in Angriff nahm und die Vertheilung des Lehrstoffes nach Monats- und Wochenpension von den einz 1- nen Collégén als Ferialbeschäftigung übernommen wurde ; ebenso dass die die Frage des Religionsunterrichtes erläuternde Abhand­lung des Herrn Katecheten Karl Német den Gegenstand mehrfacher Berathung unseres Senioral-Lehrervereines bildete und dann behufs Kenntnissnahme dem Senioralconvente unterbreitet wurde. Bevor wir dieses unser Referat über die Ereignisse des ver­flossenen Schuljahres schliessen, möge es uns noch gestattet sein, allen Ernstes zu erklären, dass wir stets nach bestem Wissen und Gewissen vorgegangen sind, alles vermieden haben, was auf die stete Entwicklung unserer Lehranstalt irgendwie einen schäd­lichen Einfluss auszuüben vermocht hätte, und in jede.' Beziehung nur dahin bestrebt waren, das volle Vertrauen der geehrten Eltern und Vorgesetzten zu erwerben und zu verdienen; denn der schönste Lohn des Selbstgefühles ist das Bewusstsein von Denen wertgeschätzt zu werden, in deren Gemeinschaft wir leben, die wir lieben und achten. A F.

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