Bizalmas Értesítések 1939. április

1939-04-22 [1502]

Ve Li/Í Berlin. 22, April /MTI/ In Berlin schaut -nan mit dem grössten Interessé der Be­gegnung des jugoslawischen Aussenministers mit dem Leiter der Aussen­politik Italiens in Vénedig entgegen. Hiesige diplomátische und poli­tische Kreise messen der Besprechung eine besondere politische Bedeu­tung bev da sie Gelegenheit gebén wiírd, den.. bei der Zu saram en kun ft des Grafen Ciano mit dem damaligen mugoslawáschen Ministerpraesidenten Ssi Stojadinoviss im Január ld^ ses Jahres [Jaegonnen Gedenksnaustausch auf der'Ebene der letzten politischen Veraenderungen im Donauraum und im Südosten im Geiste de# ítalienisch-jugosla/ariscnen Freundschaftpaktes foxtzusetzen \—' r ^í'-\^ Die DeutsoHe Allgemeine Zeitung betont, dass in diesem Problemkreis auch die Erage einer Weiterführung der ungariseh­.iugoslawiseben Verstaendigung eine nicht uiwesentliche Bolle spielen aürfte. In aiesetn Zusammenhang ist es nicht ohne BedeutunglBie gerlieht­weise verlaufende Begegnung des Prinzregenten Paul von Jugoslawien mit König Karol von Rumaenien vorlaeufig wenigstens nicht stattfindet. Auf jugoslawischer Seite scheint für diese Begegnung von Anfang an nicht viel Neigung bestanden zu habén. {=, cw^ Nach einer Meldung der Berliner Börsenzeitung aus Bóra, steht noch nicht fest ob das Ergebnis der Besprechungen in " . Porm eines amtlich abgeschlossenen Kommuniques. oder in jener von^krklaeruu­gen E»n die Presse niedergelegt werden wird. Es fehlt auch nicht an *, Stimmeli die annehmen, dass dies erst in den politischenEolgen der bedeutsamen Begegnung in Erscheinung treten werde. So viel aber scheint festzustehen, dass von Vénedig eine wichtige itappe juf dem Weg einer Verengerung der Beziehungen zwischen Budapest und Belgrád auf der Grund­lage einer dauerhaften Ereundscnaít erwartet werden darf t wie fexner auch die Entwicklung der iugoslamschen Politik in der Richtung itnmer engerer Verbindungen mit der Achse zweifellos einen neuen, maechtigen Auftrieb erhalten wird. Die ^öinische Zeitung zitiert die Meldungen aus Rom d^s Sooderberichterstatters des halba tlichen Pester idoyd>naoh denen^die Ausdehnung der Beratungen zwischen den ungarischen ámtien italienischen Staatsmaennerj in erster Linie mit dent bevorstehenden Besuch des jugo­slasfiscken Aussenministers in Verbindung zu bringen Bei. - In Budapest - schreibt das Blatt weiter -erwartet man von den römischen Besprechungen weitgehende Aomachungen mit Jugoslawien, dic auch von der ungarischen Öffentlichkeit durchaus begrüsst würden. Tatsachlich ist eine Annáherung zwischen Budapest und Belgrád schon langst von den beiden Regierung*vorbereitet worden. In Ungarn erkennt man 'die bessere Behandlung der magyarischen Volksgruppe in Jugoslawien gern an, und ist auch ungarischerxSeits seit Jahren bestrebt, keine nugoslawenfeindliche Stimraung mehr aufkommen zu lassen. Im übrigen be­trachtet man in Budapest die Béreitschaft Ungarns,áis das ungarisch­jugoslawische Verhaltniss endgültig zu bereinigen,als eine*nicht zu unterschátzenden Beitrag Ungarns zur Friedenspolitik der Achsenmachte in Südosteuropa. Nach einer Meldung aus Rom der Kölnischen Zeitung, soll Ungarn,wie aus italienischer diplomatischer Quelle verlautet, béreit sem Jugoslawien einen Nichtangriffspakt anzubieten, falls Jugoslawien den Antikominternpakt beitrete und sich damJ t dem Machtblock um die Rom-Berlin Achse anschliesse.

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