Bizalmas Értesítések 1939. február
1939-02-14 [1500]
Ve V/Y Berlin, 14. Február /Magyar Távirati Iroda/ Nach einer Bukarester Meldung der Berliner Bö rsanzeitung werden in der am 20. Február stattf indenden BalKankonferenz'die Beziehungen der Balkanstaat^n zu ihren Naohbaren erörtert, wobei Rumaen-í : und Jugoslawion an einer Stabilisieruüg des Verhaeltnisses zu Ungarn insbesondere interessiert sein dürfton, wachrond auf dur anderen Soite das Verbaoltnis des Balkanbundes zu Bulgarien eine wichtigo Rolle in den Beratungen spiclen vvird. In ŐÍOSOÍÜ Zu saramon hang v/ird auoh zu der in der letztcn Zeit wieder eufgelobten bulgarischon Rovisionspropaganda Stellung genommen werden müssen. Ve V/Y Be r 1 i n ,.14. Február /Magyar Távirati Iroda/ Das. Abendblatt óer Berliner Börsenzeitung schreibt unter dem Ti tel %uerschuss gegen Imrédy "folgendes: Die von der jüdisohliberalen und feudalreaktionaeren Front im In- und Auslande verbreiteten Gerüchte, wonach sioh Mini • Jterpraeöident Imrédy mit Rücktrittsabsichten trage und dass die jetzige Regierung in kürzester Zeit durch ein bürgerliohes Kabinett mit Géza Szüllő an der Spitze abgelőst würde, werden heute durch die Ungarische Amtliche Nachrichtenstelle energisch dementiert und als durchsi chtigc- Manőver bezeichnet, mit dem die Volksf rontkreise der Rcformpolitik der Regierung Imrédy Schwierigkeiten zu bereiten versuchen. Das nationalradikale Blatt Pesti Újság veröffentlichto bereits gestern Abend unter Hinweis auf die politischen Stőrungsversuche eine Liste des bürgerlichen Volksfrontkabinetts, in welchem die oppositionellen Gorüchtemaoher den ehemaligen Führer des Magyarentums in Obcrungarn* Géza Szüllő als Ministerpraosiűenten, den Grafen Stefan Bethlen als Aussonminister, Tibor von Bclshardt als Agrarminister, sowie die kürzlioh aus der Regierung Imrédy ausgebooteten Minister als die kommenden Regierungsmaenrier aufscheinen lásson. In diewem Zusammenhang hat auch in den hiesigen politischen Kreisen ein, in der Warschauer Zeitung Kurjer Warszaws^ki unter dem Titel "Ungarn auf der politischen Schaukel" erschienener Artikel peinliohstes Aufsehen erregt , in wel~ ehem der Beriehterstattor dieses Blattés auf Grund unzutr-ffender und offenkundig aus dem oppositionellem Láger stammenden Inf ormát ionén bohauptet, dass sich Ungarn sowohl inner- als auch aussenpolitisch im Zustanö des SchwanBens befindet, Diese Behauptung hat heute in der gesamten nationalen Presse Ungarns schaorfste Zurückweisung erfahren. Die der Regierung nahestehenden Blaettor bezeichnen diese Art der Bcri cliterstattung als cinen Anschlag gegen die ungarisch-polnischen Freundschaftsbeziehungen und fordern von den zustaendigen polnisohen Stellen die Abbcrufung des Körrespondenten.