Bizalmas Értesítések 1938. június-július

1938-07-14 [1493]

M :: o- Y/Y Berlin, 14.Juli,/MTI/ Die Deutsche Allgemeine Zeitung berichtet aus Budapest über die neusste Kampagne der jüflischen Presse Ungarns gegen die Regierung des Ministerpraesidenten Imrédy. Im Bericht heisst es unter ander^m; Die entschlossene Durchführung des Judenge^etzes und die Massnahmen zur Niederbrechung des jüdischen wirtschaftlichen Einflusses in Ungarn habén das Judentum wieder auf den Plan gerufen. Man hattr geglaübt, Imrédy werde zwar das Judengeaetz durch das Parlament annehmen lassen, jedoch von eineriataaechlichen Durchführung absehen. Inzwischen hat sich aber gezeigt, dass Imrédy so energisch, wie kein anderer Minister­praesident Ungarns den Einfluss des Judentums im kulturellen und wirt­schaftlichen Lében zurückdraengt. In den liberalen Blaettern habén nun die Budapcster jü dischen Kreise eincn neuen Feldzug gegen Imrédy eingeleitet, der noch schaerfer ist, als seinerzeit die Hetze gegen den Ministerpraesidenten von Gömbös und Darányi war. .In Imrédy habén die Juden die letzte Rettung gegen das Vor­dringen des ungarischen i - Nationalismus, den sogenannten Hungarismus erblickt. Nun isi zwar der Führer des Hungarismus, Franz Szálasi, vor wenigen Tagén verurtfilt worden, doch ist das Urt<il noch nicht rechtskraeftig und ausserdfm bezieht es sich auf Vorgarnge, die etwa anderthalb Jahrezanfcckliegen, da dieser Prozess seit dem Prühiahr 1937 laeuft. J Auf der anderen Seite ist die hugaristische Bewegung entgegen den jüdischen Hoffnungen nicht verboten worden. Es lacsst sich, wenn man dio Verhaeltnisse in Ungarn mit offenen Augen betrachtet. kaum lrugncn, das ^ Ungarn z^var ein Staat mit einer al ten,traditonsgrbunaener Vorfassung ist, abí r weitgehend autoritaer geleitet wird. So etwas haengt meis f <ns von den führenaen Prrsönlichkei ten ab und nach der Mcinung des Blattes ist Mini st< rpra:sident Imrédy gewiss einer de energisch esten Pr rsönlichkei ten, dic das ungarische politische Lebtn in den letzten Jahren hf rvoreebracht hat. 5 Man kann kaum glaubcn, dass Ministf rpraesident Imrédy die zentral geleitete systematische Hetze noch laenger dulden wird* Darauf .autót auch die Scnaffung des Landes-Propagandaamtes, dessen Lfiter, der Sfcaatssekretáer Antal, schon vor vier Jahren bewiesen hatte, dass er aaf dem Instmment der Presse sehr geschickt zu spielen vtrsteht. Es waere allerdings abvíegig, aus der heftigen Űpposition , atr sich Minis te r­praesiient Imrédy augenblicklich gegenübersieht, den Schluss zu ziehen, aass die Stellung des Kabinétts Imrédy erschüttert sei. Man gewinnt vielmehr ien Einiruck. iass die Unerschütterlichkeit der Stellung imredys das unga­rische Julentum zu der ge.genwaertigen wütenden Hetze vtranlasst hat.

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