Bizalmas Értesítések 1938. május
1938-05-25
« _ Berlin. 25.Mai./DNB/ Der Völkiscne Beobachter beschaeftigt sich heute noch einmal mit der Erklaerung des bri ti schen Ministerpia esidenten über die Tscheohoslov.-akei.Das Blatt s.telit fest, dass das, was j Ohamberlain gesagt habé, zwar dán Buchstaben nach im Vfesentliohen richtig sei, v/as er jedoch nicht scgte, sei aehr als eine schv>ere Unterlassungssünde gémesen. Der britische Regi erungschef wurde seine? f/ürde mchts vergeben habén, so schreibt das Blatt, vrenn er in der Brage der angeolichen deutschen Truppenbewegungen ia deutsch-tschechischen Grenzgebiét, ausdi-ücklich die Éhre gégében haette. Wieschvver diese línterlássung v;iege, könne man daraus emiessen, dass der grösste Teil der englischen und Pari ser Presse auck heute noch an derleseart festhalte, als ob erst fc der britische Druck auf Berlin" Deutschland am Sl.i'jnro'sch in die Tschechoslowakei verhindert habe. Das Blatt be dauert weit.er. dass der britische Ministerpraesident di e Er.ssnahmen in der • L scnechoslo^a.kei un d den dort verübten Terror nicht hinreichend'charakterisiert habe und schreibt dann: ''Das englische Schuldkonto ist aber noch grösser. Die" britische Regierung hat nicht nur * 1/ am Sonnabend eine irreführende Meldung ttoer Eenleins Garantierorderungen ausgegében, 2,/ mit törischen wi ederholten.Anfragen in Berlin wertvolle Zeit vertrödelt, anstatt Prag energisch zur Ordnung zu rufen. 3*/ am Montag durch Ghamberlains lückenhafte.Rückschau einer Geschichtsfaelschong den í<eg geebnetj sondern auch 4/ selbst zur Vermehrung der inter~ nationalen Aufregung beigetragen, indem sie in Berlin víohnenden Snglaendern den Rat gab •schleunigst ihre Frauen und Kinder abzutransportieren. M Das Blatt erklaert v»eiter, Deutschland sei, v/ie vor der Mitwelt klar und deutlich gesagt werden müsse, in den Tagén seit iem. 19«Mai eins der wenigen Lander in Európa gevvesen, in dem man nicht den Kopf verloren una es nicht nötig gáiabt habe, Zuflucht zu Verdrehungen zu nehmen. . Schliesslich weist der Völkische Beobachter darauf hin; dass man in Deutschland keinesvvegs der Meinung sei, in der Tschechoslo vakéi sei eine vdrkliche Cntspannung eingetreten und weist" darauf hin, dass noch immer weitere tschechische rteservi stenJahrgaenge unter den Wa.fen stehen, dass tschechische Grenzwachen weiter gefaehrliche Zvidschenfaelle verursachen und dass die S'iühne fUr dio Gronzverletzungen und für den Mord in Eger immer noch aussteht* "Die hohe Diploma ti e der "ostmaechte, so schliosst das Blatt, taete alsó gut darán, die Freudenfeuer uber ihren MSieg der ifestlichkeit" schleunigst auszulöschen und dafür zu sorgen,- dass das schwelonde Feuer, das ihre Prager Schützlinge naehren, nicht doch noch zur offenén ílamiiie ausschlaegt* H /MTI/