Bizalmas Értesítések 1935. január-március

1935-01-19 [1485]

. . /r/^, . P r a g , 19. Január. /?ng. Tel. Korr. Bureau./ D.asTscbeoho­fyjf slrvakische Pressebureau meldet aus Genf: * A A D |.r Berioht der ungarisohen Regierung basiert im Wesentlichen auf den Ausführungen des ungarisohen Delegierten Eckhardt vor dem Völ­kerbundra te im Dezember 1934. Der Berioht bringt niohts Neues, abgesehen von dem Zugestaendnis, dass sich fUnf ungarische Beamte bei der Kontrol­le der Emigranten der Vernaohlaessigung der pflichtgemaessen Obsorge sohuldig gemaoht habén. In Bezúg der Reisepaesse der Terroristen behaup­tet der Beriont, dass diese nioüt von den ungarisohen Behörden ausge­stelit wurden und dass es sich um Paelschungen handelt. Schliesslich spricht die ungarisohe Regierung die Ansicht aus, dass sie durch ihre Massnahmen die ihr vom VSikerbundrate übertragene Aufgabe erfüllt hat. In Genf herrsoht -jedoch die Meinung vor, dass dieser Bericht nioht aus­reiche, um dem Rat die Möglichkeit zu gebén, den Streitfall als lioui­diert zu betrachten. Die Pragar Presse meldet aus Paris: Die ungarische Delegation in Genf draengte sohén waehrcnd der ganzen Woohe die Ratomitglieder dazu. din Bericht der ungarisohen Regiermg ohne öffentliohe Verhandlung im Völkerbundrat zu biliigen, m der Htffnmg. dass waehrend der fieberhaften Verhandlungen Ubcr die 3asrfrage, den Ostpakt und die rémisthen Verhandlungen niemand diesen diplomatischen Zug bemerken würde. Die Taktik der ungarisohen Delegation war aber falsch, denn je eifriger sioh Eckhardt bemüEte, die Ratsmit­glieder zur Erledigung des Beriohtes zu veranlassen. umso klarer wurde es, iass der Bericht der uagarisohen Regierung den Anordnungen, die in der # Resolution des Völkerbundrates im vorigen Jahre getroffen wur­den, nifht entsprioht. Dazu kam die merkwürdige Handlungsweise des ungarisohen^uusenministers Kánya, der mit der Niohtzustimmuné der unga­risohen Regierung zu dem römiscnen Abkommen und mit einer Wieaerrufung des vorlieerenden Beriohtes drthte, Beidé Di«hungen sohlugen aber feljjt, denn einerseits ( war der Bericht der ungarisohen Regierung bereits den direkt Lnteressierten und besonders dem Beriohterstatter Eden abgegeben worden ? andererseits war *x. ' ^f-.J2.í. einfach Kánya gesagt worden, dass die^ustimmung oder Nichtzústimmung Ungarns zu dem romischen Ab­kommen eine^innere Angelegenheit des in den bekannten romischen Proto­kollon vereinigten Dreierverbands Italiens, Ungarns ind Oesterreichs ist. Niemand konnte diese Taktik der ungarisohen Delegation verstehen, bis erst heute die Situation sich klaertej als das neue ungarische Memoran­dlm veröffentlicht wurde und sioh erwies, dass die ungarische Regierung weit entfernt davon ist, die Verpfliohtungen zu erfüllen, die sie dem Völkerbundrat gegentiter im Dezember vorigen Jahres übernommen hat. Das Prager Tagblatt bemerkt zu der offiziellen Meldung: , Oli die ungarisohe Antwort offiziell im Rat wieder aufgerollt werden wírd, wird von dem Verlauf der Mitteleuropa-Verhandjungen ab­haengen. . To/To -:­/~/vP r ága, január 19. /Magyar Távirati Iroda./ A Lidove Noviny genfi jelentése szerint néhány magyar r ndőrtis ztviselő át­helyezése nem elégitheti ki a népszövetség tanácsát és újra feléié szt­he i az egész - HF eseillei ügyet. A magyar kormány érdeke lett volna, h»gy nyilt-n beismerje némely magyar hatóságok mulasztását. A helyzetlíagyarország szempontjából kedvezőtlen, de ez csak a magyar , dele gáció,hibája» A tanács nem kényszeritheti Jugoszláviát, hogy elégedjék meg a magvar kcr mány hatástalan intézkedéseivel, amely ékkel egyenesen lehetővé teszi, hogy h sonlo mulasztások megismétlődhessenek. A közép.európai megegyezés érdekében szükséges, hogy a tanács az eset­tel majd akkor foglalkozzék, ha annak az ideje elérkezik.

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