Bizalmas Értesítések 1934. január-június

1934-02-19 [1481]

r Boriin, 19. Eebruar-. Aus Wien wird dem DNB gémeidet: Zu dem in der Presse lebhaft erörterten Plán einor_Dreimáohte­konferenz Osterreich-Ungarn-Italien wird an hiesiger züstándiger Stelle •rklart, dass ein derartiger Vorschlag bisher nicht vorliege und zunaohst keinerlei Anhaltspunkte für die Einberufung einer solohen Konferenz vor­handen seien. Man gibt jedoch zu, dass wáhrend des Suvieh-Besuches der" weitere Ausbau der wirtschaf tliche'n Zusammenarbeit der drei Staaten auf dem Wege gémeinsamer Besprechungen vorgesehen wurde. Die Möglichkeit einer Konferenz zwischen Mussolini. Dallfuss und Gömbös soll jetzt im esentli­chen vom verlauf der Budapester Besprechungen des Staatssekretárs Suvich abhángig sein. Auch in italienischen Kreisen wird ©rklart, dass der Konferenzplan vorláufig noch nicht reif sei, jedoch die enge Zusammenarbeit der drei Staaten auf dem Gebiet© der Práferenzen, Kontincente, Kreditaus­weitungen und Ausfuhrregelungen naeh wie vor von der italienischen Regierung als notwendig angcsfihen werden und in der nachsten Zeit endgültig geregelt werden müsse, Man nimmt in hicsigen politischen Kreisen daher an, dass die | italienische Regierung jetkt versuohen will, den bereits beschrittenen Weg einer engen politischen Bindung Osterreichs und Ungarns an Italien durch Einráumung weitgehender wirtschaftlicher Vorteile mit Beschleunigung planmássig zu Ende zu gehen, um den italienischen ' ­VJÉÍÍ JJinfluss im südosteuropais.chen Raum für die Zukunft zu sichern. /UTKB/ Mi/Tó I Berlin, 19,Februar./Ung,iel,Korr.Bureau/ Die deutsche Presse beschaeftigt sich eingehend mit der Reise des italienischen Staats­sekretaers Suvich nach Budapest und schreibt über die angeblichen Zoll­unionsplaene zwischen Osterreich-I talien und Ungarn .. Die Deutsche Allgemeine Zeitung widmet einen laengeren Artikel diesem Problem.Der Aiener Berichterstatter des BJattes sieht die Möglichkeit, dass in den wirtschaftlichen Beziehungen Osterreichs und Ungarns mit - Italien eine: staerkere Zusammenarbeit in der Zuisunft sich verwirklichen p kőnne. Im'Angriff" beschaeftigt sich Chefredánteur íheodor Böttiger in einem laengeren Aufsatz mit dem isterreichis chen Problem zbd mit der . italienischen xmssenpolitik, 3r erörtert die geschichtliche Entwicklung Osterreichs im Zusammenhang mit der italienischen Aussenpolitik, die immer bestrebt war, auf dem Balkan und überhaupt in Mitteleuropa gegen­über Frankreich Italiens ^inf luss-Spkaere aoszub re iten.Das Ziel der italienischen Politik-und das hé e bereits die Haltung des italieniscbai Vertreters bei den Verhandlungen über die österreichisch-deutsche Zoll­union vor dem Haager Gerichcshof bewiesen- ist, einen festen dreieckigen Block :Italien-Ostérreich-Ungarn zu schaffen, um damit der unter franzö­sischer Pührung stehenden Kleinen -^ntente ein Ge^engewicht zu bieten, Nach..einer í 1 imes-Meldung sollen die wirtschaftliohen Verhandlungen zwischen Üsterreich und Ungarn schon sehr %eit gediehen sein, sodass es durchaus im Rahmen des Möglichen liegen würde, wenn die nelt durch ein österreichisch-uga/h)ri sches Zollbundnis überrascht würde* England, der dritoe Unterz;eichnör der österreichischen Unabhaengigkeitserklaerung, haet te_ # gegen ein solches Bündnis gewiss wenig einzuwendeh. 'iinige Blaetter be^chaef oigen sich ausserdem mit den aussenpolitischen Aeusserungen des runaenischen Aussenmintsters íitulescu im f ranzösisdi en Blatté Petit Párisién,Ebenso findet die üeusserung des Bundes&anzlers Dollfuss im ungarischen Blatt : 'A rfcg^eC" Interessé,

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