Bizalmas Értesítések 1934. január-június

1934-02-13 [1481]

A § P á r i s , február 13. /Magyar Távirati Iroda./ A Paris Soir ugy véli, iiogy az osztrák kérdésben hacsak valami csoda nem jön közbe, a nagyhatalmak egységes fellépésére nem lehet számi tani. A kisantant - mint mondják - készen áll a beavatkozásra. Mindenképen súlyos események várhatók és csak azok bekövetkezésének időpontiára nézve térhetnek el a vélemények. Mi/Kr. m r Berlin., 13.Február /Deutsches Nachrichtenbureau./ Das Bürgerkriegsverbrechen in Osterreich wird von den Berliner Zeitungé in Leiartikeln ausführlioh behandelt. Die Zeitungén sind einmütig in dem IJr­teil, dass die ser Brudermord in einem deutschen Lan e zur Hauptsache die Schuld des Kabinetts Dollfuss* ist. dass seine Scheinmacht nur noch durch blutige Bajonet te au?rechtzuerhalten in der Lage ist. Was sich'gestern und heute in Osterreich abgespielt hat, so schreibt der Angriff, das ist ein Verbrechen und. die Schuld für dieses Verbrechen trifft nicht die verführten und die irregehetzten Arbeiter, sondem eine Regierung, die von allén guten Geistern verlassen sechs Mil­lionen deutsche Menscnen in ein allgemeines Kaos gestürzt hat. In einem Jahre ist es Herm Dollfuss gelungen, sechs Millionen Menschn ge^eaánan­der zu verhe tzen, in einem Jahre war seiner Yfeisheit letzter Schiuss. Ma­schinengewohre und Haubitzen. Der %mpf um das marxist Ische Wachlokal in Linz hat - vergessen wir das nie! - mehr Tote gokostot, als die gesamte nationalsozialist ische Rb olution im Reich. ~ ' Man sage nicht, hior würde der Marxismus vernichtet, ruft dor Deutsche, den Marxismus vernichtet man nicht, iniem man marxistische Arbeiter nieuerschiesst und sic zu Blutoeugen macht! Im Glauben an das Un­recht, das man ihnon angecan nat, gehon ja diese Maenner in den Kampf. Die Joutsche Allgcmeino Zeitung schreibt unter dor ílbor- ' schrift: Schuld am Mord "2 Unter dem Vorcand dos Kampf es go'-on den Marxis­mus spiált sich in Osterreich ein politischos Abentcüer ab, das von einer unverantwortlichen Roa tion angestellt worden ist. "Man kann den Marxismus wohl durch eine Vo .ksbewegung mnerlich überwinden ? aber nicht ..urch Bajonet­te alléin absehaffen. Diiie solche Tolksbewegung sceht auch in Osterreich für diesen Zweck zur Verfügung. Diese Volksbewegung aber ist d'Toh die Regierung Do' lfuss systomatisen vorfolgt und uncerdrückt worden. Diese'Re­gi erung hat eine Uneinigkeit in das östcrreichische Volk hinoingótragén, ( • derea blutige Folgen wir heute erlebcn. .. Das Blut, das seit gestorn in Osterreich fliesst. so urteilt der Loknlanzoiger, kommt über Dollfuss und seine Helfershelfer. Wertgegen das Volk regiért, wor es in unfrieden stürzt, der es sich nexht briagt zur rechten Zeit zu verschwinden, der muss eines Tages zum Maschincngowehr f eifen; um die letzten Resté einer goraubten Macht noch kurze Zeit zu be­upten. Dio'Nachtausgabe schreibt: lm Beich k 66 Millionen von' einem Ifillón bewegt, auf einem líeg zu einem d eutschen Ziel unbeirrt ma-' schierendf In Dolliuss-Osterreich 6 millionen Deutscher nach aller Rich­tungen auseinandergesprengt, gegeneinander gehetzt. i> : aehrend die gewaltige geitige Umwaeltzung unter Adolf Hitler s Führung sich in imponierender JDisziplin und untor Inne halt ung aller Gosetze der Menschlicnkeit vollzog, ist das von hohenweIschen G-öm.ern als letzter Hort dor Humánitaet gepriesene Dollfuss-Osterreich binen weniger Stunden in Blut getaucht. schreibt die Börson-Zeitung, ' Hintor lem gegenwaectigen Herren in'Öséerreich stohe ein Haufen Hörige, ' die um ihron rostén bangen, "nichi aber das öster. eichische Volk. Dio neuLeche Tageszei ung beantrwortet die Frage nach den ó'sterroiohischen áuffstaenduschen dahin, dass in Osterreich bisher ver- " saeumt wurde die Arbeitorschaft mit geistigen Iáittein für Sta t und Volks­tum zurückzugv.win en. Die Schuld trag in earster Line der Bundeskanzlor Dollfuss und ncben ihm diejenigen volksfremden Persönlichkeiten und Gruppén, derén er sich zur Macherhaltung bisher bedient hat . Mi/Kr/la /Forts.f olgt,/

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