Bizalmas Értesítések 1934. január-június

1934-01-26 [1481]

[ :: B e r 1 i n . 26. Január./Ung. Tel.-Korr.-Bureau/ in dor Berliner Börsenzeitung sciireibt Arthur Kornhuber einen langen; artikel über "Ungarn und die Revision^ 1 Gnaf Bethlens Bemühungen T? . A In diesem Artikel bestháftigt sich Kornhuber eingehend mit ler Engeandreise des ^rafen Bethlen. Er schildert die Entwícklung der ingarischen rerisionistischen Propaganda in .den vergangenen zehn J&Area, sowie.die Aeusserungen des Grafen Bethlen, in^deirjer sagt: "Jetz gilt,eai •it eínem klaren„Programm hervorzutretenjum die Leitphase einerlpoliti­3chen Bewegung,dt£ entscheidende- Tat, entsprechend 3^ol^bZubereiten , . , )ie ungarischen Revisionswünschen werden in einem Programm featgelegt, las aus verecjiedenen Etappen besteht" \ $AJ>J* Der Artikel befasst sich ebenfalls mit • aüssenpolitisoiien juaammenhángen in der ungarisch.en Revisionspolitik und gibt die leueste Entwickelung in die ser Prage wieder. Unter anderem schreibt Kornhuber: Das englische Interessé beruht yielmehr gegenwártig auf der irhal tung des europáischen Friedens,als dessen Garant man in Englane íurzeit unter allén Umstánden ein englisches Zusammengehen mit Frankreida msehe. Frankreich aber sei von der íriedensfördernden T 7irkung einer íevision des Trianoner V e rtrages noch nicht überzeugt, sodass sich ps 4 dieser Tatsache die Notwendigkeit ergibt, zur Durchsetzung des L evisionsgedankens in der náchsten Zeit mit allén Mitteln die öffent­.íche Meinung Jírankre ichs zu gewinnen. Spaterhin heisst es: Prankreich steht nun plötzlich in jenen •reisen, die nicht in der offiziellen Staatspolitik exponiert sind, Loch im Kurse und man scheut sich nicht recht deutlich auszusprechen, ass Ungarns Revisionswünsche mit den europáischen Interessen in ünklang gebracht werden müssten. Man sagt aucl? gleich, was man arunter versteht: keine Verquickung mit dem deutschen Revisionismus, enn dieser sei internationai diskreditiert, dafür aber starke etonung der Tatsache, dass man ohne Ungarn die österreichische ' rage und das ffionaulándische Wirtschaftsproblem nicht lösen könne, Jngarn # áber ohne irgendeine Hevision unmoglich für irgendeine - •im suropáischen Interessé gelegene Lösung an der Donau zű habén sei. J.a, man hat sich in gewissen und leider durchaus nicht einflusslosen ^reisen Ungarns in die neue Rolle bereits so eingelebt, dass nan mtgegen allén Erklárungen der letztcn vierzehn Jahre, Prankreichs 'erstandnis und Preundschaft zu gewinnen trachtet, indem man auch Ln Budapest eine pangemmanische Gefahr konstruiert und sich dann an­uetet, diese Zweckgefahr in den Donaulösungen und Kombinátipnen mit­Dekampfen zu helfen. Das alles aber, diese "Ver-irrung der kefühle"; ^eschieht in einem Z e itpunkt, da die französische Europapolitik Arm' ' m Arm mit ihren Vasallenstaaten gegen den europáischen Revieionismus, jegén^leishbereohtigung und den siég der Vernunft Front maciit, da ierr Paul-Boncour lángst für den Bund der neuen Reio'aen im Osten •ptiert hat,, In dem Artikel wird noch erwáhnt die Budapest er Üeise Les französischen Abgeordneten Vallat, der'in Budapest einen "Frankreich ind die Donaufrage" betitelten Vortrag gehalten hat und unter anderem jrklárte, da,js írankreialB Wohlwollen und Freundschaft für Ungarn nur lann zu erhalten sei, wenn Ungarn sich kompromisslos als Bollwerk gegen len pangemmanischen Imperialismus genützen lasse. Dafür sei Frankreich, >ereit, Ungarn eine entscheidende Stellung in einer Donaukonföderation íinzuraumen. Der Artikel schliesst: Nishts weiter, nichts von rL evision md nichts g yon Verstándnis für das, was die ungarisihe íation bewégt. Diese Enttáuschung sagt alles. Sie war bittér und Lnangenehm, aber sie war vielleicht nicht ganz...... .unverdient, le/To

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