Bizalmas Értesítések 1934. január-június

1934-03-14 [1481]

Wien* M.Maerz / Ung.l'el.-Korr.-Bureau,/ Vor den Ver­tretern der intern^tiealen Presse gab heute der Pührer der legitimisti­sohen íewegung Gesandter Wiesner pnnzipielle Erklaerun&en zu den legi­ti mistisohen Fragen. Eingangs betonte er den ausschliesslich überpartei­lichenOharaktér der bewegung, die, wenn sie auch in Wien nicht so sicht­bar sei, einen Querschnitt des ganzen Osterreichs darstelle und ebenso die baeuerliohen Schichten aflf dem Lande, wie die Arbeiter umfasse. Pro ­(írammatisch verfolge ' ' : die heutige vaterlaendische Bewegung %ie gleichen Grundgedanken. i 5> . • Sie unterscheide sich eíen nur aurch das ^ehlen des Legitmusmus, Darum wolle der Légitimisrnus auch mit der vaterlaendischen Bewegung gemeinsame Sache machenV. . r Unter Betonung, dass die legitimisten die Restauration nicht durch einen Putsch ~oder sonstige Experimente erreichen wollen, reagiert Wiesner auf die iüngsten Erklaerunsren ^en^sch.s und sagte: - Da die Voraussetzúng des Putsches fehle, entfallen auch die Folgerungen Benesch,s. Wenn Jeftisch ankündigte, es würde Blut fiiessen, wenn die österreicnisch-ungarische Monarchie wieder hergestellt werden Bollte, so müsse die Prage aufgeworfen.werden, ob dann kein Blut fiiessen werde, wenn die j-K3staufation nur in Österreich kotme? Wiesner betonte dann, dass die Xl est aurát ion rein die Sache Osterreichs sei, dass diesbezuglich keine internationalen Bindun­gen bestében, insbesondere sei die bekannte Note der Bncschaf terkonf erenz nach dem ersten Hesuaur tljnsversuch in Ungarn, wonach die Hevision von, internationalem Standéunko aus niejt geduljet werien könne. für Österreich nicht massgebend; 1. weil die Note daa*ls nicht beantwortet wurle, im Gegensatz zu Ungarn, wo sie gesetzlica festgelegt wurde. ' Einé Hevision oder die Wiederherstellung der Monarchie kom-e nicht in Prage, umsoweniger, als der österreichiscno Legitimásmus auf dem föderalistischen Standpunkt fUhe. ,, . . Das beacutet einen Gegensacz aum Duallismuo. Ltr F<V<G r a­lismus wurde für den Pali gelten, alsandere Laender den Wunsch taben sollten, sich anzuschliessen. Mm Benesch meint, dass mit der Restau­ration •.. •..,.*' :* österreichis che Revi­sionswünsche bezüglich Südtirols eatstehen würien, so sei zu sagen* dass Mussolini ganz genau wisse, dass iies nicht der Fali sein werde, *ber den österreichischen j-«ahmen hinaus zu gehen beabsichtigen die öster­reichischen Legitimisten nicht. In BeanGWortung von Anfragen lehnte "iesner eineRegent­schaft als Zwischenstadium ab, Auf die irage, ob aicht die Restauration ein Wiederauf­leben dei ungarischen Revisionswünsche b & deute und welche . . Garantien f a gebén werden könnten, dass die kleine Entente nicht losschlage, erwi ­érte Wiesner; - Die ungarische Revisionspolitik geht ihre eigenen Wege. Zwischen dem österreichischen und dem ungarischen Legimiémus gibt es ke inon irgendwie gearteten Zusammenhang, Wir habén J überhaupt keine gegenseitige Verbindung. lüf die Prage, ob eine Restauration in Österreich eine Revision in Ungarn nach sich aiehen müsste, erwiderte er­,Welche Wir|ung seelischer Natúr die Restauration ausloseu Könnte^ k^nne er nicht sagen. Wenn in den Naehfolgestaáten eine 3timmung für die Revision entstünde, so sei das kein Grund für Österreich nicht das zu tun, was es für notwendig halté. Jedenfalls scheint die heutige ungarische Regierung nicht geneigt zu sein, den Weg der Restauration zü gehen. und er glaibt auch nicht, dass sie /die ungarische Regierung/ die Restauration in Österreiclj. zu fürchten habe. Die ungarische Regierung steht zwar den öste rreichischen Restaurations­wünschen nicht fararuadlich gegenüber, was bugreiflich erscheine, wenn aber die Restauration hier reif sein werde,'werde sie auch anderswo reif werden. ei/yi;ar. — on ^T2:i::^ AR

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