Bizalmas Értesítések 1934. január-június

1934-03-13 [1481]

: /-/ 1 r a g. Ló*, Jiflarz. /ung.T©i.~&orr.öureau/ juie rrager Fresse schreibt : Wie soll man die Römer Unterredungen'vom tschechoslo­wakischen ^tandpunkt aus beurteilen 7 ler italienische. Standpunkt gegen den Anschluss ' wird ,bei uns gewiss voll hegriffen und im Wesentlichen auch geteilt. aucn die schechos lowakei ist überzeugt, dass die unabnaengig keit ögterreichs erhaltén und geschützt werden muss. Lie ischechoslowake 1 ist ebenso, wie Italien auch überzeugt, dass durch die Sicherung der österreichischen Unabhaengigkeit auch die u tabilisierung der Verhaeltnisse in z entraleuropa sowohl in wirtschaftlicher, als auch in politischer Rich­tung erf olgen wird* mit anderen Worten . dass hier endlich iJedingungen für die freundschaftliche Zusammenarbait geschaffen werden müssen, ín-deren Rahmen am beaten die Unabhaengigkeit Osterreichs gewaehrleistet waere. In Rom treffen'vorderhand nur die Vertre ter Ungarns, O a terreichs und Ita­liens zusammen. Hier kann alsó diese Aufgabe nur teilweise gelőst werden. '•. r enn eine solche Teillósung tatsaechlich zum Ziele führen soll, so müsste sie hauptsaechlich zwei ^edingungen entsprechen. Sie müsste die Bedürfnisse und Interessen . auch aor anderen Faktorén ^entraleuropas berücksich­tigen und sie dürfte nur die erste jüta^pe der konstuktiven Arbeit bilden, die in den weiteren Stadien zur Zusammen arbeit mit allén übrigen Nachbarn Ostorreicha und zur harmonischen Ausgleichung aller Kraefte führen wird, dio die Gesamtheit Z on traleuropas ropraesentioren. Das Pragor Tagblatt schreibt: M.issolini versucht gegen­waertig, für seine Politik im Donauraum Bundesgenossen zu werben und eine so breite Front wie möglich gegen den Anschluss herzutellen.Nicht zuletzt ' deshalb betont Italien, dass das erige Zusammenarbeiten zwischen Ogterreichj­Ungarn und Italien , keine Frontbildung gegen die Kleine Entente bedeutet. Man würde es in Rom aufrichtig begrüssen, wenn die Laender der Kleinen Antente und insbesondere die Tschechoslowakei zu einer positiven Hitárbeli an der Losung der wirtschaftlichen "^robleme im Donaubecken zu gewinnen waeren. Man k ennt in Rom sehr wohl aie grosso wirtschaítucne uno mdustrielle ^edeutung der ^echechoslowakei für den mitteleuropaeischen Wirtschaftsraum und waer? > heute vermutlich au manchen Konzessionen béreit.nur um die Tschccht­slowakei.in die gemeinsame Abwehrfront gegen den Anschluss und die wir.t­schattl ícne Expaneion deutschlands zu bekommen. Man darf von der Römer ^usammenkunft zwischen.Gömbös, Dollfuss, und Mussolini keine sensat ionellea irgebnisse erraten. .-ie wirtschaftoichen Verhándlungen zwischen Italien osterreich und Un. arn über denAusbau des Praeferenzssystems werden fortge­setzt werden. Man.wírd weitere Tarifvérbesserungen vornehmen, aber man wird weder eme Zollunion, noch sonst etwas grundsaetzlich Neues schaffen-r

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