Bizalmas Értesítések 1934. január-június
1934-03-12 [1481]
T ' T i e n, 12.Ma e rz. /Ung.Tel.Kerr.BureauA Die katholische burgenlaendische, kroatische Studentenschaft veranstaltate Samstag ab-end in der neuen Hofburg anlaesslich des vierhundertjaehrigen,Jubilaeums der Mnwanderung der Kroaten i& s Burgenland eine Huldigungef eier für Kireke uns Staet, zu der auch der Bundeskanzler-Dr.Dollfuss, Minister Dr.Sch.u~ sehnigg und Kardinal Innitzer ershhienen. DerFührer der burgenlaendischen Kroeten Landesrat Dr.Karall betonte die unverbrüohliche T,.rene der burgenlaendischen Kroaten und gab der Uberzeugung Ausdruck, dass der Bundeskanzler auch im neuen Of-terreich die Mgenart der Kroaten schützen werde. _ • ".^ ., ... ,. , n , A; Bundeskanzler Dr;D«llfuss enviderte mit herzlichem Dank fur die Lovalitaetskundgebung, wobei er ausführte: •• Die Deu?ahhen in Österreich. die inra Jfiigenart bewahren v/ollen erreichen auch die nationalcn Bedürfnisae der rlnderheiten, ír wollen in unserem Lande ein Beleölel gebén, wie man bei ffahrung der bnidérseitigen In teressen líinoritáetenfragen richtig behanoeln und losen kann. 'ir werden stolz darauf sein, wenn wir-mit den Führern anderer Laender über das Schicksal der Deutschen m anderen Siedlungen und Staatsgebieten sprechen und innen sagen können: Schaut auf die österreichischen Kroater fraget sie, ob sie Österreich ihr Vaterland nennen konnen und nehmt euch an österrei, ch auch ' in dieSer Frage ein Beiepiel. • , _ Die Ausführungen des Bundeskanzlers wurfien mit stürmischer Zust lapuiig aufqrenommen* T/T/Sza I r a g , 12, Maerz. /Ung.Tel.-Korr.-oureau/ Die Prager Presse meldet aus líomí i^omische massgebende Kreise kfmmentieren mit_grosser ^enug tuung die Jürklaerungen des . 'inist ers 3r. benesch, der in Jüinklang mit Belgrád # und Bukarest zür Hitarbeit in der mitteleur opa eischen Politik béreit sei. In wertschaetzung der Bedeutung des Llinisters Benesch für das mitteleuropaeische Problem betont man in T yvónlunterri oh téten rőmischen Kreisen die fortschreitende Verstaendigung zwischen Rom und Paris, derén Reflexe eine dem europaeischen Interessen entsprechende Lősung der österreichischen Unabhaengigkeit sein werden. Das italienisch-franzosisch' 5 •. bérei nkommen wird einerseits zur Annaeherung Rcms an die Kleine Lntente führen, anderers r eits zu dem u mstand, dass das 'Donaupr oblem im Geiste des Mussolmischen Memorandumé gelőst werden wird. Im Lichtkrise dieser auá* Tatsachen gestiátzten Lrwaegungen hat der bevorstehende Besuch des Minist erpraesidenten Gömbös und Bundeskanzlers Dollfuss die Üedeutung eines gresseren Vorspiels zu einer grcsszügigen mitteleuropaeischen Aktion des i)uce,, M/T . - •