Bizalmas Értesítések 1933. július-december
1933-07-10 [1480]
n :; B e rl 1 n , lO.Juli./Ung.Tel.Korr.Bureau/ Die Berliné r BörsenC zeitung vom 10-ten Juli bringt eihen laengeren Artikel ihres Wiener ' Korrsspondenten liber die Reise des ungarischen Minis terpraesidenten Gömbös nach Wien. Der Artikel beginnt mit der Schilderung der unsicheien Lage im Donauraume und faehrt fort: Es gibt wieder ungeaiinte Möalichkeiten der aussenpoliti schen ^influssnahme auf den Wiener-Ballhaüsplatz. Es gibt durch und über die" Regierung Dollfuss eino neuo,hochwillkommone Koniunktur der, dem grossdouttschcn Lédánkon feindlichcn Maeehte und es hat oin Wottrennon umr österroioh cingosotzt, das laocherlioh wirkon könnco, giagö os '-'rbái' nicht um dio Zukunft dos deutschon Volkes in der oux pat-ischm MLttc." Dor Korrospondont orwaohnt dio Naohrioht übor oino östorroioaisch* unganschc Zollunion, dio sofőrt enorgisoh domontiort wurde. Dio oindou-' tigo ErkJaorung des ungarischen Ministerpraosidontai habo dio FabsburgorRcst aurát ion aus der Donaudiskussion ausgoschaltet«Er dcnkt, dass es erst vielmehr darum geht, zwi schen der italieni schen 3inf luss-Spaere /öscerreich und Italien/ und der französischen/Kleine "ntente/ an der Donau einen annahmbaren Ausgleioh zuL schaffea. Sr zitiert den irtikel der "Reichspost", in dem das Blatt die bisher getibt'e österreichische ZurückháL tung in der Donaufrage durchbricht.Das Blatt schrieb am 4-tai Juli unter dem íitel|^íeuordnung im Donauraume?: Da die Kleine Entente eine gége be ne Tatsache ist, and sicírd fe Mitglieder dieser Staatengruppe in íhrem Statut auf eine übereinsiimmende Benandlung der sie beriihrencen wirtschaftlichen Pragen geeinigt hábea, so wüide es sich empfehlen, dass Österreioh und Ungam zur Herstellung eines gewissen Gleiohgewiontes sich ebenfalls iiber ein übereinstimmenaes Vorgehsi. in diesen, si'e berührenden Jragen •erstaendigea.Jedenfalls aber ertraegt die wirtschaftliche Neuoidnung im Donaugebieí keinen Au£schub mehr. Weiters stellt das Blatt fest, dass die Reisc des ungarischen " Ministerpraesidenten nach Wien über ausdriickliche l r mniadung des BundesKanzlers-Dollfuss erfolgt ist. Der Beriohterstatter gibt dor Auffassung Ausdruck, dass der Bundeskanzler die Gelesenhoit wahrgenommen hat,den ungarischen Ministeif raosidentcn fúr dio ó'ben gekonnzeiohnoton Plaone und Absiohten zu gewmnen, Infolge dor VcrscKL chtorung dor doutsch- -•• osterreichischen Beziehungen sieht Dollfuss den Augenbliok fúr gekomnen, sich offen zur Donauftfdeiatio4 zu bekennen. ' Dor Artikel schliesst: Uhgarn erhaelt bei dieser Entwicklung 1 a ?£. Dl ?8Lí? Donaubeckon als ein,fieutsohland froundlich: verbundener, vartschaftlich auf den deutschon agrarischen Absatzmarkt angowiosenor " und politisch auf doraelben Rcvisionslinio wie das doutscho Roioh ' v '»\£ f * F sta a*.% Berlin oino noch grössero Bodoutung als bisher, Nacndjm Ostorrcich dio Erhal tung dos status auo als offiziolles pofítisches Dogma durch dio Mindérheitsregierung"Dollfuss verkíindot und m Ve rfolg Q>.sson;beroit ist, mit dem französischen Vasallenblock gomoinsam zu-oporioron,bloibt Ungarn an dor Donau das- cinzigc Bollweik T^SL aic ^? cn Í lse FJ? TOrtvúHmc '^.I'2.ss os.wirtschaftlich gotafflt, cin Looamo mit der Kleinen Entente unterschreibt, 'haltén wir für vöilig ~ ^usgescnlossen und wir sind uns dessen bewusst, dass Mini sóorpraesi den t Gombos^alle Yersuche die auf einen politischen Solbstmoid UngarnS S f, 1 ? e í' í ap í? r P Nacion'hinauslaufon wiirdon, ein flir allomaí als Í n r^kutalol ablefanen wird. Es sind vergeblicho Bcmíihun^Gn, die men " • T?«I£ $S untcrnimmt, um oino historissehe Entwioklung aufsuhalten. V/V ° hiertffior zur Tagosord.nang Uborgohon.