Bizalmas Értesítések 1931. január-augusztus

1931-04-08 [1476]

W i e n , 8, April. /ühg.Tel.-Korr.-Bureau/ Die Arbeiterzeitung verweist auf die Schwierigk.eiten für den weiteren Fortsehritt der Han­delsvertragsverhandlungen Osterreichs mit den verschiedenen Laendern, da dje Vertragspartner keinerlei Bindungen eingehen árfax dürfen, 3olange nicht Klarheit uber die géme insámen Zolipositbnen Deutschlands und Osterreichs herrsche, Es sei alsó trotz dem Draengen der ősterreichischen Regierung und vor allém der Agrarier fraglich, ob die Handelsvertrags­verhandlungen, vor allém mit ungarn und Jugoslawien so rasch fort­schreiten werden, dass sie bereits am 1. Juli in Kraft treten können. Aus diesem Grundé müsse davor gewarnt werden, dass die Regierung die be­stehenden Handelsvertraege ablaufeű laSse. Berlin 8 April. / Ung. Tel,- Korr,» Bureau./ Der Tag meloet unter Anderem aus Paris: Man wird daruit re ennen müsseni •* J ' J da £ s s * cJl franzősische Regierung nicht mit dem Protest gegen das deutseg-öst erre ich ische Zollabkommen begnügen, sondern ;. ' im Einverstaendms mit der -&einenttntente praktische • Gegenvorschlaege u_iter£breiten wird, Aus eingeweiten Kreisen erfahre íoh - so schreibt ner Korrespondent -dass es sich dabei um nicht weniger, als um den vor V ­LLag einer Zollunion saemtlicher Nachfolgestaaten der österreihisch­ungarischen Monarchie handeln wird, selbs^erstaehdilich ohne Deutschland, alsó um die Wieaeraufnahme des altén Plans der Donau-^deration auch diesmal auf wirtschaffipolitiséher Grundlago, o " Die französischen 3estrebungon, dio Staa-»ten der i sihtente für daesen Gedahkengewinneh, rechnet auch auf die Unterstützung seitens der Habsburgischbh Mc-narchisten in • • allén Naohf olgestaaten, aush im Osterreich, wo vön dieser Seite eine eifrage Agitation betrioben wird, 2 u , I.JKÍ Di ö Gefahr für das deutsCh-österreichische Zollabkommen droht alsó hajtsáehlich von der Seite der französischen Donaupolitik. Die Haltung un^rhs.b^urteilt liaan hief als unabhengig von der Entscheidung ltaliens, die ndCh immer t hinauégezőgort túrd, Wenn auch niemand darán zweifelt, dass die ungarische^Wirtschaftjiroiso"für denjnschluss ', an die deutsch- österreichische Zollunion sind, so wiifCdoch die uahsburgi­sche Propaganda im entgegensotzton Sinne uaímuss umbedingt ernst genommen • weroen, Jedenga„ls ist es notwendig, dieser öegoiibewogung grosse Aufmerk­samkeit zu^zu>wcnden. W i e n , 8 April,/Privát./ 1 'Ungarn und das österreich-deutsch* Zollabkommen" betitelt sich ein im Neuem Wiener Tageblatt erschienener Hrtikel des Direktors des Landesverbandes ungarischer Eabriksindustrielle/­Dr, Max Fenyő, in welchem nach Jarstellun)der Auswirkung einor Zollunion auf die Wirtschaft der umliogenden Staaten und nach einem Hinweis auf die tigenblicklich stattf indendem ősterreichisch»unj.rischcm Handelsvertragvor­handlungen und auf die zwischen Ungarn und Dourschland eingeleiteton iTerhandlungon bemorkt wird, dass der Plan der östcrreichisch-deutschen Zollunion in seincVganzen Grundinge icnes Ycrhaeltniss erschütterti in welchem sich einzclne Laonder mit beiden Staaton befinden, Doshalb kann man heute noch nicht wissen, ob das handelspolitische Wirwar, welchcs der Völkerbund schon öfters vorgebons zu orönen vorsuchto, nach dieser Iniziative nicht noeh grősser wirds. /UTKB/

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