Bizalmas Értesítések 1930. január-június

1930-01-28 [1474]

Wien, 28. Január. /Ung.Tel.-Korr.-Bureau/ Der Abend mel­det aus Bud^pestjdass Gráf Bethlen auf der Rückkehr nacn Ungarn sich an­geblich. kurze Zeit in Wien aufgehalten und mit dem Wiener ungarischen Ge­sandten Grafen Ámbr<5zy verhrndelt habé. Diese Besprechung bezog sich,wie ' in Ireisen der Bethlenprrtei verlautet, hauptsrechlich auf die Forderungen, die Un,Trn gegenüber Csterreich jetzt noch nach der Haager Konferenz gel­tend machen will.Ss handelt sich um Forderungen auf das"einstige gemem­same österreichi sch-ungarische Vermögen. Ungarn erhebtgrosse Ansprüche,die sich pnfangs auf 2 1/2 Milliárdén Goldkronen belief en.Von Seiten des friiheren Finanzminister Kienböck seien im Jahre 1927 200 Millionen Goldkro­nen angeboten worden.^ienn auch die Ungarn an ihrer Riesenforderung nicht festhalten,erklaeren sie, dass sie unter keinen Umstaenden auf ihre For­derungen verzichten wollen* lm Zusamnienhange mit dem Wiener Áufenthalt Bethlens und seinen Besprechungen mit dem Gesandten heisst es. dass der Letztere baldigst seinen Wior\er Pesten verlassen und die Leitung der Gesandtschaft in London" übernehmen wird. An seine Stelle würde der u esandte Rubido-Zichy treten.Ai-­dererseits'bemühe sich der frilhere Gesandte beim Vatikan,N-gy auch um díe­sen Posten* So weit die ungarische Gesandtschaft imformiert ist - Besand^er A ,: brdzy war zur Stunde nicht anwesend und konnte noch nichts von der Abend­meldung wissen- hat G"*af Bethlen keinen Aufenthalt in Wien genommen.Er sei auch nicht auf der unearischen Gespndtschaft gewesen.Das Ganzé ist laut Meinung der Gesandtscfíaft eine reine Kombination.

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