Bizalmas Értesítések 1928. február-december

1928-10-10 [1472]

Wien, lo.Október /Ung.Tel. -Korr.-Buroau../ L . • naCchst on Monat werden sich drei chomalige österreichi schc Offizicrc wegen Spionago zu Gunsten von Nachbarstaaten, ferner wegen Aktenfaelschung, Aktendiebstahl? und Betrugeí zu verantworten habén, uzw, der ehemaligc Oberstleutnant und Kadettenschullehrer Johann Hanika, dor Bankbcamtc und Kricgsoberlcutnant Roindl und der Reisonde und Kriegsleutnant-Rochnungsführer, sowie Nachrichtent Gffizicr Kurt Müller. . Die Saclie - wie seinerzeit berichtet wurde - ist im F:Mihjahr aufgekommen. Hanika wird zur Last gelegt, dass er aus dem österre i_.cn ischen Heeresministerium über Verlangen eines auslaendi schen Militaerattachés die neuesten geheimgehaltenen österreichischen Artillerieschiesstafel herausge­lockt habe. Reindl und Müller waren gleichfalls in Verbindung mit einem aus­laendischen Militaerattaché, der sich béreit erklaert habén soll, für wichti­ge. Aktén Geld zu zahlen. Reindl und Müller sollen dies dazu benutzt habén, dem betreffenden Militaerattaché Dokumente anzubieten und auch zum Teil zu übergeben, doch haetten sich diese Dokumente als gefaelsch$ herausgcstcllt. Ausserdem soll sich Reindl im August 1927 orbötig gemacht habcn» dem unga­rischen Hauptmann Franz Loskay und dom Major Ivan von Hegyi für Ungarn in Jugoslavion Spionagodienstc zu lcisten. Sie hatton,obenso wie der von innen cmpfohlcnc Oberstleutnant Hanika,Vorschüssc für ihre zugesagte Tactig­keit crhaltcn, jedoch ihre Versprechungen nicht erfüllt, Schliosslich wird auch Roindl des Aktondiebstahls im österreichi schen ITeeresministerium bo­schuldigt, . Nach dem Abend ist der betreffende Militaerattaché der tschcchoslowakischc Militaerattaché und loskay Obcrrcforont bei der ungari­schen Gosandtschaft in Wien , dem Reindl die Schiesstafein verkauft hábo.

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