Bizalmas Értesítések 1927. január-szeptember

1927-01-31 [1471]

Wien, 31.Januar, /üng.Tel.-Korr.-Bureau./ Der Abend bringt einen aus "^ Sopron datierten Bericht über die gestrigen Vorfaelle im Burgenland unter dem Titel "Der Überfall von Ungarn aus vorbereitet» und schreibt; Gestern abends kamen hier zwei Trupps österreichischer Frontkaempfer an, die offenbar in Zusammenhang mit den Vorfaellen in Somfalva hierher geflüchtet sind.Zuerst kam ein Trupp von 28 Mann, dann einer von 13 Mann. Auf dem Bahnhofe erwartete sie Graf Teleki, der Führer der ungarischen fascistischen Bewegung.Bs wird hier versichert, dass sich unter den Frontkaempfern eine Anzahl ungarischer Staatsbürger befand,welche vor zwei Wochen von hier ins BülTrgenland abgereist sind. Es besteht jetzt kein Zweifel mehr,dass die Schiesserei in Somfalva von den ungarischen Königsmachern 'im Vereine mit den Frontkaempfern von langer Hand vorbereitet wurde.In einer der letzten Sitzungen de± ungarischen Legitimisten ,welche in einem Orte in der Naehe Soprons stattfand,wurde ein Plan ausgearbeitet ,um eine neue Besetzung des Bur­genlandes durch die ungarischen Banden zu ermöglichen.Nach laengerer erregter Aussprache schlug Graf Teleki vor,man sollte im Burgenlandé Unruhen anstiften,um sich auf diese Art für die Besetzung die notige Grundlage zu schaffen.Es wurde beschlossen,durch die Frontkaempfer im Burgenkland planmaessige Wir.'- - ..zu erzeugen. 1 #etv W i e n , 31. Januar /Wng.Tel.Korr .BureauTbie Arbeiterzeitung schreibt im Zusairnnhange mit der Shhiessereft . in Somfalva [/Der gestrige feige und infEtme Mord darf nicht ungesühnt bleiben.Die *r"Ont­kaempfer sind die Traeger der magyarischen Irredenta.Mit dieser Morder­bande muss Schluss gemacht werden.Die Mörderorganisationen der Front ­kaempfer müssen unverzueglich : ", * . I aufgelöst werden.. _ - ­W i e n , 31. Januar./üng. Tel.-Korr.-Bureau./ In der Interpellation im niederösterreichischen Landtage über die Vorfaelle im Burgenlande wird ausgeführt ; Nach den Berichten der Gendarmeriekommandos bereiten sich die Ungarn auf einen neuen Einfall in österreichischem Gebiet vor.Bs wird nicht nur regulaere Militaer an die Grenze bewaffnet ,sondern auch die Zivilbevöl­kerung an der Grenze mit Waffen beteilt,um den Überfall auf Österreichisches Gebiet vorzubereiten.Die Frontkaempfer stehen zweifellos im Dienste der magyarischen Banditen,Nicht nur von Soppon,sondern auch von Wien aus bemüht man sich diese Bewegung mit allen Mitteln zu fördern. In der Begründung seines Antrages führt der' Antragsteller weiters aus,. er sei überzeugtes werde sich her ausstellen,dass die Waffen von un­garischer Seite geliefert wurden.Die Frontkämpfer seien Truppen der ungari­schen Regierung.Es seien Leute,die die Fahnen auf Halbmast gesetzt haben, weil dos besetzte Gebiet des ehemaligen Ungarns noch nicht zurückerobert sei, Leute,die nur Konflikte herbeiführen wollen,um der ungarischen Soldateska einen Anlass zum Einmärsche zu bieten. Der Interpellant spricht von drei Toten,

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