Bizalmas Értesítések 1926. március-június

1926-03-02 [1469]

/-/ P r a g , g.Maerz./^ng.Tel.-Korr.-Bureau./ Die Pragor pre3oe schreibt in ihrem Leitartikel über die Kundgebungen des Grafen Bethlen und des Ministers des Aeussern Walkc : Diw politisch bedeutsamere Kundgebung des Ministers Walkc v/oi3t' grundsae+zlich die tschechoslowakischerseits ausgestre ckte Hand nicht zu-. rück,wenn sie auch erklaert,das3 ein ernstes Einfrernehmen mit den kachbarn nur unter gewissen W rau^ssetzungen nöglich ist.Die von ihr aufgesteliten Voraussetzungen sínd naemlich nicht deraít ; dass sie ein Hindernis für eine Verstaendigung zwischen beiden üachbarn bilden könnten.Sie stclien Grundsaetze dar,defen B^otachtung ein selbstverstaendlicher &kxK±ks±i Bestandteil der Zriedensbedingungcn überhaupt ist und welche auch dio Tschechoslowakei ihreraeits jedem Staate auferlegt ,rait dem sie in bostimm­te Verhandlungen tritt.Waere fes daher mcglich,diesen Teil der Kundgebung des ungarischen Ministers des Aoucscrn als ^nzeichen einer richtigen Poli­tik nur zu begras sen, so kann andererseits leider nicht verschwiegen wer­den,dass die einleitenden Saetzc der naemliohen Kundgebung mit denon der Minister auf das UrtQil Benesch' über die Faelschungsaffaere und die poli­tische Orientierung//'aus der dio 'Affaere ents^anden ist,die Anzeichen eines klarei guten willens zu einem Übereinkommen abschwaechen. Minister Walko nimmt diesc Orientierung in Schutz,indem er 3ío als obcx Brgebnis der Friedensbedingungen bezeichnet.Welch.es Vertrauen kann man zu der Versicherung des Ministers w.alko über den Willen zu einer 7c r­staendigung habén ? Glaubt er,dass EX Respektierung der gegenseitigen Rechte,von der er als Voraussetzung für jede Verstaendigung spricht,nicht auch Loyalitaet gegenüber der TschechoaXo*á)C#Í und Aen ? T achbarn bezüglich der Verpflichtungen aus den Frioden3^e rtraegén bedeute,die ungarn reopek­tit-Ten muss,einerseíts deshalb,v/eíl es sie unterschrieben hat und auch deshalb,weil es Mitglied des Völkcrbundes ist ?* Letzten Bndes ist es gut,dass die öffentlichkeit nun weisa^/ao sie sich denken soll.Wenn die Kundgebung des tschechischen Minsters dco Aeussern Dr.3enesch zu diesen 3inbekenntnis geführt,so ist das bérelte ein gewisser Gewinn.Auch die Antwort des ungarischen Ministorprae3idcnten ist nicht dazu angetan,die Orientierung der Versta-adigung zu unterstützen von der Minister Walko spricht.3ic respekniert naemlich in keiner Wcise den Grundsatz der Befriedigung der gegensetigen interessen,setzt sich über die vom Minister Benesch erhobenen Fordé rungen nach Brweiterung der Unter­suchung über die Faelechung t3chechischer Banknoten derart leicht und obor­flaechlich hinweg,dass man nicht umhin kann anzunehmen,dass auch bei ihm eher die n aktik der ünterstützung und der Entschuldigung der Faelochor .als das Bestreben nach Schaffung von Voraussetzungen zu einer Verstaendigung mit den Fachbarn und speziell mit der Tschechoslowakei entscheiden. Die verantwortlichon Faktorén unserer Regierung werden Gclcgen­heit habén,die Antwort des ungarischen Ministerpraesidenten in der Angelo­genheit einer eingehenden Analyoe zu unterziehen,die zeigen wird,wie unbe­griindet der Vorgang eines Ausv/eiohens vor den Tatsachen und Zusanucnhaongen ist,den der ungarische Ministerpraeaident bisher gewaehlt hat.Die303 Vor­gehen mitzt der ungarischen Politik und ihren verantwortlichen Faktorén wenigerihnen eine ehrliche und, wirkliche "Srledigung der Affaero in ihrem ganzen Umfange,die Fael3chung der tschechischen Banknoten eingC3Chlcs sen,genützt haette. Die Antwort des Herm Ministerpraesidenten Bethlen und des Ilorm Ministere^j^ habén betraechtlich dic Ansohauung derjenigen erschüttert ,die bisher geglaubt hiben,dass dio ungarischen Regierungskreise nicht verant­wortlich sind und dies urasoméhr,als sie in einem Zeitpunkte erteilt vnirdc, da der Minderheitsbericht des ITntersuchungsausschusses an die öffentlich­keit kam. *> - - - /rfiafiere

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