Bizalmas Értesítések 1926. február
1926-02-20 [1468]
*! \ Q ' ?°; Fe 5 riiar- /Ung.Tel.-Korr.-Bureau./ Die Arbeiterzeitung, die schon wiederholt die Wiener Allgemeine Zeitung unter Angriffen auf ihren Herausgeber Korozeg der Brpressung beschuldigt hatto , wofur der Chefredakteur der Arbeiterzeitung ven der Allgemeinen Zeitung Verleumder genannt wurde, veröffontlicht hlute einen Brief des Praesidenten der niedercsterreíchischen Bskomptgesellschaft Kux wnrin von dem Besuch eines Redakteurs der Wiener Allgemeinen Zeitung'die MitteiÍn^ em ?fíL W1 íív d v r Auf \ tra S^ des Herausgeber| des Blattés das Ersuchén uberbracht habe, fur eine Voröffentlichung eines Frospektes der Q Í^\'á„ • A1 P 1Qe-Montan-aesolisehaft in Amerika kontrahierten Anleihe 3C0 Millicnen Krcnen für die Allgemeine Zeitung flüssig zu maohen. l^J G Z t 5 dea ?? s P raecne s sei dieser Betrag herabgesetzt wörden, Da2S£ f iÍ£Í í U í-?í' klaert V 2f der Alpinc-liontan-'leselllchaft Ruhe zu vereohaiien, 3 Millicnen Kronen zu zahlen. ^ v. D Í e .J iener Allgemeine Zeitung erwidert darauf, indem sie nach. drucklichst ihre Behauptung wiederholt, dass Austerlitz ein pemeiner ' Verleumder sei: ; • _ . Auf Grund eines Priratbriefes des ^roesídenten emes kapitalistischen Unteruehmens an den Chefredakteur einer sozialistischen Zeitung, dessen Inhalt inzwischen die vollstaendige Aufklaerung gefunden hat, und dessen Verőffentlichung einen echt Austerlitz'schen Vertrauensbruch darstcllt und auf Grund des gestohlenen \erwaltungsrat-Protokclls,das die Arbeiterzeitung heute veröffentlicht und in dem laengst bekannte Tatsachen enthalten sind, glaube Aust»r r I t TL seiQe ^ Ve fl e nmdungen eine J nterlage erbracht zu habén.Es handelt sich - schreibt das Blatt - um geschaeftliche Antraege an Industrie-oder Einanzuntérne nmen und die Wiener Allgemeine Zeitung,sowie das Extrablatt wird sich nicht abhaltcn lassen /a uch in Zukunft solcho Antraege zustellen, seferue diese gesetzlich:• • publizistisch und moralisch einwandfrei sind. Bürgerliche Zeitungén, die selbstverstaendlioh nur nach privatwirtschaftlichen Grundsaetzen geführt werden können, durfen anstaendige Geschaefto machen und den geschaeftlichen \ntrag unseres Verlages an eine Industríeunternehmung brauchen wir weder zu verneimlichen, ncch uns seiner zu ochaemen. Im vollen Bewussraein unserer Rechte und der Unstichhateltigkeit der Verleumdungen Austeríitz - schliesst das Blatt - überlassen wir die weiteren \ufklaerungen den zustaendtgen Stellen. Wien, 2C.Február. /Ung.Tol.-Korr,-Bureau./ Die Wiener Allgemeine Zeitung reproduziert einen Bericht der. Gazetta del Popolo. Danach hat Brzherzog Albrecht ersucht,im Wege eines früheren Botschafters der altén Mcnarchie am Quirinal und am Vatikán für seine ^laene Stimmung zu machen, er sei aber von Mussolini und von dem König nicht empfangen worden. Der Fapst hat den Botschafter empfangen und ihm gegenüber betont, dass • t Ungarn Ruho und Frieden brauche und dass der Brzherzog sich deshalb Verzicht auferlegen möge auf jede Ambition.