Bizalmas Értesítések 1926. február

1926-02-17 [1468]

Wien, 17.Február,/Ung.Tel.-Korr.-Bureau./ Alle Wiener 31aeb­ter beschaeftigen sich lebhaft mit Teleki und Vázsonyi.Die Reichspost sieht in der Verwickelung des Grafen Teleki in die Frankf aelscheraf f aero eine böse Wendung.G-ewiss - sagt das Blatt - bietet das keinen Anlass al­le s was in Ungarn Rang,Námen und Türde traegt.in Bausch und Bogén zu ver­daechtigen und zu verhören,aber Gráf Teleki eine der bedeutendsten Per­sönlichkeiten Ungarns im Einvomehmcn mit Windischgraetz und Nádosy J Dos bedeutet für Ungarn kaum einen geringeren Schlag als die Aufdeckung des Verbrechens selbst.Das Blatt oucht die Teilnahme des Grafen Teleki,dic natürlich nicht aus materiellen Grundén erfolgen konrte,psychologisch zu erklaeren.Die durch die Frledensbcstímmungen und die kommunistischo Ro­volution in Ungarn entstandene Atmosphaere habe auch den Grafen ""cleki vergiftet.Das ist ein schreckende3 Warnungssignal,sagt das Blatt,Wcnn ein ehemaliger Ministerpraesident und Völkerbunddelegeiérte einem gemeincn Verbreehen niohts anderes entgegenzubringen weiss.als schweigende Dulduug, dann ist ein Paeulnissprozess vorhanden,der sofőrt ausgebrannt werden muss.Bs war ein übhles Zeiohen,dns sozusagen als Antwort'auf die Gestacnd­nisse m elekis eic Paar Burschen ein Attentat auf Vázsonyi versuchten,Die­ser Abgeordnete und ehemalige Minister ist gewiss auch keine erfroulicho Brscheinung im ungarischen Lében und die geschickte Mache bei der politi­schen Auswertung des Frankfaelschungsskandals,faellt nicht zum geringoten . Teile auf sein Kontc.Darauf kommt e3 aber jetzt nicht an.Teleki hat den inneren und aeusseren Feinden der ungarischen -Kation ein furchtbaros Ar­gument geliefert und die Aufgabe Bethlens ist schwerer geworden,deno je. Sie ist nunmehr bei aeusserster Rücksichtslosigkeit gegen alle Schuldígon, Ha^bschuldigen und Mitwisser 30 zu lösen,dass Ungarn ohne tiefeingreifon­de moralische Schaeden aus dem Skandál herauskommt. Wien, 17.Február./Ung. T el.-Kcrr,-Bureau./ Die Neue Freio Presse bespricht in Leitartikel unter dem Titel "Héjjas für die Fr3ok­faelscher* das Attentat gégén Vázoonyi und sagt : Es ist vielleicht gut, dass dieses Attentat versucht worden ist.So.. etwas peitscht das Inter­essé auf und dieser Akt des Horrora,diese Aeusserung der furchtbaren Vcr­wegenheit verhindert,dass die F^ankfaelschungsaffaere in ein Hornborger Schiesse.n münde.wie etwa die Matteotti-Affaere in Italien, lm welteren Verlaufe bo3pridht das Blatt die Rede des Mini3tcrs Benes über die ungarische Angelcgcnheit und sagt : Diese Rede ist charak­teristisch für die Gefahr,die Ungarn bedroht.Sie baweist,dass man in Pr3g genau so streng über die Fael3chung denkt,wie in Paris.Der ungarische Mi­nisterpraesident bereitet sich vor,nach Genf zu fahren und es ist siohor, dass dies ein schwerer Kampf sein wird,dass er seine ganze taktischc Vir­tuositaet in die Wagschale werfen muss,um vor die Richter zu 3tohon. Deswegen kann das Attentat gegen Vázsonyi nicht streng genug geahndot wer­den.Der Skandál der Faelschufcgen erreichte mit dem gestrigen Attentat don Höhepunkt.Der G-ipfel des Banditensunpfes ist erklommen.Die Regierung mu3S ganze Arbeit mach'en.öin Aufv/aschen auf der ganzen Linie ,-^a.twírd dic Dank­barkeit der Nation den G-rafen Bethlen belohnen.

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