Bizalmas Értesítések 1926. január

1926-01-14 [1467]

Paris , 14.Január. /Havas./ Eoho de Paris gibt der Mei­nung Ausdruck, dass die ungarische Regierung eine Verantwortung in der Geldfaelschungsaffaere habé. Das Blatt betont insbesondere, dass beim Ausbruch des Skandals der französische Gesandte zu einer Drdihung greifen musste usy die ungarische Regierung aus ihrer Lethargie zu ziehén.Mini­sterpraesident Gráf Betalen sei im Scho sse seines eigenen Kabinetts < auf den lebhaftesten Wideretand gestosson. Die ungarische Polizei habe das Schloss in Sárospatak nur sehr unvollstaendig durchsucht und habe sich zurückgezogen,als die französi3chen Polizeibeamten ankamen. Erst dann seien interessante Bntdeckungen gemacht worden. Das Blatt haelt ei­ne eventuelle ouridische Intervention der Maechte für begründet. /UTKB./ \ i e n , 14.Január, /üng.Tel.-Korr.-Bureau./ In der naech­sten Sitzung des Nationalrates „' . w£rd€? von dem sozialde­mokratischen Abgebrdneten Dr.Eisler und Genossen eine Anfrage betreffend die Niederschlagung des Strafverfahrens gegen die ungarischen Banknoten­faelscher Mészáros und Genossen im Jahre 1921 í - durch die 03­terreichische'Regierung eingebracht. In der Anfrage heisst es; Die ungarischen Geldfael3Cher Dr.Július von Mészáros und Dr.Györffy habén im Jahre 1921 bei Graz eine Werkstaette zur Herstellung gefaelschter Banknoten errichtet und in Betrieb (geaetzt. Die Polizei ver­haftete im Juli 1921 einen Teil der Faelabherbande. Die ungarische Regie­rung soll nun damals bei der Bundesregicrung für die Verbrecher einge­schrítten sein. Tatsache ist jedenfalls, dass.die österreichische Regierung • beziehungaweiae die dafür zustaendigen Mitgigeder der Regierung bei dem Bundespraesidenten die Niederschlagung des Verfahrens beantragten und auch erwirkten. Dieser Gnadeakt soll von der Regierung deahalb gemacht worden sein, weil.Dr.Mészáros "und andere Beschuldigtex sich bei der Be­gehung der Straftat riicht von gewinnsüchtiger Abaicht leiten liesaen,über­diea der Schaden gutgemacht wurde und endlich verachiedene kaum überwind­liche Beweiaachwierigkeiten beatandon habén». Die Einstellung des Verfah­rens - heisst es weiter in der Anfrage - wegen eines derartigen Verbre­chena und mit ei.ner derartigen Begründung ist ausserordentlich auffallend, Die Interpellanten richten daher an die Buddesregierung die Fragen: ix 1. Ist es richtig, dass die Bundesregierung,beziehungsweiae der Bunde3­kanzler im Jahre 1921 die Niederschlagung des Strafverfahrens gegen dio ungarischen Banknotenfaelscher in Antrag gebracht hat? 2.Wer hat sich für die Niederschlagung des VerfAhren3 bei der Bundesregierung oder don vcr­antwortlichen Mitgliedern de^- Regierung verwendet? 3.Weshalb hat die Bun­desregierung beziehungsweise der Bundoskanzler die. Niederschlagung des Strafverfahrens beantragt? » Wien , 14,Január. A T ng.Tel.-Korr.-Bureau,/ Der Abend mol­det aus Budapest,dass beimprinzen Windicchgraetz der putschplan der Al­brechtkeute gefunden worden sei sammt zwei Ministeriisten,die eine für den Fali,dass die Ottopartei mitmacht,dle andere für den entgegengeaetzton Fali,

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