Bizalmas Értesítések 1926. január
1926-01-12 [1467]
/Fortsetzung des Artikels der Stunde./ Die Stunde befasst sich ausführlich mit dieser Verbalnote und finde't den Antrag der damaligen Staatsanwaltschaft für merkwürdig, doch sei es sicher, dass sie einen solchen Antrag nicht aus eigener Initiative gestellt hat. Das Blatt fragt,wie der Justizminister, beziehungsweise der Bundespraesident dazu gekommen sei, mit solchen Argumenten Geldfaelsoher zu begnadigen und freizulasseh und findet es befremdond, dass man die Fclgen dieser Rechtfertigung nicht bedacht habe. Als Anlass der Publikation dieser Verbalnote bezoichnet die Stunde eine Meldung do3 prager Regiérungsblattes ' *' lrt£ vom 5.Jaenner, wonach es denBindruck mache, dass in JfcLen der ungarische Eindruck zu staTk sei. Die Stunde bemerkt noch zu difser Verbalnote; v. . Hieraus erklaert sich, vwcn man in diesen Tagén da und dort so mi3strauisch nach Wien blickt. Windischgraetz und Nádosy könnten sich heute auf diese Verbalnote als ein Stück moralischen Freispruch berufen. Die Verbalnote d^r damaligen österreichischen Regierung - schliesst das Blatt - ist ein Dokument böser Verirrung. L o n d o B, 12, Január./üng, Tel.Korrbureau/ ^aily Telegraph behauptet, man haette Nfeádosy Galeg^heit^v^j^, vor der Verhaf-* tung Selbstmord zu begehen, ti*a er jedoeh in AnTTetracht aeinea Gswissens ablehnte. Gerb* aoll dam Blatté zufolge, ein inspiriertas Geataendnia abgelegt habén, um hiedurch höhere Peraönlichkaitan zu sc-hützen. Das Blatt veröffantli^ht waitera den inkriminiertan Artikel daa Vilé&^sowie die im Matin era~hienene Er&laerung das Gráfan-Josef Károlyi. £ gegaben Laut fontral News wurde Dr. Schwetz, der Sekretaar der Landea-Zentralkreditgenosaenstehaft wegen Faolaohung von Lire-Koten verhaftat. Aus aehnliohen Grundén wurde die Ausfoégung dgr Abgeordneten Ulain und Eckhardt vom Parlament verlangt. ifestminater Gazette veröffentliohí <} as Damenti des Uhg, Tal.Korr-Bureaus über die Verhaftung des Kabinattjchafs Bartha,des Schwiegersohnes des Raiohsverwesers Fáy, sowie Gombos und Prdnay, haalt jedoeh die Behauptung aufrecht, der Staats&nvialt habe ursprünglich auoh die Verhaftung das Grafen Teleki gefordert. Dem Blatté zufolge habe Ministerpraesident Bethlen eine parlamantarische Untersuchungcier Angelegenheit mit der Erklaerung rarweigert, dass f alls die Opposition an dieser Fordarung festhalte, der Reichsverweaer das Parlament auflöaen • würde. Ein hochgeatellter jugoslawischerBeamter, der in der '\ngelegnbeit der Notenfaelachungan in Budapest Srhebungen anstellen wollte, kehrte unverrichteter Dinge zurück, da ihm die Budapeater Polizei Hindernisse in den '»?eg legte.: , Jugoslawien werde dashalb amtlich intervenieren, Daily Teíegraph veröffentlicht ein Budapeater Telejromm q Jewdsh Telegraphic Agenaj, • ; . wonach in Budapeat Judenverfolgungebe^ fürchtet werden.Sokhardt "habe bareita Strassengalgen für die jüdischen Journalisten gefordert, die '• ien Skandel aufbauschten. Morning Post zufolge hat ddáfranzöaische Polizei ^>on dar Frankfaelachung sait laengerer Zeit Kenntnia gehabt durch ihr zuregangane: Informationen. Im Interview/ dea Manchester Guardian mit Apponyi heiast es am Schluaae, zwiachen Bethlen und dem Re'ichsverweser bastehen keine lifferenzen, wann jedoch Differenzen entstahan aollten, werde Bethlen der ataerkare aein.