Bizalmas Értesítések 1926. január
1926-01-09 [1467]
1 i e c , 8.Január. /Ung.Tel.-Korr.-Bureau,/ Die Stunde mai*, det, dass der Oberstadthauptmann Marinovich sich von Bethlent: Ermaechtigung - . zur ausserordentlichen Handhabung des pmunitáetsrechtes der Abgeordneten waehrend der Dauer der UntersuchungZ Die Polizei habe eine Liste von Abgeordneten zusammengestelit, derén Sinvernahme sich als dringend herausstellen soll, darunter der Rassenschüt*ler-Abgeordnete Hir. "7-t-'H^t. Die Stuuáe meldet aus Paris, dass man nach der Entlarvung des Prinzen Windischgraetz des grösstcn Feindes des Michael Károlyi ei • • ne Rehabilitierung Károlyi*s erwarte t ,ebenso den günstigen Einfluss auf den Gang des Prozesses seiner Frau Graefin Károlyi gegen dera amerikanischen Staatssekretaer Kellog, auf dessen Antrag ihr die Binreise nach Amerika verweigert wurde. /ife, Das Neue Wiener Abendblatt gibt unter dem Titel -tWachsende Misstimmung in Paris" eine Meldung de3 Matin wider. Danach bestandén zwischen den ungarischen Frankfaelschem und den deutschen Monarchisten die engsten Beziehungen. Im Fallo des Gelingens der Faelschungsaütion und eines reaktionaeren Putschos haette Österreich zwischen Bayern und Ungarn aufgeteilt werdcn sollen. Das Neue Wiener Abendblatt bezeichnet_jlen Matin dabei als das J2ejp;.chtipKte_^ensationsblatt. mr Aoena meTdet áüs~Fú3.apest, dass im"ge'strigén"Tabihett3rat über wichtige weitere Verhaftungen beraten worden sei, worüber heute entschieden werden soll. Unter don zu Verhaftenden zitiert das Blatt den Chof der Kabinéttskanzlei Bartha, Zoltán Fáy, den Schwiegersohn Horthy'3, dann Gecrg Prónay/ den Staatssekretaer im Ministerpraesidium. dann TJlain, Tibor Eckhardt und Andreas Podmaniczky, einen Ereund Bethlen's. Weiter laesst sich das Blatt melden, dass die letzten Faoden .der Angelegenheit in die Kabinettskanzlei Horthy's laufen und die Plaené^einer grossangolegten militaeriscnen Aktion zunaechst gegeo Österreich gipfelten. Das sei nicht nur durch die französi3chen Detektive, sondern auch durch Gestaendnisse der Verhafteten festgestellt worden. Das weitere Ziel der Frankfaelscher waure die Einanzierung ciner militaerischen Unternehmung gegen die Tschechoslowakei. Horthy sclbst, seine Kabinettskanzlei und die höchsten Offiziere im Einverstaendnis mit den Politikern haetten dio Angelegenheit geleitet. Mit den letzteren Plaenen seien auch Albrecht und seine Eltem einverstanden gewesen. Der Abend zitiert als Beweise für die Mitwissenschaft Horthy's an den Frankfaelschungsplaenen Aeusserungen aus dem Gestaendnis Nádosy's,welcher sagte, von den Faelschungen und dem Pláne sei ihm von viel höher gostellten persönlichkeiten Erwaehnung gemacht worden, von solohen Personen, derén patriotismus über jeden Zweifel erhaben sei. Der Abend meldet auch, dass der General^berkommandant Nagy vor kurzer Zeit wegen der Faelschung, die er nicht verhindern konnte, zurückgetréten sei. Die Stunde stellt fest, dass entgegen der Meldung eines Mergenblattes der Legitimista gr.Kasznár aus Budapest gelegentlich seines kurzlichen Wiener Aufentháltes auf eine Recherche der Budapester Polizei ziwar zum Wiener Sicherheitabureau vorgcladen und einvernomffien, aber nicht verhaftet,sondern nach seiner Einvernahme wieder entlassen wurde. § P á r is , január-8. /Magyar Távirati Iroda./ Bethlen István grófnak a Magyar Távirati Iroda utján közölt nyilatkozatát, hogy inkább lemond, ha nem deritheti ki teljesen az ügyet, a Figaro, a petit párisién, a Petit Journal és a Quotidien teljes egészében közlik.