Bizalmas Értesítések 1923. január-május
1923-02-25 [1460]
-—o / ^ ' J I V» i e n, 24.Február./Privatmeldung des UTüli/ Aussenminister Daruváry Ist heute in Wien eingetröffen und im Gebaude der ungarischen Gesandtschaft abgestiegen. Seine plötzliche Ankunft wuráe in poiitisohen Kreisen dahin gedeutet, daas der ungariache Aussenminister in einer politischen Funktion hier weile. Ba wurden béreit s vers ebied ene Kombinát ionén über den Zweck seines Wiener Aufenthaltes verbreitet. Von ungarische-ö^affiziösen Kreisen wird aber erklíirt, daas der J.usAfinmi-nisterein privát er Angelegenheií nach Wien gekOTnnteirse*!:. 3eih Wiener Aufenthalt gilt dem Beauche a einer Mutter. W i e n, 24.Februar./?rivatraeldung des UTKB/ Daa Achtubrblatt meldet: Terrorbanden der Erwaehenden Magyarén werden bereits zu einer Dandplage und es vergebt kaum ein Tag, wo diese Elemente der un- * garischen Regierung nicht die grössten aussenpolitischen Schwierigkeiten bereiten würden, Aua Prag kommt heute die überrasohende Meldung, dass die jüngsten Bandenattentate im Zussmmenhang mit der Budapester Bőmbensendung atehen. Das Blatt bringt nach dieser Einleitung folgende Meldung aus Prag: Am Anfang dieses Monates wurden an drei St ellen der a lova kischen Eisenbahnen Ekrasitbomben gelegt, die durch Zufall nicht ey^lo-t dierten. In Kaschau wurden zweimal kurz nacheinander Bombenatt entaee verübt und die Hnchforschungen ergaben, dass die Bőmben aus Ungarn eingeschmuggelt worden marén, Jetzt ist man zu dem Ergebnis gelangt, daas die in der Slovakei benützten Bőmben aus der gleichen Quelle stammen, wie diejenlgen, die dem Abgeordneten Rassay und dem Chefredakteur Miklós zugesandt wurden.Die Sachveratandigen habén ein üut-" achten erstattet, wonach es sich um Bőmben handelt, die im KrJtege in Wölleradorf erzeugt und nach dem Umsturz in grossen Mengejí von ungariechen Agenten angekauft wurden. Da auch bei dem Budapest er Attentasversuch ahnliche Bőmben benüt zt wurden und amöh bei dem Attentate im Bliaabethst&dter Kasino Bőmben dieaer.Art zür Verwendung geláhgten, ist der logische Zusammenhang zwischen diesem Anschlag undihren Vorgfingern gégében.Die Polizeí in Kaechau und Preasburg hat bereits 20 Peraonen in dieaer Angelegenheit verhaftet. ühter den Verhafteten, die eamtliah ungarieche Staatabürger aind, be finden sich acht Offiziere, ,di e ohne Paaa auf Schmuggelwegen die Grenze der Slovakéi übersohritten habén.Die Polizei hat Bevseise dafiir.dasa die Verhaf téten Bmisaáre der Ervjachenden Ungarn aind, w i e n , 24. iPebruar, /privátmeldung öe& U'i'Kü/ Die .áener Morgenzeit ung meldet: Wie vvir aus diplomát! a chen Kreisen erfahren, wird die rumanische regierung auf Grund der tírgebni&ae des -yukarester Prozeases gegen die Erwaohenden Magyarén energiache Intervention bei der Regierung Bethlen unternehmen. Der Bukarester Prozess hat bereita kiar erwiesen, dass die gedung enen Mord banditám Mitglieder der Budapest er Erwaohenden Magyarén sínd und von diesen den bprengatoff zur Ausführang des Attentates gegen das rumanische Königapaar erhalten habén. Die rumanische Regierung Wird die Forderung stellen, dass Ivan Héjjas, Etefan Friedrich und ihre Komplizen sofőrt verhaftet und unter Anklage gestellt werden. Dani t der Prozess in einwaíidfreier v/eise durchgeführt werde, aoller Dele* gierte der rumanischen Regierung bei dem Prozess ahwesend sein. Piese T,, orderungen werden in Bukarest bereits formuliert und es ist ausser Zweifei, dass auch die grosse:. Entente im Interessé der Rube in Kit tel euró na kiesés Verlangen unterstützen wird.