Bizalmas Értesítések 1921. szeptember

1921-09-27 [1448]

1921, szeptember 27. Wien, 27.September./Privatmeldung des UTKB/ Die Arbeiter-Zei­tung meldet: Die ungarisehen Banden habén dl e Stellungon am Spitalsberg und im Purscherwalde lm Absohnitte Bruok an der Leitha befestIgt. Die­se Stellungen sind von ungefánr 1000 Bandit en und regul&ren 3pldaten ba­setzt. Auoh in Pándorfalu soll en unter dem Kommandó Héjjas 4000 Soldatan und Banditen stehan,, Seít dem &0„dS;, wird in Sopron eine Bürgerwache aufgestelit, die sioh in Arai Kolonnán glledert.. In die erste Kolonne werden nur fieaerve~0f f Izia re aufgenoismen. In Sopron befinden sich der­zeit ttngafáhr ECÖO Frs.lschs.rler,, haaptsachlich Studenten aus Budapest t Kaposvár und Szombathely., Sie sind in ZiVil gekleidet, mit Qewehren und Handgranatea ausgferüstet, Vom Detacheítie-nt Ostenburg sind derzeit etwa 4-5000 Soldatén in Sopron, laUter Székiér-Freiwiliige* Aueh bei diesem Detachement sind elnige hundert HoohschíHer, die meistens ihre Milltar­Uniform tragen, söltweiso sich aber in ZIvil an Bandenunternehmungen be­teliigen. In Sorpon befindet sich Artillerie* Auf einer Böhe von S0P7 ron soll en drei Stück 24 cm Mörser in Stellung sóin.. O'stenburg erklAríe vor kurzem, er habe in Budapest den Auftrag erhalten, entweder abzudan­ken oder sich aus Westungarn zurückzuziéhen, Er nehme den Auftrag Jedoch nicht ernst, Sr werde V»'est ungarn keineswegs raumen, sondern Westungarr bis zura letzten Blutstropfem verteidigen, Bie in Sorpon liegenden For­mát ionén sollen wiederholt Hoclirufo suf König Kari und Ostenburg ausbrin­gen sowie die frühere Volkshyrane in ungarischer Spraohe abslngen. Im Zu­sammenhange mit der fteldung über einen geplanten Putsch der véreinigten Monarchisten Bayerns T Gsterreiohs und uagarns, wird von der betreffenden ungarisehen Propaganda fo Igen der Gedanke gebracht i Ungarn müsse sich deutsch orientieren und es w&re* für Ungarn ara bestén, als völlig autonomer Bundesátaat in Beutsohland aufzugehen„ Da Preussen für eine Monarchie noch nieh reif lat, müsae eine Monarchie Bayern-üsterre ich -Ungarn geschaffen wérden* Als Horrscher müsse nieht gerade König Kari In Betraeht komnan, es körme auch ein Sittel aha© he r seln. s Pari a; 27*1ja^temborr De* l'i-ups meldet aus Budapest: Die neue $ote der Botschafterkonf erenz hatte in Búdapást den lebitaftesten und tief­sten Eindruek ausgeübt .wenn sie nicht mit dem diplomát is oh en Tersuch, schwebencle Fragen zwiaóhen osterreich und Ungarn dureh "ein Konnromiss zu lösen, susammengefallon ware, lm Allgemeinan wurde man zufried'en sein, wenn diose diplomátiachen Bsmühungen zu dem Ergebnisse führen wurden.dass osterreich auf Sopron varaiohttt#»lan erklart aus gut untorrichtetan.X^rel­aen.daes ein derartiges Abkommen die Aalgában der Begisrang gegenftbar- d'en Banden, die jetzt die Herren des offiziell , a vakul érten featuagarne ^*s3, sehr érlel chtern und der Bogié rang: exmögliohen wurde, öle Banden zxm mer. dieses Gebietes In angamesaener frist - wenn nicht die Bötachaftarkán-* .ferenz eine Frist festsetzt- zu bewegen. Indessen sei áie Fr&ge sehr be­strittan, ob aich áie Insurgenten um dia Befehle und Bsriáihungen dar Regie­rung überhaupt kümmem•• werd©n.Eine kttrae B.ugucte, die der Korraapondent das íempa in den Kbuloirs der Hationalvarsamtaiung veranataltet hat ,erlanbt festzust ellen .dass di© Ansichton der ungarisehen politika r sehr ge telit sei en* Die maist en hattan sich flídfelnd ausgesprochan, selbst Optimistán hstten zngegabaá^dass die Aufgabe der Regierung sehr scbwierig und sehr peinlioh sei, Man wisse nichteinmal genau,ob allé Inaurgentengruppen gleiohí nks Ziele verfolgen, Aussordan kompllziere ö ie König afrage nerkwürdlg die ganze Angelegenheit, Man wisse,dass diese Fraga, um keinen Preis auf­gerollt werden dürfé, Bía sei aber doch infolge unterschiedliohen^r.eibereiéi der Legitimistán ein A.lpdruck, der auf Allén lastet B Zu gleicher ?!eit be­gin nt eine saltsame Auffassung der Lage sich der öffentlichkeit zu bemaeeh­tigen. Man vertrete mit grosser Bereitwilligkeit den ganz falsclien Stand* punkt,dass nicht die diplomatiechen Bamühungen der Maechte, sondern der militarische Druck der Banden Osterreich dazu veranlassen werden; ein Kom— promiss íinzunehraen und natürlioh folgere man daniara,dass die Banden einer, patriotischen Sache dienen t 3a man sage sich bereits.ob nicht ein ahnliohea Vorgehan gegebenenfalls anderswo Aussicht auf Erfoíg biata und man begegne seit zehn Tagén tollsten Projekten, so dass man den hofhen ungarisehen Funktlonar beipflichten muss.der aines Tagee im Gegenwart des Korrespon­ten des Temps gestEind,dass seine Landsleute leider von Illusionen und nicht von ffirkliohkeit lében. AJTKB. / 1

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