Bizalmas Értesítések 1921. szeptember
1921-09-26 [1448]
W i e n, 26. September, / Privatmeldung des UTKB/ lm heutJgen Leltartikel sohraibt die Seue fraie Presse: Verhandlungen über irgend eine Lösung, bel welcher wir ia der einen oder anderen Fora Zugé at&ndnisse maehen sollen, tőimen kéinen Sinn habén, so lange man nicht * el se, woran man mit üngarn ist. In der Antwort an Dr, Benes^hat die Begierung in Budapest sich béreit erkia.it, unter beatimmten Garantien, die Rtumung vorzuhehmen. In der lote an die Bntente versichert 'dieselbe Begierung, daas sí© eine B&umung nicht durchausetzen vermöge, Das sind Widersprüche, die nebenei nander nicht bestehen können, *?ir luaen ben te die Erklarungan das früheren Miniatera Priedrieh und des Abge ordneten Lingauer und auch andere Kundgebungen der Bandenführer zeTgan deutlich, dass die gégenwaertigen Harren von Westungarn nicfrs darán denken, sich irgend Jemandem zu fügén* Die frage ist alsó tawsaonliob die wie dieser innerungariache Kampf sich eatsohaiden wird, indám sich ietzt der groaae Wettatreit zwischen den zwei Bichtungen, die Kraftprobe zwiseben den Ligitimlsten und ihren Gegnern abspielt.In Wahrheit wird man Ungara aelbst den grössten Dienat erwelsen, wenn man die Entwaífnung der Banden verlangt* Ss ware woaltatige Entwiokelung* wenn Ungarn zugi el<fc mit dem Prieden nach Ausaen den inneren Prieden fande und sich von der Last der unverantwortlichen Unruhestifter freimaehea kCnatt,Savié* ist es vor allém nötig, dass man KLarheit in die Haltung dar Budapester Begierung kommá und dasa die T?ktik der Verzögeroag, doa linhaltens und der aaÉxa* Doppelaüngigkeit sich nicht noch mehr verstaerke* Aber anderer3eits mus s geaagt werden, dass auch von Seite dar Machbe eine Klarung unbedingt erfolge und dass die dlplomatische Aktion, die heute voll von "íiederaprüchen ist eine endliche Koordination erfahren muss denn in diesem Augenbliek verdén, wie es schoint, ganz unabhangig vonelnander, drei Wege begangen. őir 8ehen auf der elner Seite ein feserliche8 ultimátum » dass naoh langen Diskussionen zustande gekommen ist und die strlkte AusfUhrung der Priedensvertrage fordrt, wir seben auf der anderen Seite Italieniacha Vorschlage, derén Inhalt nicht genau bekannt let, die aber den Vertragén , wenigsten den Sinna naoh, kelnes wegs mehr genau entaprechen und sohliesslioh babén wir drittens die ungarischen Propositionen, die Gráf Szapáxy dem Dr. Benes übergeben babén aoll und die der tscbeehiscbe Minister des Aeuasereh am Preitag dem Bundeskanzler mitgetsilt hat a Yon Anfang an habén sowohl die Maeohte als auch die Wiener Regierang in der diplomatischen Vorbereltung der Weetungarischan Prage ganzlich versagt und nunatehen wird, vShrend die Krise immer ernster vrird, vor élnem vollkommenen Durcheinander, vor einem diplomatischen Geschiebe und Gerölle, die sich erst ebsen muss, wenn man zu einem Brfolg kommen will, Es lat klar, dass dieae Sntwieklung nicht möglich gewasen ware, wenn nicht die Entente selbst #Lch dn einem so krlsehhafien austand befande und ein solebes BilÖ der Zerfahrenheit böte., * 1 e n, 26,September, / Privatmeldung des Ü2ZB/ Per Ahond achreibt in Bespreekung der westungarischen Pragaj Der ungarische *oraehlag dürfte eine amtliche Ablehnung erfahren,, Be ist kaum anzunehmen, daas Dr, Benes der österreichiachen Begierung den Sat erteilt hutte, auf den Vorsehlag einzugehen. Eina friedliche ^inigung auf dieser Grund* lage würde Ja nur die Polge habán, dass die Stellung der ungarischen Begierung ungemein gefeetigt würde und diea lage unbedingt nicht im Interessé irgend eine a der aitteleurppalsohen denokratischen Staaten. Wien, 26»3epteraber, / Privát meldung des 512KB/ Wie dem Abend von unterrichteter Seite erklfirt wird, steht die osterreichisehe Begierung auf dem Stand punk t k dass Verhandlungen überhaupt nur dana möglich waren, wenn erstena die ungarische Begiarung genügende Sicberheiten nleten könnte, dass sie v?irkliah die Abaicht habe, die w est ungarische ?r^e ia Sinne der Pri edensv ertr&ge zu erledigen und venn zveitens das ungarische Heer den Pri e denevért ragén gemass entwaffnet würde. Bezüglioh Soproné selbst ware die osterreichisehe Begierung geneigt, die Entscheidung über das Schicksal dieser Stadt ©iner nach der Ubergábe vorzunebmenden VolksAb8timmung in Sopron zu überlaaaen. Man darf aanehiaen, dass es der ungarischen Begierung mit allén ihren Vermittlungsvorschlagen nicht árast Ist, sondern dass sie nur dia Absioht hat, die S a che zu versohleppen. An den österreichiachen ml^tlit&ríachen Stellen wird die Lage sehr ernst be urteiit* Die Srafte, die österreichischeraeits zum Schutze der Grenzen berait stchen, sind verhaltníamaesig schwaoh und heute schon den Banden uaterlegen.In kurzer Zeit werden wir auf der ungarischen Seite eisa geschlossena, gegen österreieh gerlobtete Pront habén. ^ e n « 2S »September4!eldu«g des -Bericfat erstatters des UTKB/ Dia Arbeit erzeitung achreibt: Zu d er Int erp el lat Ion des Legltimisten Stefan Bakovszky, die er Samstsg in der ungari8chen Bationalversamalung eingebracht hat, möchten wir darauf hinwei8en.daas man aus der vom Ministerpra8identen ohne Widerspruoh hingenommanen .DarstellUMr aer Breignisae entnehmen kann t welchen Glsuben überhaupt die Bachrloh í!S«2 1 ^ ar r i T Sch9n ^olegrapheckorrespondenzbureaus verdienen und Wel«che Angst In üngarn vor der Preiheit der Presse berrsoht. Von der Zen| Ur vw r L sef0rd0 ? t » daaa sie nicht aur die Überprüfu^ gewisaer taSS%^aralbr:S^ Ch ™ ^ -rfber díe' ZeiWien, Bö.SeptemberyMaldung des Berichterstatters des üTiTB/ Das Acht uhr Blatt achreibt: Wie nunmehr feetgeetellt wurde planen die ungarischen Truppén einen Angriff auf Burgau und Beudau.Abgesehen von der in diesem Baume beobaebteten regen Bandeabevegung ist in dem gegea überliegende. Orte 3tegerbach eine Militaerabteilu-íg erscblenen, die ttnterkunft und Verpflegung für 50 Offiaiere und mehr ere hundort Mann aslcherte, übenso wird die Bevölkerung in diesem ümkreis zur Abgabe von Lenen amit tel und Keklaidtim? c«n«t1^t. V \