Bizalmas Értesítések 1921. szeptember

1921-09-25 [1448]

i i « n , SS, September - Die Politieché .ií.orr;iSipon3enz aohrelot: Dio 3itturigerí* íee áussehusses für Aeasserea habon eine eingehente ErSrterung der Situation gebracht, wie sie durch die Entwicklung der westungnrischen Prage und der jüngsten Ereignisse geboten war. Entschliessungen im Sinne von Antragén an die Hegierung als den verantwortllohen faktor der 5sterreichischen Aussenpolltik konnten aus dem .Grundé nicht gefasst verd e n, da die Hegierung sich mehreren Mögllchkeiten gegenüber gestellt sieht daren Kntvioklung zur Stunde nock nicht abgesehen werdan kann, Bekanrttlich hat die ungariaóhe fiogiorung an eine Bntentegross­macht ein Ansueken gerichtet, das auf Verkandlungen mit be stimmter jJrundláge hinzielt, Kurz darauf und be vor noch die öst erreichisehe ' Hnffiwjnníijt AJI der Lage war, zu dieser ihr übermitt elt en Anrearung Stellung zu nehnien, hat sie durch Vermittlung des tFebj»chir.ck?n­Mlnister des Aeusseren Dr c Benes von"einer weitereh fcEiil! Ml ungarischen Regierung Kenntnis erhalten^Bestíltlgt sich ferner eine von Paris kommende Nachrioht, nach der die ungarische Regierung der Botsokafterkonferenz Mltteilung gemaoht hatte, sie könne mit Sücksickt auf die lnnerpólit ischen Verhaltnisae in Ungarn Westun­gnnr nieht abtréten und ersuche um Entaendung einer Bntentemlssicn nach Westuigarn, so wird unwillkürllch die Prage aufgeworfen, warum die urgarische Regierung nicht zunachst den Krfolg des von ihr zuerst unternommenen Schrittos abgewartet habe, Einer welterge­hoide Betrachtung der unhaltbaren Zustande lm Burgenlandé muss dle Prage nach dem Wert und Krfolg eines etwaigen Entgegenkommons nmsomehr aufwerfen als es noch garnicht feetsteht ob die ungari sohe Hegierung heute nooh die Macht und den Kinfluss besitzt der bis vor kurzem goduldeten Bandenbowegung im wirklich wirksamer­weise den Boden zu entziehen Insolange heute bewaffnete und vor aüglioh ausgerüstete Banden auf burgenlandischem Boden hausen.die dortige Bevölkerung drangsalierend und in dem mit Waffen offenbar nooh relohlioh versehenen Ungarn eine Operationsbasis finden und Selbst die líiederöaterrőlchischen und Steierlschen Grenzgebiete überfallen, würde jedes Opfer österreichs vergeblich sein.Erst rsüssan dem entwaffenten üsterreioh, das loval die Vertragé halt ajuatsprechende Garantien des ruhlgen Beaitzes des Burgenlandes ge­boten sein.Die österreiohische R egierung hat bei der gégenw&rtigen Situation zunaohst abzuwarten, in weleher Richtung eine von Oster reich aelb8t nicht angebahnte diplomát is eke Lage sich entwickeln verde, Damit will abor keineswegs gesagt sóin,, dass österreich sich auf die Rolle eines paasiven Susehers beschrfinkt sondom es wird auch weiterhin alle Kittel in Bewegung setzen, um eine Klft­rung der Situation herbeizuführon, wobei über die Reoht3lage kein 2 vei fel beatében kannJ für die zur Durch fühxung der Friedensver­trage und zur Wahrung des Priedens borufenen Faktorén muss aus der ganzen Entwiaklung dor Saohlage 3ie zwingende Brkenntnis kom­men^daca ein-neuerliehor 3oitverlust nicht nur die Wastungari­-eohs Prage selbst weitervarwickelnj sondern dass dio 3e facto Aus serkraftsetzung vichtiger Bestimmungen der Friedensvertrege auch atark über das Burgenland hinausgehende Ersohütterungen eines kauro notaürftig gesichert en Friedena br ingen muss, /UTKB., / * T^iM^K^ f 1 e n .2 5. September ,/Privatmelaung des UTKB/Die Meue Preie Presse meldet aus Pragj Anlaesslich des ungarischen »ernüttlungsan3u­chena in der Prage Westmngarna stellte sich Mlnister Dr» Benesck auf den unbedingten Standpunkt des Prledensver rages und auf den Stand­ounkt der 2ulaessigkeit eines örtlichen Ausgleichs awischen den beidéi "achbarstaaten'der auck im Interessé Tscheohiens 1 lege,Die Ungarn ve láng en für die Raetasung eine Reihe von Konzessionen,d arunter aucfc. f ie Hauptstadt SopjroM, Es ist nun aber auch möglich: dass das Ultimátum er Entente..das gestern eingelangt ist und die unbeáingte Raeuraung lestungarns fordert, die westungarische Prage neuerlinga kompüzieren wird„ Die bisherigai ^erhandiungen tragsn nur proviaori seben Ckaraktei und nun f wenn beidé Gegner xx& mit den Ausgleich auf der Hamburger Grundinge einverstanden -sind* wird Dr„ *enesoh seine Venaittlerrolle durchführen. Man glaubt, dass die Grosamaeckte dieae Lőaung annahmen werden? Wie n , 25. September./Parlvatmeldung des UlKB/bie Keue Preie Presse meldet aus Prag:Das Organ der tscheo hi sohen freian Sozial laton meldet, dass das Prager 88, Infanterieregiment hanté aus Prag mit vol­ler Ausrüstung abgegengen seil? V» 1 e n , 25, ^eptember* /Prlvatmeldung des UlKB/ Das Neue Wiener Journal kringt die M eldungen des UTKB über den Revo 1 verattentat gegen Rakovszky sowia über die Einfukrbewilligungsaffaire in Budapest^ Wien, 25. Septasiser. /Privatmeldung des UTKB/Das líeue Wiener Journal meldet; Yorgestvrn abend griff eine etra 30 Mann atarka unga­rische Banda unsere Sicherungstruppen bei Lefing nOrdlich von Hartler* an« laoh kurzem unblttiíren Kampfe wurden sie über die Grenze zurüekí?e­worfen. W & e n | 25„ »eptember., /Privatmeldung des UTKB/ Die Arbeiter­zeitung schreibt unter dom Ti tel "Habsburg trinkt Blot*s Die magyar! ­schen Karlisten, die seit ZVÍO! <*ahren das ungarisolM Proletaria* mor­dan, aie rüsten zu eineo blutggen Xriag; der auf den Trümmem der jun­gen Republlkea Habsburgé Reiok wioder aufriohten sollj Die wastungari­3che Grenze ist ihr blutgetraenkt e3 Manöverfeld, ,Ver vili nach soleheer Erxáhrungen 9 ' wie wir suletzt erlebt habon S neoh den diploma ti schesa Verhandlungen dleses blutlgen Monatea^die die ganze Kompetenz der Kn­terile-LIplomatie dargetan haben s von der Entente noch eine Tat orwar­ten? Die karliatiscke Bedrohung schafft zwi schen uns und don Int éres­sen Tachechions und Jugoslaviens Gémeinsamkeit $ Der Au33chusa fúr Aeusseres konnte sich bisker für eine Politik der repuklikanisehea Interessangemeinschaft mit *scheckien gegen Horthy und Habsburg nickt entschliessen, Die Christlieksozialen wolleÁ für den einzJo-en We*"der S^g&rígen werden kann^ nickt stimmen^ In sich uneinig unc'gespalten eind aie überhaupt niaht mehr im Standeeinen Wag z\. wcisen*Auf dea Bundoskanzler laate ietzt die ganze v erantwortuag„ Waa DeiAsohÖater­reioh tun mos a kann für niemandan, den nioht achwarzgelba Sympatk'ien lenkon, zweifeljínft eein^ Der einzlge, dar no.wendige Weg 'uss ee­E gea werden^ wenn Habsburg nioht neue Ströae von Blut trinken aolli die Interaasengene inackaft der befreiten Völker gegen die Landa­chte Habsburga kann den Priedan retten und das Eeoht zum Sioare fjhren» ^

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