Bizalmas Értesítések 1921. augusztus

1921-08-30 [1447]

W len, 29 .August „/PrivatmelL dong des UTKB/ Der Abend schreibt: Angeaiohts des vergossenen Biutes ist ea notwendig die Cieslnnung su bewahren. 7/ir iuUssen uns fragén was nun gesche­hen soll und die Antwort acheint uns vollkommen klar zu 3ein„ Kein Gedanke an Bache, kainer an Gewalt, Die Begierung hat sofőrt die ganae bewaffnete Mac Bt aus deci Burgenlandé zurückzusiehen und nicht zu warten bis weiter totgesohossen wird, Es ist cin furchterlioher Pehler und ein Verbreehen ohnegleichen, wenn sio sich darauf einliesse, das öaschSnk dar Entente mit Gawalt zu ho­len. Die Entente hat erkl&rt , dasa sie, nicht Ungarn, uns das Bur­genland am 29„August übergeben wird. Ihre Saohe ist es, dieses Ver­spreehen ausaufUhren. Damit ist natürlich noch lange nicht gesagt, dass diese unglückselige Beamtenregie rang wirklioh so hand ein wird. Eine Regierung, dia imstanda ist, heute Freudenflaggen aussuhangen, ist moglieherwelse auch imstanda, politicchen Ehrgeiz zu habén, wie die Habeburger, will vielleicht auch sie als Wehrer des %loae* ge~ priesen werden, Bach Üdenburg wird man ohne Kompi gegen die Osten­burg-und Héjjas-Banden nicht sobald kőimen und glaubt ein vernünftiger i-iensch, dass sich die Entente zu einem solohen Kampfa einigen wird? Die Entente, die in bezúg auf Ungarn offensichtlich ebenso gespalten ist, wie hinsichtlich Oberschlesiens und jeder anderen politiachen Angelegenheit ? Glaubt man, dass die Franzosen inre Gönnerschaft ver­leugnen und gegen ihre ungarisehen Preunde in den Kampf ziehen werden? Es ist nicht unmöglich, dass die Tsohon und die Jugoslaven findon könnten, wichtige Intereséén nötigen sie einzuachreiten, Ihnen würde es sioher gelingen, ftest ungarn ven den Horthy-und Bethlenbanden zu befreien, Für erheblich weniger sicher haltén wir, ob sie- nicht?? Eiligeres zu tun hütten, als das von ihnen befreite ünp-arn, das Ge­sohenk dér Entente, uns zuzustellen. Man hat es seit dem Susammenbruch schon erlebt, dass der Grundsatz n Hier bin ich nun einma, hier bleibe ich" politisches Gesetz wurde. Wi e H, 29.August./PrivatmoIdung des UTKB/ Dem Abend wird im Ministerium des Aunseren über den Standpunkt der Österreiohi­schen Hegieru-ng mitgeteilt: Die SícfTr-urigen gehen unbedíngt von lan­deaframden Personen aus. lían kann n&eh allédem, vas man hört, von einem von Budapest aus ge lei téten Putsch sprechen, W i e n'; 29. August. Nach Meldung der Korrespondens Weiss aus Wiener Neustadt fuhr gestern Landtagsabgeordne ter Pechalj. mit seinem Sohn > Bezirksfzommissaer der Wiener Neustadter Be­sirkshauptmannschaft HochsteJtterund Direktor Hamburg von den Daimisr-Werken im Autó nach Sopron', um die Situation zuüberbli cken.Hochstatter kehrte alléin nach Wiener-Neustadt surück und berichtete. dass das Ato von TérrértiSttenaufgehalten und saemmtltche Insassén verhaft et und internisrt wurden. Im selbst sei es gelungen su entkomméfii Wie die ParlamentkorresDondens dasu meldet\ hat Ab­geordneter Dr. Schürff an Bund'eskanzler Schober ein Schrei­ben gerichtet, morin er von der Gefangennahme des Landtag­qbgeordneten Pechall und seines Sohnes Mitte ilung macht und im Auftrag der t Grossdeutschen -Yolkspartei an den Bundes­karnisr das dnngende Krsuchen stelit, bei der unqarischen Regierung Vorsjellungen gegen diesen unerhőrten Willkarakt erheben und die Freils sung der Genannten su fordern^ % Wie die Korrespondens Weiss meldet, wurds der öster­reichischen Gendarmerie in allén Orten Westunaarns durch sie die Zog ein herslicher Emofang bérei tet. ftJTKBf «•> m* mtm mm f i e n, 29„August. Wie die Korrespondenz Herzog aus Wiener Neustadt meldet, wnrde in Sanct-Margarétán im Burgenlandé der Wiener ohrlatlich-aoziale parteiaekretaer Schneider von einer ungarisenen irregnlaaren Bande gefangen und in einem walde kurzerhand eraehossen. Sinige endere Wiener ehriatlich-3oziale t daranter Ahgeordneter Uataje» entgingen in Margarétán nur durch Zufall der Gefangennahme.Mehrere őster reiohisoha Gendarmerieposten„ ferner mehrere Prigatpersonen aus Wiener Neustadt wurden von den Ungarn versenleppt. Die ArbeLterschaft in Wie­ner Benstadt and Baden var láng t wegen diesen Yorf aellan die Anaweisang der dort iebenden Uogarno /UTKB/ Wien, 29*August. Gegenüber von ungarlseher Seite verbreite­ten Meldung en, nach denen in dem von österreiohxtibernommenen Gebieten kommunistisene Agitátorén taetig sein, erfaehrt das Telegrapfahakorres pondenzbureeu von zustaendiger Seite» dass diesea Nachrioht auf offen­sichtlichen Tendenzen beruUen und je ;er Bogründing entbehreru/UTKB/ Wiener Beaati»dt« 29^Auguat. Gest ern wu rde von der osterreichischai Gandarmen9dj . Eiseastadt/ Kis -Marton/ erreioht* Die Bevölkerung nahoi den Einmarsch mit grossan\Jubel und aufrichtiger Freudé auf % zumal in den letzten Tagén durch Sequisitionén und Gewalt­taten belaastigt wurde und dia saterreichar dahar als Befreier begrüsate. /UTKB/ W i e n, S9.August ./Privátmoldung des UTKB/ Dio Heue Freie Presse meldet aus Wiener-Heustadt: Aus Sopron kommt die Holdung, dass Ober­leutnant Hójjas höute eine Aufforderung plakátieren liess, dass sich s£mtliche Llanner bis zum 45„lebensjahre sofőrt bei ihm zu melden ha­bén, W i e n, 29. August./Zriv&t meldung des UTKB/ Der Abend schreibt: Der Wiener Beriehterstatter des Daily Herald meldet seinem Blatté; Umaittelbar vor dem Binzug der Ungarn in Pünfkirchen, ubergab Oberst űosset der britische Beauftragte, dem Sekret&r des Bürgerir^istore ein Verzeichnis von S4 Personen, die durch Horthys weisse Banden be­sorders zur Best rafuns vo rgemerkt waron. Allén 34 gelang ee , zu ent­kommen Oberst Gosset hatte bekanutlich seinerzeit vom ungarisehen Líini sterprasi denten Bethlen die Kittéilung erhalten , dass die unga­ri3ohe E^ierung eine Liste jcnsr Personen habé, di e s ich besonders als Gegner Ungarns betatigt Imben. Állon Anscheine nach handelt es * iich um diese Liste, , A>

Next

/
Thumbnails
Contents