Bizalmas Értesítések 1921. július

1921-07-23 [1446]

IS i e a , 23. Juli. /privts tan Hong dea UVIJj/ Dem Neuen Liener Journal wird von einen es l?gentHohen Mitarbeiter ia paris un­ter dara Titel: •'Ungarisches Stirn .lungaaohen in Paria" unter Anderem geachrieben: Bei der Prüfung verschiedener französischer Blaetter­atimaen in der ungarischen Angelegenheit tia muss auch dem unbefange­nen Btobaohttr llfjlf lllim««!? in der letzten Zeit aufgefallen aein, dasa mehrere Blaetter, die bia dahin eine gegen Ungern ziemlich küh­ít Haltung eingenommen hatten, plötzlich aehr warme Töne für Siesta Land anschlüge*. Biese eigentümliche ITendung der Gefühle findet sei­ne Brkla erung darin, dasa der' ungarische Presaeapparat in Paria in letzter Zeit mit vollem Ho ohdridekge arbeit et hat. Der Verfasser achil­dert dann die Organisation der ungarischen Pressepmpagan'ia im Aus­lände, die von einem Herrn Adorján geleitet wird, Jötr eigentliche Führer der ungarischen Propaganda se^ der derzeitige Praeaident der Ungarischen Abordnung bei 3er Prie denadelegaticn in Paris, Herr von Pra2novszky, der einen Stab von 27 Journalisten für seine Zwecke verwendet. Der Gewaehramann dea Blattes behauptet, ta sei ihm bekannt, dass in den letzten Wochen ein Betrag von über anderthalb Millionen französischer Frank von der ungarischen Propaganda in Paria zur Be­arbeitung der französischen Öffentlichkeit aufgewendet worden ist. W i e n ,23 „Juli./IT ivatmeidung des UTKB/ Die Arbeiter­zeitung beschaeftigt sich mit den gestrigen Gerüchten ,über die Abreise des Königs Karl nach Tr ngarn und schreibt im Leitartikel unter anderem-. Glaubt es denn ein einziger Mensch in der Welt, dass Ungarn»dessen Geschichte Jahrhunderte hindurch zum grossen Teil aus dem Kampfe gegen" Habsburger best and , dessen ganzen iNationalgefühl aus dem hadse gegen ft Habsburger und gegen das hnbsburgmtisehe Wien bestand,dass nun dieses Ungarn* zu einem, schwarz-gel ben Land geworden ist*-Es gibt so wenig ein schwarz­g?lbes Ungarn,wie es ein schwarz ^gelbes Österreich gibt und nicht einmal das weissgardistisohe Ungarn will von der Restanra­tion der Habsburger etwas wissen „Eine Habsburg Restaixr»u tion gehört sogar in Ungarn in das Reich öes Unmöglichen t; J"e unmögliche» x aber . sie sowohl international als auch innenpolitisch wird,umso wahrscheinlicher scheint 'es,dass der Versuch doch noch e in mal gemacht wird t , Diese Unruhe kann nur gebannt werden.wenn der Traeger aller die ser Machenschaften und Treibereien aus der Naehe des Brandherdes vertrieben wird 6 Ausser der Schweiz gibt es noch viele andere gastliche Republiken in der Welt* und Bolivien oder Argentinien möchte der geplagten europaeischen Welt einen grossen Dienst erweisen ,wenn sie dazu die Hand böten, diesen Intriguen einmal ein Ziel zu setzen 6 W i e n ,23„Juli./Privatmeloung des UTKB/ Das Neue Wiener Journal teilt mit,dass die österreichischen Behörden, gestern auf Grund dér hier ein^etroffenen Gerüchte von der Abreise des König» Karls aus der Schweiz,alle Massnahmen getroffen Äatten : '• um eine Durchreise durch österreichisches Gebiet zu verhindern. Zu diesem Zwecke wurde die Grenzkontrolle au serordentlich ge­schaerft.ebenso die Überwachung der Bahnhöfe und schiffStationen , Auch war vorgesehen , alle ankommenden Reisenden einer Kontrolle zu unterziehen,Die Wiener Polizei hatte ihr besonderes Augenmerk einer Reihe von Personen zugewendet ,von denen es bekannt ist, dass sie mit dem Kaiser und mit seiner Umgebung Beziehungen # unterhalten » < P r a g, 23 .Juli „in der gestrigen Sitzung des sozial«, politischen Ausschusses í des Abgeórdngtenhausés wurd e die Verhandlung des Befriebsraetegesetzes/welches die sozialis­tischen partéién noch in der Sommersessicn erledigt haben wollen,von bürgerlicher Seite obstruiert-Nach stürmischen Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der tschechi ­öcKen bürgerlichen Parteien undVertretern der tschechischen Sozialdemokraten musste die Sitzung geschlossen werden«/UTKB L o n d o n ,23.Juli cWie das ^euterbureau erfaehrt, hat die englische Regierung auf ihre Anfrage bei dér schwei­zerischen Regierung die Auskunft erhalten,dass Exkaiser Karl strenge bewacht wird und dass es nicht wahrscheinlich sei,dass er aéinen früheren Streich wiederholen werde« Die diesbezüglich aus Budapest verbreiteten Gerüchte stammen wahrscheinlich aus monarchistischen Kreisen,die ein Interesse an dem Widerstände gegen die Abtretung der westungarischen Bezirke an Osterreich haben«/UTKB/

Next

/
Thumbnails
Contents