Bizalmas Értesítések 1921. július
1921-07-22 [1446]
Ei« a, 22. Juli, /privat m i düng des UTKB/ Das Neu« Achtuhrblatt schreibt, o&as die Meidung der Daily Mail, dass sich König Karl .ans dar Schweiz auf die Reise nach Ungarn begeben habe, vird in allen interessierten Liener kreisen mit Unglauben aufgenommen und -nsrgisch dementiert^ Diese Nachricht findet umso weniger Glauben, als Ministerpräsident Briaad im französischen Senat ausdricklich darauf hingewiesen hat, dass Ungern aus dem Trianoner Vertrag n.ch «in brauchbares Instrument werde machen könne n* Voraus set zung sei allerdings, dass die KatwL cklnng Ungarns nicht durch die Rückberufung der Habsburger gehemmt werde]) s4 xcn^et^a« ^¿01 ßuW/o&tvef A^^MÜ^. Wien, 22» Juli „/privatmeldung des UTkB/ Der Abend schreibt ax der Meldung von der Abreise des K^ytU^A Karl; An hiesigen amtlichen Steilen misst man dem Bericht leine Bedeutung bedU 33er frühere Ku>w lebt in Hartenstein am Vlerwaidatättaraat unter 3ehr streng» Beaufsichtigung* Das Sohlcss, das er bewohnt, ist von einem Militär kordo* abgesperrt und- der frühere Kaiser kann es nur mit Srlauhais - der Bundesbehörden verlassen. 3a ist anzunehmen, dasa die Sehveizer Behörden die Wiener Regiettung verständigt hätten, wenn ea „ " gluecklich gelungen wsere, heimlich das Schloss zu Verlassen, t^ichts de st oweniger vnrdea aber alle in Betracht kommenden Stellen, namentlich an der Donau, aus diesem Anlasse neuerlich auf die nach dem Oat er putsch erlassenen strengen Überwachungsmassnahmen aufmerksam gemaaht, zumal von monarchistischer Seite schön lange eine Wiederholung, des v 0s ter putsche s f<fr .die. erste Hälfte August aagekündigt warde\ W i e n, 22, Juli./Privatmeidung des UTKB/ Die "iener Allgemeine Zeitung meldet: Die englische Regierung hat, wie wir erfahren, noch gestern abend bei der Schweizer Regierung angefragt, ob Exkaiser Karl die Schweiz tatsächlich verlassen hat. In offiziellen Bat entekreis eh legt man al ao dem Gerücht offenbar doch eine gevdsse Bedeutung bei«, In Wien sind bis zur Stunde noch keine Kttteilungen eingetroffen, Man erwartet frühestens in den heutigen Abendstunden die Antwort auf die eingezogenen Brkundigungea. f 1 e n, 22. Juli, /privat me Ida ng des UTKB/ Die Ar bei te rZeitaag schreibt unter den Titel " Unliebsame ungarische Gäste n i Wie wir hören,hat die angarische Regierung ihr Amt im Gerdepalaia umorganisiert und daraus ein LicuId i arungsamt gebildet. Diese Neuorganisation wird mit Hrsparangsn»abnahmen begründet. Umsomehr maas es Ver wunder ung erregen, dass diesem Amte 52 Offiziere, unter ihnen 20 Oberste und Oberstleutnants und 3 höhere Marineoffiziere und eine grössere Anzahl von Mliitärbeamt sa angehören. Der Reiter dieser Sektion tat Oberst Beniozky, sein GeneralStabschef der bekannte Obe^t äaglisoh-pepparich, Was soll diese riesige Milttärkom»p.saion hier in Wien, wo doch uns er e Li quid i er uns, ihrem Sude entgegengeht? Man muea vermuten, dass den ungarischen Macht hebern daran gelegen ist, eine Anzahl ihrer Offiziere auf fremden Boden vor dem Zutritt der interalliirtea Übörwachungskom»i3Sion, die wohl nunmehr Ungarn für längere zeit beglücken wird, zu verbergen» Im Übrigen fceant man die Tätigkeit der ungarischen Offiziere in Wien« Sie besteht in reger monarchistischer Wühlarbeit und in enger Verbindung mit unseren schwarz-gelben uegitimisten und Froatkaermfern. 2s muss ganz energisch dagegen protestiert warden, dasa die • bestea " Offiziere des Horthy eine monarohisteche iropagandaabteilung in Wien eröffnen. y