Bizalmas Értesítések 1921. július

1921-07-20 [1446]

Wie n, 20 „Juli ,/pr ivátoéldung, des ÜTEB/ Das Nöue Wiener Tägblatt^meldet aus Par ís iMi. t.-• den "'Von der Radi oageñ'tur verbreiteten ^Aéñssorungén " Köjr'f an tys' zur ober ­SOlitésiScEeb Tragó ib WiderS^rucö) steht' eiüe Mitteilung der Hufflänite ,die schon wiederfiolt darauf hingewiesen'hat,dass Polen rüstet x und dass diese Büstungeö von Frankreich durch Waffen sen düngen unterstützt werden «Heute werden bestimmte An­gaben gemacht„Polen soll die Mobilisierung von 10 Jahrgaengen t>egon Sowietrussland beschlossen haben „Frankreich unterstütze diese Rüstungen durch Munitioassendung über Dan zig und Bukarest* 3000 Mann die angeblich als Verstaerkung für Oberschlesien ab­gehen» sollten .seien tatsaechlich für Polen bestimmt und es sei zu befürchten,dass. falls England und Italien dem Beispiel Frankreichs nicht folgen.Barthou sich einen Vorwand nehme, nicht eine,sondern drei Divisxionen nach Oberschlesien zu senden W i e n,20,JuliVPr ivatmeidung des UTKB/ Die Deutsche Tageszeitung meldet aus Brünn: Nach verlaessuchen privaten tóéldüngen aus Prag x kam es dort in der letzten Zeit wiederholt zu laeíméñdén Künagebüögen tschöchischer Staatsbürger gegen die ße publike Die zahlreichen Zufcörei der Parlaments Sitzungen versammelten sich schön einigemal nach Sehldes der Sitzung t aufgeregt durch die bei den Verhandlungen gewonnenen Eindrücke» Prag, 19.Juli.Aua pozsony wird gemeldet: Der praesident der H&ndels-und Gewerbekammer IH pozsony Dr. Korael Sztodola ist aas London u»d Paris zurückgekehrt.Er nahm an den internationalen wirt­schaftlichen Beratungen als offizieller Vertreter von Tschechien Jéil, Anlaesslich dieser Konferenz hielt Dr. Sztodola eine Reie.Dr Sztodola stellt sich die Wiederherstellung von Mitteleuropa ungefaehr folgendermas­sea vor: Vor allen Dingen müssen jetzt sohon Vorbereit tingan getroffen werden, tun I« wirtschaftlichen Beziehungen, sobald es die politischen Verhaeltniese erlauben, mit Basal am d ungesaeunt auf zunehmen.Die See­häfen Ruaslands sind unzureichend,um den gesamtsten Aussenhandel Buss­lands zu btwaeltigen und es müssen andere Transportwege gesucht werden« Jn dieser Beziehung ist die Donau geradezu ideal,weil sie In das Schwar­ze Meer nündet und von Gaiatz eine Reihe geeigneter Bahnverbindungen nach der Ukraine führt, ferner weil aie Donau ia Oberläufe von industrie­reichen Staaten erreicht werden lamm. Die grosse Bedeutung der poaau für den Verkehr nit Russlaad hat auch Stlnnes erkannt, der vor einigen Tagen in Hinchen erklaerto, dass Deutschland zu seiner Expansion nach Südruasland unbedingt die Donau ins Caloul einfügen müsse, weil die reichen Industriegebiete und zwar das Rhelabeokea .Thüringen und ober­schle3ien von der Donau weit entfernt liegen» ist es unbedingt notwen­dig, dass der Rhein, die Elbe nal die Oder mit der Donau verbhndon werden. Die beyerische Regierung hat den Gesetzentwurf eingebracht,nach welchem der ludwigskanal, der Rhein- -Main" - Bonau Verbindet, zu bauen wäre. Grosse Wahrscheinlichkeit hat auch das Projekt Elbe-March und £lb©­Oder, wo dar ch die Elbe mit der Oder einerseits and diese beiden Flüsse über den March mit der Donau verbunden werden würden.Selbstredend wäre dies auch für pozsony von grösster Bedeutung, denn dieser Doaau­Hafen liegt in der Naehe der March, der Einmündung eines solchen Eanal­aystems.Als Hafen eines industriereichen Staates von Mitteleuropa haette pozsony die Dcnanfahrzeuge mit Eohle zu versorgen und nach der Erschliessung von Ost-Suropa würde e3 an Bedeutung in ungeahnter weise zunehme a./üTEB/ :* präg, 19,Juli,Aua Moskau wird gemeldet: Golos Rossiji berich­M teti die Spaltung in der komaunisitschen Partei ist beigelegt. "Ole lin­ks der ZGramunisteBjiBucharia, Radek uad T-**rotzkij haben sich wieder mit leain vereinigt, sie billigen wieder Lenins Taktik, die Politik der Yerataendigung mit dem Weltkapital, da wicht zu erwarten ist, dass in absehbarer Zeit die Weltrevolution möglich wäre.Die i/igtatliehe Ursache dieses Umschwunges bei der linken, erklaert das russische Blatt, seit die Erkenntnis,dass niemand mehr hinter ihr steht, denn Russland hatte bereits durch den herrschenden orthodoxen Kommunismus genügend gelit­ten. Sa war aber voreilig zu hoffen,dass diese Spaltung, den Fall des Boischeviümus herbeiführen würde .Solange nicht das Volk selbst gegen ihm aufstünJe, Ist alt dieser Möglichkeit nicht zu rechnen. Immerhin ist das überlaufen der Bauern und der Arbeiter in eirae- parteilose Or­ganisation das Selchen eines Umschwunges ./UTKB/.

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