Bizalmas Értesítések 1921. június

1921-06-17 [1445]

A' i e n , 17, Juni , /Pr±/aí me>ldung dos UTKB/ B Dü ArbeiUr5is^uUi--g be las ül s2ieh heute in einem drei Seiten langen Artikel mit den Faelsfcuu-­géli des t'c,,h,uller---Bullay und sagt. Folgendes? Jene Verői"fentliehungen* welisr c-hc die tmgaris.cho ©esancisehai t als Falsifikate bezeichne u bat., bat Bul­lay in seiner Erklaerung vor dein Wiener Notar °r Maat-Kologrrat folgende*»­aas._er: gekennzeichnet i Der in der Arbeiterseitung vom 26.. September 1920 unter der SpitznÄrke 'Umtriebe Horihy-Ungarns. in der Tat.hecho-E' 1-; /akei •eref • entlichten , im Pravo Lidü abgedruckte ßeric-ht der Liener ungarischen Gesandtschaft nach Budapest ist eine Faelsehung... die- jedoch nich- ?<m -ihr herrührt . '.Dieselbe Frklaerung .nachte Suliay auch in der «eichapost und bei der Kinvcmaha /or dem Untersuchungsrichter . In der gestrigen Verbands lung erklaerte nun Sullay,. dass er auch dieses Aktenstück, von dem'er drei* al mit alier Bestimmtheit erklaerl hatte, dass er es nicht angel'erlig'. überhaupt nie gesenen habe., gefa-elscht . - naemlich selbst'hergestellt hat? . Und als ihn der Vorsitzende 'fragte/i tfárum haben Sie die Urheberschaft dieses Dokuments geleugnet? Sie haben doch gesagt, es sei gefleischt,, aber nicht von Ihnen! ,/vvusste er^nichts Anderes zu antworten, als Fs wur*­de mir jetzt gezeigt* . An der enesis dieses Leugnens und Gest.ehena r 3Sgi­pagt das Blatt,; ist ganz deutlich zu erkennen, wie und mit .welchen .schäm» losen.Kniffen die ungarische Gesandtschaft^die Wahrheit bewusst zu ^lerwi­sfchen suchte . tó s waere natürlich m einem ufwaschen gegangen, den xaüi.>i^.<xu Sullay auch gleich gestehen zu lassen , dass "-er aueh dieses Schriftstück hergestellt., auch das Dokument vom 80•« Beptember gefaelscht habe. Aber die Geschichte waere dann recht unwahrscheinlich ausgefallen, iasxääamr Die Fabel ist bekanntlich die- Böhm habe ein Schriftstück über die ungarisehißPrGgagande**in der S lovakéi verlangt und darauf hin habe ihn Sullay das Aktenstück vom 83. Sept., fabriziert« Aber diese Aktenstück ist schon &2±äf ellenlang und. Herr Sullay . bemerkt in seiner Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter dazu* Der Bericht ist viel laenger ausge­fallen, als. ihn Böhm beabsichtigt hatte. Danach haette man auch denjenigen . die sich : wie 1. sie mitkorüpeamittiert sind oder weil uß ihre Beziehungen zu dem ungarischen Gesandten erfoJsrdern , anstellen müssen.. *ls."'löfiy^fcn£-Si* traechten sie jedem Unsinn der ungarischen Gesandtschaft glauben ent­gegen, die Fabel nicht vortragen können, dass Böhm»nachdem er ein so lan­ges Schriftstück über déö ungarische irredentistisohe Propaganda erhal­'ten hatte,über sänne Absicht und alles enthaltend.von dem Sullay noch ein irredentistisches Schriftstück verlangt haben soll.Also empfahl sich die andere Version und zu der glaubten die ungarischenSchwindler greifen zu können, tfir hatten die­ses Schriftstück aus dem Prager-Pravo lidu nachgedruckt und die ungarische Gesandtschaft vermeinte also,dass wir für die­ses Schriftstück keine besonderen Beweise haben» Also Hessen sie den oullay erklären, das* Schriftstück sei eine Fälschung, die jedoch nicht von mir herrührt. Aber gerade von diesem Schriftstück waren die beweisendsten Photographien vorhanden and so wurde die lüge offenkundig«, Daun da das Dokument vom 26 <: Septem­ber von Sullay'nicht hergestellt ist, aber auf der Schreibmaschine ge­schrieben tat, auf der die Dokumente geschrieben sind, die er herge­stellt haben will, also geschrieben ist auf der Schreibmaschine der - ungarischen Gesandtschaft s da :iii»g»jmite^ des von Sullay nicht ge fleischte Dokument alle handsehri ft Ii oben Vermer­ke aufweist, die die gefaelsohten Dokumenten aufweisen und (3a es schliesslich in einem Xouvert der ungarischen Gesandschaft eintoeschlos" sen war, so ergibt sich eben der zwingende Schluss s da es auf "tter un« * garischen Gesandtschaft entstand, von Sullay aber nicht hergestellt ist a eis, echtes Dokument sein muss. Da es aber wieder mit dem Dokument vom 33«, September zusaomenháengt, so ergibt sich ebenso zwingend, dass dann auch dieses echt sein muss. Das Blatt führt dann zum Beweise der Echt­heit der ebenso angezweifeiten Dokumente der "Világosság" Uber die Überwueherung der ungarischen öuigranten in Wien und über den Ankauf der Bécsi Magyar üjság eine Zeugenaussage des Árpád Reich an, in welchem dieser erklaert, in den gefaelsohten Dokumenten sei Vieles enthalten, was in seinem echten, an Sektionsrat Eckhardt gerichteten Schreiben tatsaechlich drinnen steht. Das Blatt sagt: Nun bedenke man doch, wie la die jsaelschung zustande haette kommen sollen, X3fBi'gXXftpTKffX3äg& s die, wohlgemerkt, nicht, einmal der Sullay hergestellt habensoll. Die Angabe des Ministerialrats Reich über der, Bericht ist besonders drollig« "Aufzeichnungen^, welche ich sohin in einem Aufsatze zuaammenfasste, weloh ohen Aufsatz ich sohin persönlich in Budapest übergeben und einen Durch-, schlag dessen ich in einem Eöuvert gelassen habe« dieses Eöuvert war erbrochen. Also es war doch ein Aufsatz, der Bericht JŰ2X. war also doch wahr, die Verő fientliehung also doch acht,, was die Schwindler aber nicht abhaelt, von gefaelsohten Dokumenten zu reden. Die Arbeiterzeitung greift sodann den Staatsanwalt an» der nur die ^eugen der ungarischen Gesandtschaft erhörte, aber die Echtheit der Dokumente nicht # beweisen liess und sagte Wenn sieh der Staatsanwalts, bevor er die leichtfertige Anklage erhob, der litthe unterzogen haette, die Dinge durchzudenken, haette er wohl vermocht, den bodenlosen Schwindel zu durchschauen» w i e n 9 17. Juni. /Privatmeldung des UTKB/ Unter dem Titel ''Das Ehrenwort des Gratz" greift die Arbeiterzeitung den gewesenen Wiener Gesandten Dr. Gratz wegen seiner gestrigen Erklaerungen in der Neuen ireien Presse an und sagt> er habe in seiner Zuschrift keck ge­logen. -Das Blatt sagt: Herr Dr. Gratz behauptet folgendes: w Die gestrige Sohlussverhandlung über die von der Gesandtschaft eingebrachte Anzeige wegen Paelschuug konnte keine gerichtliche Klarstellung der Frage, ob . die Akten echt oder gefaelscht sind, erbringen, weil diese von Seiten derjenigen,, die die Echtheit der Akten behaupteten, durch Geltendmachung formeller juristischer üinwaende verhindert wurde." Das wagt also Dr. Gratz nach der öffentlichen Gerichtsverhandlung zu sagen, wie sehr der Vertreter der Privatbeteiligten eine ganze Reihe von Antraegen zum Beweis der Echtheit der Akten gestellt hat . Man erfasst den gewesenen ungarischen Gesandten da beim Lügen geradezu auf frischer Tat. In einem dritten Artikel, unter daa Titel : "Sullay steht im Dienste der Sesaauwßchaft" versucht die Arbeiterzeitung den Beweis zu liefern, dass Sullay durch Geld der ungarischen Gesandtschaft zu se&nem . Gestaendniss veranlasst wurde. Sullay hatte bei seinem Verhör gesagt, ORSZÁGOS LEVÉLTAR

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