Bizalmas Értesítések 1921. május

1921-05-23 [1444]

loh kann achoa jetzt versichern, den3 die Befriedigung jeder ge­rechten nationalen Aapiretioa jener s^^xiiTsxiiXR^Siüira^^irifx slawischen Völkerschaften, welche so nahe meinem eigenen .Laude angesiedelt sind, auch sehen deshalb mein aufrichtiger anasch sein muss, weil ainht nur unsere Absicht, einen gerechten Frieder, su ermöglichen, sondern such unsere eigenen hlei ­henden Interessen ein gutes Verhaeltnis »wischen ^uas und Jenen Völkern verlangen, von welchen der Herr Praeaident mit Recht hervorhebt, äa^s aie mit grossen Mengen meiner Untertanen in so engen 3©Ziehungen stehen» Wenn daher auch auf ihrer Seite dieses Bestreben ein Gleiches ist,, werden wir gerne hilfreiche Hand bieten, um auch unsererseits dazu beizutragen, die Be­dingungen ihrer Existenz, ihres weiteren Fortschrittes und ihres Handels nach Ansäen günstiger zu gestalten* Andererseits können wir das Recht, Völker und Provinzen ohne, ja gegen das ernste Interesse der dadurch betroffenen Völker von einer »utaats­eberhoheit in die andere nmzusohieben a ein Reoht, welches der Herr Praesident der bereinigten Staaten mit gutem Grund in Abre­de stellt, - auch, denjenigen Völkern zuerkennen die es mit dem falsch ausgelegten Standpunkte einer nationalen iäinheit begrüaa det, welche angesichts der verschiedenen Deakweise der In ande- . ren Staaten Bebeaden, historisch anders entwickelten Völker­splittern diesen gar nicht erwünscht ist und welche infolge der bunten nationale» Miachunr dieses Teiles Burepas im Interes­se der einzelnen Nation gar nicht gelöst werden kann, ohne gegen gleichwertige Rechte anderer, Völker zu Verstössen*. Sine mundliche Aussprache würde auch den Beweis dafür liefern, dass wir an der edriat ischen Küste keinerlei Tendenzen verfolgen, die mit irgendeinem, der. ven Herrn Wilson aufgestellten Grundseetzen 1» Widerspruche stünden und dass wir nicht ^ die Absicht haben, die Machtverhaeltnisse an der adriatischen Küste zu unserem Gunsten zu verschieben* dass es aber, wenn wir nicht neue Elemente einer für die Ruhe Buropae bedrohli­chen Zwietracht saeea wollen, ein unerlaessliches Brferdernis und feanz im Geiste des Herrn Praesideatea der Vereinigten staetel gelegen ist,"an der adraatischen Etiate keinem der aa ihr leben­den Völker eine nnverhaeltaissmaessig grosse Machtstellung, oder eine Oberherrschaft zu sichern,welehe dazu führen könnte, sie gegen dia anderea Völker auszunützen. So sind wir ins­besondere Anhaenger der Selbeteeadigkeit Albaniens und wir würden es daher mit den oben aufgestellten Priazipiea nicht für vereiabarlich halten, wenn Italien dort einen terri­torialen Gewinn zu erringen versuchea würde. Ia eiaer direkten Aussprache würde es gewiss auch geliagea, dea bestea weg zn findea, auf welchem die Rivalitaetea und Antagonismen zwischen den Balkanstaatea zu beseitigea Hessen» Ich habe auch schoa angedeutet, dass nach*dieser Richtung hin nnter anderem die Vereinigung 1er Innthals her und historischer Hinsicht bulgarischen Gebietes mit dem Mutterlanda die Gewaehruag der nötigen wirtschaftlichen iBxpansiensmögliohkeiten für Serbien und andere Staaten Jene Fragen sind, fti r welche eine, auch ia dea Einzelheiten zweckentsprechende Lösung in gemeinsamem Einvernehmen zu suchen und sicher auch zu finden seia wird. Ich zweifle nicht, dass sich auch bezüglich des Schutzes der vom 0 ttemaaischea Reich ab ha eng igen, aichttürkischea Na t ioaa­iltaetea eine Lösung erreichen lasse, welche eiaerseits dem, _ von Herrn praesideaten der Varaiaigtea Staaten verküadigtea Kwai Smndsaetzen unöy andererseits dea berechtigten Souverealtaets­rechten der Türkei vollauf Rechaeung treegt,. Der Herr Pfaesictent der Vereinigten Staaten fra gt auch welche ganz bestimmten Konzessionen an Italien ich als gerecht betrach ­ten würde.Als gerecht würden wohl auch nach der Ansicht des Herrn Praesidenten der Vereinigten Staaten solche Konzessionen zu betrachten sein,die den von ihn vertreten Grundsaetzen entsprechen. Mmn, sind jedoch die territorialen Aspirationen des italienischen $*iaatew,so wie sie Amerika offen kundgegeben wurden,keine solchen die mit dem von Herren Wilson aufgestellten Grundsaetzen auch nur im entferntesten im EinllU^*«*- - stehen.Italien hat verlangt, dass ihm das ganze Gebiet bis zürn Brenner und fast bis LaUbach aus strategischen Gründen abgetreten werde.Das siud Forderungen welche einentf EroberungskitifcgÄ krieg charakterisieren und welche allen von Berrn Wilson aufgestellton Grund-ssetzen geradezu Hohn sprechen .Die Bevölkerung der Gebiete, um die es sich hier handelt,ist in ihrer ungeheuren Mehrheit deutsch oder slavisch, und beide Völker haetten es als ein Unrecht empfunden,einem fremden Staate mit dem sie nur die geringsten' Gemeinschaft an Interessen Gefühle oder Ideen gehabt haben,mit Gewalt unterworfen zu werd <n. Wenn ich also die Frage des Herrn Wilson so auffasse,wie sie nach* % solchen ^alcgungeq. aufgefasst werden kann »welche ganz bestimmte Wünsche Italiens nicht als Teil eines blos en Ausglei­ches, oder Kompromis es der Ansprüche rivalisierender Stellen also in diesem Falle Österreich-Ungarns und Italiens,sondern' im Interesse und zu Gunsten der betroffenen Bevölkerungen' erfüllt werden sollen,so ist es nicht möglich, irgend/welche Zu­gestaendnisso als gerecht anzusehen.Italien streb; nach de» Besitz von Triest und des umliegenden «ebietes, das von weit mehr Slaven und; Deutschen, als Italienern bewohnt ist. Der Herr -fraesident der Vereinigten Staaten wird sich au* dem Gesagten klar werden dass ebenso wie er, auch ich aufrichtig bemüht bin,, für die Be­endigung des Krieges eine Grundlage zu finden, die JUt den ge­rechten Ansprüchen der beteiligten Völker angemessen ist und die daher die Elemente der DaüeiWtajlatdes auf sie auf zubauen d^von uns beiden angestrebten Friederrs in sich birgt. Er wird sich davon überzeugt haben, dass wir diese Grundlage in sehnlichen HxsKAK&kX« Grundnetzen gefunden zu haben glauben, wie er sie zur Sicherung eines gerechten und dauernden Friedens aufgestellt hat. Was noch festzustellen waere,ist, ob wir, wie- ich bestimmt glaube und hoffeiacch in der Anwendung dieser Grund«aetze auf die einzelnen eine Lösung erhelsehenden Fragen ebenso übereinstimmen . Sie von mir vorgeschlagenen Aussprachen haet en gerade den Zweck, hierüber Gewissheit zu Verschaff en und dem Herrn Praesidenten der vereinig­ton Staaten einerseits, mir andererseits die nötigte Orientierung hierüber zu gewaehren . Ich glaube,wir sind es efen Völkern schul­dig koin\ Miti.ol unversucht zu las en, das irgendwelche Hoffnun­gen darauf bietet, ihnen den verlorenen Frieden wieder zu geben. Das wesentlichste Erfordernis scheint es mir zu sein, dass alle kriegführenden Staaten sich in gleicher Weise verpflichten, auf die Angliederung fremder Völker zu verzichten und ich kann nur wiederholen, daas, wenn der Herr Praesidept der Vereinigten Staaten" bemüht sein wiftt seine : Verbündeten auf dieser Basis zu railiieren, auch Österreich-Ungarn alles aufbieten wird, um seine Verbündeten zu dem Schritte zu bewegen. Wie das Blatt be­merkt, verzögerte sich die Absendung dieser J\ote solange, bis sie durch den Gang der Ereignisse überholt wurde.

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