Bizalmas Értesítések 1921. május
1921-05-09 [1444]
Was-dann an irren zveraenderun gen vielleicht gerade im Interesse und zu Gunsten der betreffenden Bevölkerung durchzuführen waere, kann deren Einvernehmen in freundschaftlicher Weise zwischen Staat und Staat geschehen, denn es würde ja und das scheint auch die Meinung des Herrn Praesideöten der Ver* einigten Staaten zu sein, einen dauernden Frieden kaum fördern, wenn man in dem Wunsche eine Herumschiebung von Völkern, Provinzen und einer Staatsoberhoheit in die andere zu vermeiden verhindern wollte, da in jenen Teilen Europas, in welchen e$ bisher noch zu keiner durchgreifenden Konsolidierung der territorialen Verhaeltnisse gekommen ist. beispielsweise in einem Teile der Balkan-Halbinsel, eine entsprechende Regelung,der Gebietsfrage vorgenommen Wirde. Punkt 4. lautet, dass alle klar umschriebenen nationalen Ansprüche die weitesgehendste Befriedigung finden sollen, die ihnen zuteil werden kann, ohne neue Elemente oder die Verewigung alter Elemente von Zwist und Gegnerschaft aufzunehmen, die den Frieden Europas und,somit der gfe-zenfcfrelt wahrscheinlich nicht wieder stören würde. Auch dieser Satz ist, so wie ihn der Herr Praesident klar und treffend g'efasst hat, als Grundlage akzept i er bar . Ich lege selbstverstaendlich ebenfalls das grösste Gewicht darauf, dass eine neue Regelung der Verhaeltnisse in Europa die Gefahrxx künftiger Konflikte nicht vergrössert. sondern verringert. Die loyalen Worte, welche der Herr Praesident der Vereinigten °taaten gesprochen hat, als er sagte: 'dass die Vereinigten Staaten es gerne hinnehmen werden, wenn man es ihnen verstaendlich macht, dass Lösungsn, die sie m vorgeschlagen haben, nicht die besten »der dauerhaftesten sind , ! erweckt in mir die Hoffnung darauf, dass wir uns auch in diesen Fragen werden einigen können . Wir werden in diesem Gedankenaustausch den völligen Beweis zu erbringen in der Lage sein, dass es nationale Ansprüche gibt, deren b efriedigung weder eine gute und dauerhafte, noch auch eine den Wünschen der dadurch betroffenen Völker entsprechende Lösung gewisser immer wieder in den Vordergrund geschobener Probleme darstellen würde , wie wir dies beispielsweise bezüglich der nationalen Ansprüche Italiens auf £ das von Italienern bewohnte österreichische Gebiet mit einer Unzahl von einwandsfreien Kundgebungen und Willensaeusserungen dieses 1 eiles der Monarchie zu beweisen in der ^age sind. Ich würde so me&aerseits den grössten Wart drauf legen» wenn einer meiner Vertreter mit dem Herrn Praeaidenten der Vereinigten Staaten jede Modalitaet erörtern würde welche die Möglichkeit «euer Ha-nflagratdonen zu verhindern vermag,, In dem froher ausgesprochenen Prinzip des vollkommenen Verzieht auf Annexion erscheint die geforderte vollstaeadiga Freigebe Belgiens miteinbegriffen. Alle anderen Biazelfragen, sowie die des Zuganges Serbiens Z'im Meere, die Ge« weehrung der nötigen wirtschaftliehen Expaßsionsmöglichl;3it für Serbien und andere Staaten, die Vereinigung der versprengten bulgarischen Minoritaaten mit ihrem Mutterlande und viele andere Fra« *J gen lassen sich in einer vorbereitenden Diskussion gewiss klaaren j und für- den Friedenskongress vorbereiten. Das zweite Hauptprinzip* i welches der Herr praesident aufstellt, besteht in dar unbedingten j( Vermeidung eines künftigen Wirtschaftskrieges» Ich stimme dem voll und ganz bei 0 Bezüglich des dritten Hauptprinzips, das der Herr ^ Praesident aufgestellt, und welches in dem Vorschlage der allgemeinen Abrüstung zur Vermeidung eines künftigen Weltkrieges gi\- U /«feit, besteht zwischen dam Herrn Prae3i\denten und mir ebenfalls keinerlei Meinungsversehiedenheit 0 Ich glaube nach all dem, das« ^ zwischen den vom Herrn Praesidenten der Vereinigten Staaten auf- * gestellten Grundsaetzen einerseits und meinen Anschauungen ande« J rerseits jener Grad von Übereinstimmung vorhanden ist-, der nötig J ist» um von eine» direkten Aussprache ein Resultat erhoffen zu ^5 können und dass eine solche Aussprache die Welt dem von «Her ^« Völkern heiss ersehnten Frieden wesentlich naeher bringen könnte* »