Bizalmas Értesítések 1921. május
1921-05-07 [1444]
xytfK WÄjus r. Wien , 6. m ai. / p rivatmeldung des UTKB/ Die Arbeiter-Zeitung schreibt; \Dass die Ungarn für ihre reaktionaeren Zwecke ausser cL*en regulaerenJTruppan allerlei militae-fiseho Formationen besitzen,* weiss man sei igangein. Auch die Bildung von Heimwehren ist bekannt. Nun erfahren wir aus Westungarn,VHass sich die Magyaren in der aller jüngsten z eit erkühnen, auch im Bürgen lande mit derAufStellung magyarischer Heimwehren zu beginne^rEs ist nicht anzunehmen,' dass die magyarische Höflichkeit uns einen Stfcherheitsschutz bei der Übergabe des Burgenlandes bei Abzug der ungarischen Soldateska vorbereiten wil.!..Wir sind zwar für jede Höflichkeit verbunden, müssen aber auch sehr höflich den Ungarn mitteilen, dass wir <|uf unserem Stadlsgebiet selbst fürTdie Sicherheit sorgen werden. In Ungarn dürfte man sich jetzt doch mit der Übergabe des Burgenlandes an Osterre ich, Wenn auch nur gezwungenermaßen; vertraut machon müssen und in diesem Lichte erscheint die Bildung magyarischer Heimwehron im Burgonland nur als ein Glied indar Heute der magyarischen chauvinistischen,erst jüngst so lebhaft dementierten Umtriebe für weissgardis+ischo Putsche in Ungawü» Das ist um^soinehnjmzunehmen , als der Minister Bleyer der Sache recht nahe steht. Es waere hoch an der Zeit„dass die interalliierten Über» wacher, die im friedliebenden demokratischen Osterreich jedem, militaerischen Hosenkropf nachspüren, ein wenig ihren magyarischen Freunden auf die Finger sehen würden« Wien, 6, Mai /Pri vatme/ldung des UTKB/ Das Mittagsjournal meldet aus JJukarcst: Der ^unizipalaussehuss der Stadt Pees-hat den Regierungen des jugosiavisehen Königreiches* Tschechiens..und Rumaeniens folgende Erklaerung übermittelt: .Der «Stadtrat der Stadt Pees hat in seiner Vollversammlung am ö. Maerz feierlich erklaert, die Budapester ungarische Nationalversammlung nicht als verfa3sungsmaessige und gesetzgeberische Körperschaft anzuerkennen, da darin keineswegs der ungarische Volkswille zum Ausdruck gelangt. Bei diesem Anlass sprach sich der Stadtrat auch gegen die ungarischen feabsburgisehen Restauration sver suche , gegen die in Ungarn praktizierte Verfolgungspolitik und für die Glaubens- und Gewissensfreiheit ? die Freiheit der Presse, die Versammlungsfreiheit und für die Erfüllung der Trianoner Vertragsbedingungen, sowie schliesslich für die Vorminderung des ungarischen Heeres auf die vertraglich bestimmte Anzahl aus. Wie berechtigt diese h r i ( i a erung des Stadtrates von P6cs und der besetzten Gebiete war, haben die Ereignisse zu Osterj.' der Putschversuch Karl von Habsburgs genügend bewiesen. Daher stellte der Stadtrat in seiner am 18. April stattgehabten Vollversammlung mit Genugtuung fest ? dass die von Seit? der kleinen Entente Ungarn gegenüber inaugurierte Politik mit der Auffassung des Stadtrates völlig «Dereinstimme. Die Ereignisse in Ungarn lassen jedoch erkennen, dass Ungarn bestrebt ist, morgen zu verwirklichen, was heute noch misslungeu. Daher ist eine Aendorung des Kurses in Ungarn erst zu gewaexrtigen, wenn in der ungarischen inneren Politik eine radikale Aenderung vollzogen wird. Waehrend nun einerseits die Bevölkerung von P6es und der Baranya, auf dem Boden des Trianoner Vertrages stehend, sich ihrer Zugehörigkeit zu Ungarn bewusst ist und den temporaeren Charakter der Besetzung durch das jugoslavische Königreich kennt, verwahrt sie sich andererseits gegen eine definitive Übergabe.an Ungarn, weil die friedliebende! demokratische und arbeitsame Bevölkerung fürchtet, ein Opfer dör weissen Tenrorherrschaft in Budapest zu werden. Darum bittet die Bevölkerung von Pees und £ der Baranya die Regierungen der keleinen Entente, sie vor einem Einmarsch der Truppen Horthys zu bewahren und die Stadt und Gebiet als Faustpfand so lange zu behalten,' bis Ungarn den Trianoner VerT.ragsverpflichtungen nachgekommen is£ und dort ein demokratisches Regime herrscht W i e n » 6«M9i. Die Korrespondenz Wilhalra meldet*dass der auf meh rere Millionen «ewe^teie Soaumok der Prinzessin jSlisatnta Liechtenstein, einer Tochter dea ehemaligen Braheraoga Ka**l ludwig* der Gattin dsa Prinzen Äldla Xiaeheenstein^im Gehaeude der Wiener ungarischen GeaaudBoha^fc* wo der Schmuck in Verwahrung we>% ungefaehr cm vsO.v.HLaaf raetselnafte 3 eise verschwunden ist, Der Sahnuek war xii Bewilligung der Jaterraiehi* schon Behörden durch dea Kurier der aagerischen Geaen^cheft nach »dhushes «abrecht worden, v/o ihn die Pr inzess in X ieohteaata in bei einer Hochzeit es.Xegtke,and gelang* am 19.v-.JU ' f de» gleichen Wege nach Wien zurück» wc er bei dar ungarischen Geaas«Behalt deponiert wurde... t UTKB/ Mo s k e u , 6«.Mai a Westnik bezeichnet die von der cuslsennis >he* presse gebrachten Nachrichten von einem Versuche der volkekcrauissaer* Bacher in und Trockij,Xenin aus seiner Stelle zu verdraeagen eis f~ei i erfunden, Sbenso unbegründet seien die Sachrichten von einem Anratende in Charkow und Odessa* Anlaeaslich des i.,jiai wurde ein Strafnacblase angeordnet,dessen alle Personen teilnaftig werden,die zu Freiheitsstrafen untei 5 Jahren verurteilt worden sind« /UTlvB/. Warschau^ 6. Mai» Nach Meldurgen aus Vilne vorsammelten die Russen an der lettischen Grenze Truppen, um bei dem von den lettischen Kommunisten geplanten Aufstand einzumarschieren ./UTKB/. ( fwe"fv J P er i s, 6. Mai. Soateru.feadati im Saale des Gewerkschaft3Verbandes"} von sozialisteh und Kommet isten einberufend JProteatversarj-niun^en gegen den Krieg 3tett. Wach einer Schätzung der-Bumanite* varßo^,J"ie Versammlungen von etwe 13,000 Arbeitern besucht. Ss eprachen Cachca, Veadan; COuturrier, und Barraseau. POT Sonnte* ist gleichfalls ein:/;eetiag gegen den Krieg in Pre-St.-Gervais angesagt./ÜTKB/. p r fe g , 6.Mai» Lev kürzlich angekündigte Plan der tschechischen Gewerkschaftefü^rer,eine v>n den JJozialdemokraten und Kommunisten unabhängige P a rtei zu gründen, aianat konkrete Formen an. Nach einem Berichts dsr Wochenschrift Kommnui3ta wird bereits die Gründung der neuen Partei vorbereitet. Dieser Tage fiadet eine diesbezügliche Besprechung von Vertretern der Gewerkschaften und jenen einstigen Sozialdemokraten statt* die vorderhand wohl der kommunistischen Partei angehören.mit dorn Anschluß an die dritte Internationale 3edoeh»dwi auf dem bevorstehenden XPngre«» »ffiaiell prokleaiert werden so 11,nicht einverstanden sind, /STliB/« ———