Bizalmas Értesítések 1920. november

1920-11-10 [1438]

/a. V i e n t 1O.Mövember/Privatmeldmg des rrTKB/Das heue Wiener Tagblatt meldet: Da die T$ch»ehvn mci dem Fne densvertrag auch einen Teil der ungartsshanSenténamuM ühernehmen urd in tsehechiehen Kronen werden ve rainnen müsaen, suehen sie no wie sie esjait der c es te rre is ehiehen kente eetan habén,auch ungarisehe Renten mohon jetst ih tscheehichem Besita kommen au lossen, xKxxxxxxx ne das Práter Tagblatt aus Pressburg erfahren habén mill, erhalien die Bankén pmmm£mam$KxMxnnmmm und Sparkassen in der Slovakei von Praeer Finanamrnisterium die Rrlaubni s fut ihre in Budapest erlieg&náen Kronengutha ben ungari sehe Kronenrente anaukaufen,di e von tscheehiehe r Sei te nos ti fiai ert wird,so dass die eenar.ntex Institute unne Verlust ihre Kronenguthaben noeh Tsaheehien überführen ke ennen. •-­JLP* •'Wien, 10. Mcvenb3-/Privatm , eldung des UTKB/Der Verband der hol laendischei Eisenbáhn und Sx.rassenbahnangesr.ol ten hat'die paanve Resistenz be achlos:en,die solange durcngeführt­werden sol ,bÍ3 die Eisenbahnverwaltung den vom Lohnrat aufgesLell te n n eu e v \ o htita r i f b ewi i lá gt ha t 24> B e r lift, .10. November /Wol'f/Pie Verhandlungen zwiachc n der .Direktion der staedti schn Elektrizitaexsv/erke und der Str eikl eiturg sowie den Vertretem der Orgarris^txoáen 0i nd •• gostern aberda abgebrochen worden, und sol. en Mit :woch Vormlx ag .fortgese tzt werden. Die Lage ist u.nv eraendei:X ; 10 . Gestern verkehrxer auc >J d.i e U n r.e rgrundbahnen" /UTKB/ "**" . t i e n, 10.Bovénber/privatmel lung de* UTKB/ Die Arbeiter Zeitung veroeffentlicht heute 'eme awei Spal~ ten lange Erklaerung li'ilhelm Böhms über seine Besiehungen au Sullay. Es hetest darin unter and erem: Angesichts der verlogenen Besahuldi§ungen die Sullay ~ Se hull er gégén mich erheb t, erachte ich es far no twen-dig K über seine Person und ne ine *erbindung BU£ ihm manohes Mitsuteilen/. Anfang dieses tfahres fragfe ein ynbekann~ ter in der Redaktüon der Aroeiter Zeitung an. ob er mit dem Redakteur der über die ungaris ehen Aneelegenhei ten berichtet sprechen kóennte, da'er wiehtiga Mitteil'ungen au maehen habe. &r stellte sich als ungarischer Offisier vor, der von den Trei­béreién und Greueln de3 Horthys Regimes angewider t ,durah tertrauliehe Informationen an aer ^ekasmpfung dieses Systems mitwirken mo echt e*Er war damals beim Generalstab in Stelnaman­ger einge teilt,und um seine Ver trauenswürdij*-kei t und Einge­weihtheit au beweisen, wie-s er einige auf die voli ti sehe Taetigkei t der uhgarisohen Armee beaügliehe Abse'hriften von Dokumenten vor.Da die Redaktion der Arbei terZei tung au einer ausführli ehen Bespre chung nicht der geeignete Cri war.vérein­barte er mit dem Genossen Kunfi dass" er mit ihn und mit mir im Café Lindenhof eUsammentreffen werde, Es erfolgte eine Aus­sprache, im Laufe :eren Sullay der sieh damals Sós nannte, seme Horthy-feindli ehe Gesinnung betonte> als gewesener Sói­dat seiner Ergebenhe i t mir gegenüber Ausdruck gab und 3ieh wiederum erbőtigt machte, mir über den weissen Terror Bachrich­ten aukommen au Jas3en. Ich hatte keinen Grund dies absuveí­sen,v.msomehr als Sullay mir als aufrichtiger,ehrlicher Mensch ersehien, Kr sandte mir auch regelmaessig entweder durch se inén Schwager Beriehte oder er braehte sie selbst,und viele wichti­§e and, sich btwaehrende Informationen über den weissen Terror sind ihm au ve rdank9n. Sines Tajes ersaehlje er mir míi glttek­strahlendem Gesieht,dass ein Schwager Horthys,ein He rr Purgli, der ein Freund seines Yaters ist ,inm die Smpfehlung für die Hite ne r ungari sehe Gesandtsehaft mi tgee eben hat, und dass er vom Pressechef Reich in das Pressearcniv aueh eineestellt werden wird.Sr werde mir von nun* án. wichtige und" int éress ante Informationen gebén.Er braehte mir im Anfang nur Aufseiehnungen der Telefong espraedhe swischen der Gesandtschaft und Budapest, die poli tischen Inhalts waren. Dann f nac h einigen Tagén erschieh er mit Akton. £s waren der Brief des Pressechefs Reich ílher die iíillionen der Reieh3post 3 über den "'/olk ssturm" und noeh ein Akt des3en ie h miohxvxski jetst nieht genau erinnern kann. Er übergab mir die Dokumente m-it der swischen uns effen ausge­sproehenen ábsicht,sie absusehreiben und wenn noeiig.die wichtigeren auch ^xxxgxjapkxsxxstxxxxixxxmxx fotografieren su lassen.Kr wusste es sehr gut,warum ich ihn die Dokumente nicht sofőrt surüekgebe,sondern sumeist den anderen Tag nachdem ich sie absehreiben und fotografieren hele lassen.Ft'oahen hindureh braehte mir Sullay Akte n.wiehtige und uni nte reesante und ich der alle die spaeter veroeffentliohten Originaldukumente in der Hand hatte, und 3Íe geprüft habe,hatte und habe unerschüt­terlieh aueh heute noeh die Üeberseugung,dass alle Dokumente eeht siná,Er hatte weder die Faehigkei t noeh irgend einx In­teressé darán, mir falsche Dokumente su gebén.Ich habe nie etwas von ihm gefordert, sehr wenig aber die "edeutung der Do~ kumente gesprochen, und ich entsinne mich sogár das3 er einmal vor mir den Wunsch aussprach,er moeehte auch erjiahren,was in den Dokumenten steht.Er wxxxxx holté sie naemlich abends aus dfm Arehiv.übergab sie aus dem Amte kommend mir und trug sie in der Früh surUck,sodass er eigentlich nieht die iíoegli ehkeit hatte, sie irgendwo etua auf cinra unheobaohten Orte su lesen. Es war ae rabrede t ,dass er vor der Ver oeffentliehung der Dokum.cn te Wien verlassen sollte. Es ist eine frecho Lüge wenn er behauptet,dass ich ihn sum Einbruch auf gefordert habe,oder ihm sogar einen Sehlüssel verfertigen li ess„Anscheinend meint er,wenn er sich nun auf das Lügen verlegt,so leiste er seinen Auftraggebern einen euten Diens t x wenn er mich einer g^emeinen verbrecherischen Bánd­lung besüehtigi.Ich weise diese Infamie mit Entrüstung rurück. Als iah die Yeroeffentlichung der Dokumente begann, und die ungari sehe Ge 3cndtschaft die Aktén über die elei eh­Í esinnten Oesterreicher und &ber die Propaganda in der Sleww ei für Faeischuneen erklaer te, war ich in fiién und Sullay in Possony.Kr sohiekte mir eine árklaerung nach der anderen in denen er für die Sehthsit aller Dokumente eintri tt t und die aehaerfiten Anklagen jegén den Pressechef Reioh und dem Gesand ten Grats erhebt.Miemand habe ihn iasu bewogen, oder beeinflus3t,er schrieb sie aus eigenem Antrieb.Ich fuhr dann nach einige r Zeit nach Poasony una hatte mit ihm dott in der Wohnung des Sekretaers Eugen Horowits eine Begegnung. Angesichts der Behauptungen der ungari schen Ge3andtsohaft, die die Zchtheit der übrigen Dokumente sugab,nur die Qbcn erwaehnten als falsoh erkluerte,riehtete ichran ihn die Frage er moege mir aufrichtig sagen,wie es 3Ích eben mit diesen Dokumenten verhaelt.fch sagte ihm es waere mxxxdxx ja dies aueh kein Malheur wenn die Dokumente falsch waeren» denn die ungari sehe Gesandtschaft hat schon die Kchtheit so vieler und so sehr belastender Dokumente augegeben,dass es auf diese nicht so sehr ankomme "Sagen Sie mir,wenn etwas mit diesen nieht in Ordnung ist, .ind ieh werde es veranlassen dass die Arbei ter sei tung des selbst schreibt.Er wies diese Zimutung entrüstet sur'lck i und meint* schon die Frage sei eine beleidigung,die er nicht verdiene. Dieses Gesprae oh fand in Gegenwar t des Herrn und der Frau Horowits statt,wie ich noeh spaeter auf dessen Inhalt aufmerksam mcahte*

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