Bács megyei püspöki körlevelek, 1940

Lebens, damit er in uns lebe und uns, durch sein Leben in uns, mit sich verbinde in eine vollkommene Einigkeit. Jesus liebte die Seinen bis zum letzten, bis zur Schmach des Kreuzes, damit er uns zur Würde der Kinder Gottes erhebe. Er hat unsere Natur und unsere Sünden auf sich ge­nommen, um uns seine Verdienste verleihen zu können. „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“. (Joh. 10, 10). Er verdient unsere Liebe auch deshalb, weil er uns im allerheiligsten Altarssakrament sich selbst als Speise hinterlassen hat, um uns zu stärken und mit sich für immer zu vereini­gen, „der mich geliebt und sich für mich hinge­opfert hat". (Gal. 2, 20) Der hl. Paulus sagte, nichts könne ihn von Jesus abwenden: „Weder Tod, noch Le­ben, weder Engel, noch Gewalten, weder Ge­genwärtiges, noch Zukünftiges . . . wird uns scheiden können von der Liebe Gottes, die da ist in Christus Jesus, unserem Herrn“. (Röm. 8, 38—39). Und der hl. Märt. Ignatius sagt in sei­nem Briefe an die Römer: „Es mögen Feuer, Kreuz und wilde Tiere über mich kommen, nur dass mir Jesus Christus zuteil werde“. Als Jesus den hl. Petrus auf die höchste Würde auf dieser Welt erheben wollte, stellte er ihm als Bedingung nur die L.ebe, und der hl. Petrus antwortete auf die dreimalige Frage, ob er ihn liebe: „Herr, du weisst alles, du weisst, dass ich dich liebe“. (Joh. 21. 17) — Auch dich hat er zu einer übernatürlichen Würde erhoben, und wohl dir, wenn du auf seine Frage, mit voller Aufrichtigkeit deines Herzens, erwidern kannst: Du weisst, dass ich dich liebe. In Jesus wurde die Welt wiedergeboren, seine Lehre bahnte den Weg zu jedem Fort­schritte der Menschheit; darum fragen wir dich, Suboticae, die 18. decembris a. 1940. o Christ, ob du deinen Erlöser liebst, durch dessen Gnade du seiner Kirche angehörst; ob du deinen Meister liebst, durch dessen Tauf­brunnen du den Weg in die Kulturwelt gefun­den hast; ob du deinen Heiland liebst, dem du in der Taufe die Treue gelobet und dich in der Firmung zum Gottesstreiter bekannt hast. Wohl dir, wenn du erwidern kannst: Du weisst, dass ich dich liebe. Unsere Väter haben sich durch diese Lehre ihre geistliche Bildung erworben, durch sie Haus und Heim bewahrt und ihren Frieden gefunden und auf demselben Pfade harren sie ihrer Nachkommen. Willst du dem Andenken deiner Väter treu bleiben und denselben Jesus lieben, wie sie es getan haben? Wohl dir, wenn deine Antwort lautet: Du weisst, dass ich dich liebe; und treu bleibest, wenn gleich deine Ehre und dein Leben für ihn aufopfern musst. Erklären wir offen, bewusst und beharrlich: Wir lieben unseren Herrn Jesus Christus. Wir freuen uns, wenn wir sehen, dass er geehrt wird, und wir lieben Jesus. Trachten wir aber auch seine verletzte Ehre wieder her­zustellen dadurch, dass wir ihn lieben und nach der Lehre seiner Kirche unser eigenes und unserer Familie Leben einrichten; bemühen wir uns seine Gesetze auch im öffentlichen Leben geltend zu machen. Selig seid ihr und nehmet es nicht übel, wenn ihr von eueren Brüdern verfolgt werdet. Das ist unser Wunsch, dass diese „Liebe über alles“ in uns und in euch herrsche; da­rum wünschen wir euch gesegnete Feiertage: Freuet euch zu Weihnachten der Geburt Jesu. Wir schliessen unseren Brief mit dem christ­lichen Gruss: Gelobt sei Jesus Christus, in Ewigkeit. Amen. Ludovicus Budanovic Episcopus, Apostolicus Baciensis Administrator.

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