M. kir. József Nádor Műszaki és Gazdaságtudományi Egyetem - Évkönyv, 1939-1940

Első rész - Beszédek

98 teilen Forschungen, an literarischer Tätigkeit überreichen Leben ein eindrucksvolles Bild geben zu können. Herr Theodor Rehhock wurde als Sprosse einer alten, protestantischen, Frankfurter Familie 1864 in Amsterdam ge­boren. Nach Absolvieren seiner Studien an den technischen Hocnschulen in München und Berlin betätigte er sich zunächst in der Baupraxis und behandelte statische Fragen. Den Grad eines Regierungsbaumeisters erreichend wurde er dann bera­tender Ingenieur bei den Berliner Wasserwerken. Bald ist er aber mit dem Projekt von zahlreichen, grös­seren, in fast alle Erdteile zerstreuten Wasserbauten betraut worden. Es wird vielleicht genügen, wenn ich den Ihm anver­trauten Wirkungskreis, dessen Mittelpunkt natúr gemäss in Europa lag, mit drei Punkten abstecke. In Südamerika mit den Fortifikationswerken des La Plata-Flusses und der Bahia Bianca-Bucht, in Südafrika mit den Talsperren und Bewässe­rungsanlagen der deutschen Kolonien und schliesslich in China mit dem Auftrag zur Regulierung des Hoang-Ho-Flusses. In 1899 ist der junge, internationalen Ruf geniessende Ingenieur auf den Lehrstuhl für Wasserbau a. d. technischen Hochschule in Karlsruhe berufen worden. Es muss betont wer­den, dass der künftige Professor hiebei auf Errichtung eines hidraulischen Laboratoriums bestand. In dieser — bald welt­berühmt gewordenen — Versuchsanstalt sind nämlich später nicht nur zahlreiche, praktisch wichtige hidraulische Fragen aus Deutschland an Modellen genau untersucht worden, son­dern — um nur einige Beispiele zu nennen — auch die Sperr­werke und Schleusen des Zuider-Sees, zahlreiche, z. B. die Ryburg-Schwörstadter Wasserkraftwerke in der Schweiz, und die Stauanlagen eines grösseren Bewässerungskanals in der Türkei. In Herrn Professor Rehbocks Laboratorium sind ausser­dem zahlreiche, theoretisch zur Zeit unzugängliche Probleme experimentell gelöst worden, und die hier erfolgten Unter­suchungen haben viel dazu beigetragen, dass die Hydromecha­nik an Stelle ihres ursprünglichen, von Faustregeln wimmeln­den Bildes, ihre heutige entwickelte Gestalt annahm. Die Reh- bocksche Zahnschwelle und die Wassermessung mit scharf­kantigen Überfallwehren sind nur zwei allbekannte Ergebnisse dieser Tätigkeit.

Next

/
Thumbnails
Contents