Kenyeres István (szerk.): Urbs. Magyar Várostörténeti Évkönyv XV. - Urbs 15. (Budapest, 2021)
Resümee
Resümee 427 über Beziehungen zur Kanzlei verfügten und wesentliche Ämter bekleideten, bei der Durchsetzung der Interessen der Stadt spielten. Annamária Jeney-Tóth „Expediáltuk az Fejérvári Gyűlésre uraimékat” [Wir expedierten unsere Herren auf den Landtag von Weißenburg] Gedanken zur Vertretung der Stadt Kolozsvár (Klausenburg) auf den Landtagen der Rákóczi-Ára Kolozsvár (dt. Klausenburg, heute: Cluj-Napoca, RO) gehörte zu den befestigten Städten des Fürstentums Siebenbürgen und war eine der freien königlichen Städte des mittelalterlichen Königreichs Ungarn. Im Beitrag wird untersucht, wie die Stadt auf den zwischen 1630 und 1660 versammelten Landtagen ihre Interessen durchzusetzen vermochte, und wie die Stadtbewohner die Verändemngen auf den Landtagen wahrnahmen. Nachdem die Stadt ihre Einladung auf den Landtag erhalten hatte, entsandte sie zumeist den Richter, den Königsrichter und die Geschworenen auf den Landtag. Die Zahl der Gesandten bewegte sich zwischen 2 und 8 Personen. In Gyulafehérvár (dt. Weißenburg, heute: Alba Iulia, RO) tagte die Versammlung im Rathaus. Die Stadt gab deshalb viel für die Instandhaltung des Gebäudes aus. Tagte die Versammlung an einem anderen Ort, so musste für die Unterkunft, das Futter, das Holz und die Verpflegung vor Ort gesorgt werden, oder die Deputierten mussten letztere aus Kolozsvár mitnehmen. Während der Versammlung tauschte sich die Stadt per Brief mit den Gesandten aus. Auf dem Landtag wurde über die Höhe der von den befestigten und freien königlichen Städten zu entrichtenden Steuer abgestimmt, und es wurden außerdem Artikeln über das Postwesen, über die Anwendung der in Kolozsvár geltenden Maßeinheiten in anderen Städten, über die Limitationen sowie über die Errichtung einer Kirche in der Farkas utca verabschiedet. Im Zusammenhang mit der Bekleidung von städtischen Ämtern darf der Reversbrief über die Bekleidung von Ämtern durch Reformierte aus dem Jahre 1638 nicht unerwähnt bleiben, dieser führte bis 1655 zu einer Veränderung der Zusammensetzung des Stadtrats: der Anteil der Unitarier bzw. der Reformierten lag in der Folge bei 50-50 %. Die Unterstützung der reformierten Konfession durch den Fürsten stellte ein Eingreifen seitens der Zentralmacht dar. Für die letzte große Einheit des Beitrags wurden 12 Bürger, Landtagsdeputierte aus Kolozsvár: István Bácsi, Antal Csanádi, Benedek Fejérvári, Ferenc Filstich, Pál Kerekes/Wendrich, Gáspár Kovács, János Linczegh, Mihály Samariai Jó, István Puelacher, Ferenc Stenczel und Miklós Váradi ausgewählt. Ich stelle kurz ihre Stellung in der Stadt, ihren Beruf, ihre Gelehrtheit, ihre Verwandtschaft und ihre Vermögenslage vor. Viele von ihnen wurden durch Eheschließungen miteinander verwandt. Zwei große Gruppen lassen sich unter ihnen unterscheiden: die einen wollten als Stadtbürger in der Stadt vor