Varga László - Lugosi András (szerk.): URBS. Magyar Várostörténeti Évkönyv XIV. - URBS 14. (Budapest, 2020)

Recenziók

Resümee Katalin Simon Urbane Räume - kirchliche Räume Urbane Raumnutzung der katholischen Kirche in Buda (Ofen) im 18. Jahrhundert Bis zur Wende des 19. und 20. Jahrhunderts spielten die Kirchen eine wesentliche Rolle im Leben unserer Städte. Im Gegensatz zu heute, wo die verschiedenen kirchlichen Aktivitäten, Aufgaben und die Leistungen der Kirchen - seien es Feste oder alltäg­liche Aufgaben, pastorale Arbeit, Seelsorge usw. - im allgemeinen weniger sichtbar sind, prägten diese im 18. Jahrhundert noch auf vielerlei Weise das tägliche Leben der Stadtbewohner. Das Ziel dieser Arbeit ist diese komplexe Interaktion von Stadt, Stadt­bewohnern und Kirche am Beispiel von Buda (Ofen) des 18. Jahrhunderts zu zeigen, mit einem kleinen Ausblick auf das benachbarte Pest sowie Óbuda (Altofen). Neben der urbanen Raumnutzung der verschiedenen katholischen kirchlichen Einrichtungen (so außer der in erster Linie pastorale Aufgaben wahmehmenden Orden auch die der zur Wende des 18. und 19. Jahrhunderts erschienenen Krankenpflegeorden) werden die an die tägliche Religiosität „mahnenden“ und unter Joseph II. größtenteils verschwunde­nen kleineren städtischen Kapellen, Kreuze, Kruzifixe als stadtbildprägende bauliche Elemente vorgestellt. Zu guter Letzt untersuche ich die aus den Räumlichkeiten der Kirchen buchstäblich hinausgehenden und den Großteil des städtischen Raumes bese­tzenden größeren kirchlichen Feste und städtischen Ereignisse sowie ihre Auswirkun­gen auf die Stadtbewohner. Emese Gyimesi Der urbane Raum aus der Sicht der Kinder Pest-Buda um die Mitte des 19. Jahrhunderts Obwohl die Geschichte der Kindheit ein immer beliebteres Forschungsgebiet ist, gibt es doch wenige Beispiele dafür, dass die gesellschaftliche (und speziell die kindliche) Raumnutzung des 19. Jahrhunderts im Kontext der durch die Stadt ausgelösten emo­tionalen Reflexionen untersucht wird. Der Beitrag nimmt sich dieser Thematik mithilfe von konkreten Fallbeispielen an, die sich zum größten Teil auf unerforschte oder veröf­fentlichte, jedoch wenig analysierte Quellen stützen. Obwohl es schon viele Forschungsrichtungen bereichert hat, dass Begriffe wie Raum und Identität zu besonders wichtigen analytischen Kategorien wurden, gilt die Erforschung von Emotionen im stadthistorischen Rahmen immer noch als ein nahezu nicht vorhandenes und mit methodologischen Problemen beladenes Gebiet. Ich halte die eigenständige Analyse der kindlichen Erfahrung der Stadt auch deshalb für wichtig, weil diese in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Autobiografien als Urbs. Magyar Várostörténeti Évkönyv xiv. 2019. 319-325. p.

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