Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása

97 optimistisch betrachtete: Die möglichen, aus den nicht einzutreibenden Schulden stammenden Verluste schätzte er auf höchstens 2.000 Taler, im Falle einer weiteren Tätigkeit der Gesellschaft rechnete er aber mit noch weniger Schaden. Einige Wochen später erklärte Sorgo aber bereits Folgendes: Bucchia sei darauf gekommen, dass er mit der übermäßigen Kreditgewährung einen Fehler begangen habe.107 Sein Testament ist vor allem deshalb spannend, weil es die Grenzen der Gattung Testament weit über­schreitet und eine apologetische Antwort auf die Beschuldigungen von Bona - ohne das kleinste Anzeichen des Bedauerns - darstellt. Laut Bucchia schickte er seinem Partner täglich für die Waren Geld und getrocknete Häute nach Ragusa. Er habe somit keine derartige Schuld, vielmehr schulde Bona ihm noch Rechenschaft über den Ver­kauf der Häute und über die Umwechselung des Geldes. Sein eigenes Vermögen schätzte er auf 30.000 Taler, die - so zumindest nach seiner Meinung - in erster Linie ein Ergebnis des Ofener Kredithandels, das auf das Konto der Gesellschaft geflossen sei, darstellen würden. Und hierzu trage noch der Gewinnanteil, der aus den Aktivitä­ten Bonas in Ragusa stamme, bei. Die Schulden gegenüber Gläubigern aus Ofen und Pest setzte er mit 7.000 Talern an, sie seien aber durch die Außenstände gedeckt. Darü­ber hinaus gäbe es noch Schulden in Höhe von 800 Dukaten gegenüber den Erben von Simone di Giovanni und Benedetto Saraca, zwei Kaufleute aus Ragusa.108 Bona, der die Folgen des Bankrotts auch unmittelbar spürte, begann im Januar 1591 damit, der Lage abzuhelfen. Er wollte sich in erster Linie von den Schulden in Italien befreien. In Ancona schuldeten sie Marino Caboga 1.300 Goldscudo und in Florenz Alessandro Strozzi, dem Erben von Marsilio Albizi, 4.300 Goldscudo für mehrere, nach Ragusa gesandte Ballen Seide, Atlas und geschichtetes Samt. Die Ver­luste wurden durch die Überweisungskosten noch weiter erhöht: Von den 500 Talern, die er von dem Ragusaner Bankier Nicolö di Piero und von Marino Bobali aufgenom­men hatte, gingen 133 Goldscudo ab, bis das Geld von Ragusa über eine Bank nach Florenz zu Strozzi kam. Darüber hinaus blieb er wegen des Ausbleibens der Geldsen­dungen aus Ofen die 500 Taler in Ragusa selbst schuldig. Marino und Girolamo Cabo­ga zahlten Strozzi aus, um ein noch größeres Defizit zu vermeiden, und stellten einen Wechsel über 6.000 Scudo für Bucchia aus.109 Die Schulden der Gesellschaft in Ragu­sa betrugen 4.750 Dukaten. Scipione Bona nahm von zwei Verwandten, von Luciano Bona und Luca Zamagna, einen zinslosen Hypothekenkredit auf, insgesamt in Höhe von 3.200 Dukaten, um die Forderungen von Marino und Stefano Zamagna und Giro­lamo Bona begleichen zu können.110 Um einen vollständigen Zusammenbruch vermeiden zu können, hielt es Bona für das Wichtigste, sich das ihm von Bucchia zustehende Geld zu verschaffen. Ende Janu­ar 1591 schickte er einen Patrizier aus Ragusa, Michele Sorgo, für sechs Monate nach 107 Dok. 10/1.2. los Dok. III. 11. 109 Dok. III. 9, 10/11. no Dok. III. 10/11.

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