Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása
93 des Lebensmittelmangels in Ragusa blieb auch im 16. Jahrhundert der Warenhandel mit Puglia entscheidend.93 94 Dieses allgemeine Beziehungsgeflecht spiegelt auch das Netz von Kontakten von Scipione Bona wider.99 Die Beschaffung von Tuchstoffen erledigte er - abweichend von seinem Vater und entsprechend den für die Zeit charakteristischen Tendenzen - nicht mehr in Venedig, das eine wachsende Konkurrenz darstellte,95 sondern in Florenz. Seine wichtigsten Geschäftspartner waren Marsilio Albizi und sein Schweigersohn Alessandro Strozzi. Die Größenordnung ihrer gemeinsamen Geschäfte signalisiert, dass die Gesellschaft von Bona und Bucchia ihnen im Jahre 1591 4.300 Scudo schuldete. Die Person von Strozzi macht in erster Linie die Tatsache interessant, dass seine Familie zu einer der mächtigsten Kaufmannsdynastien von Florenz zählte, die seit Anfang des 15. Jahrhunderts eine wichtige Position beim ungarischen Tuchimport innehielt.96 Ihre Präsenz in Ofen ist - unter Vermittlung durch Ragusa - auch gegen Ende des 16. Jahrhunderts belegbar. Die Tuchstoffe, in der Regel Seide, Samt und Atlas, nahmen Bona und sein Partner in Ancona, Marino Caboga, als Warenkredit von zwei Florentinern für anderthalb Jahre auf. Caboga versicherte ihre Fracht nach Ragusa, von wo aus Bona die Waren weiter nach Ofen zu Bucchia schickte. Marino Caboga, einer der angesehendsten Geschäftsleute aus Ragusa, die in Ancona lebten, war der Neffe von Girolamo, des Schwiegervaters von Bona. Dementsprechend war auch er ein Mitglied der oben vorgestellten, auf der Grundlage von Verwandtschaftsbeziehungen funktionierenden Unternehmung.97 Über ihre Beziehungen weiß man seit Anfang der 1580er Jahre Bescheid. Aus den Versicherungen geht eindeutig hervor, dass es immer Caboga war, der die Tuchfrachten Bonas von Ancona nach Ragusa schickte. Bona erledigte seine Geschäfte auch in Otranto immer mit einem ständigen Partner: Den Verkauf des Leders und die Einschiffung des Öls erledigte Antonio Milano, der ragu- sanische Konsul in Otranto. 93 Diese Aussage kann ich nur aufgrund der Eindrücke, die ich anhand der Quellen gewonnen habe, und aus Evidenzgründen treffen. Der Handelsverkehr zwischen Ragusa und Puglia im 16. Jahrhundert wurde bislang nicht untersucht. Einen ausgezeichneten Überblick zum Mittelalter bietet: Popovic-RadenkoviP, Miriana: Le relazioni commerciali fra Dubrovnik (Ragusa) e la Puglia nel periodo Angioino (1266-1442). ln: Archivio Storico per le Provincie Napoletane. Nuova serie, 37 (1957), S. 5-36 und 38 (1958), S. 153-206. Gegen Ende seiner Schrift verweist die Autorin den Leser für einen späteren Zeitraum auf die Monographie von Jorjo Tadic. Hierin werden aber nur die politischen Bezüge behandelt. TadiP, Jorjo: Spanija i Dubrovnik u XVI veku [Spanien und Ragusa im XVI. Jahrhundert] (= SKA PosebnaizdanjaXCIII. Druätveni i istorijskispisi, 41). Belgrad 1932. 94 Die wichtigste Quelle zum Folgenden, wenn keine anderen Quellen zitiert werden: Dok. III. 11/12. 95 Auf die in der Studie öfters erwähnte Konkurrenz zwischen Ragusa und Venedig weist anhand türkischer Quelle hin: Faroqhi, Suraiya: Die osmanische Handelspolitik des frühen 17. Jahrhunderts zwischen Dubrovnik und Venedig. In: Das Osmanische Reich und Europa, 1683 bis 1789: Konflikt, Entspannung und Austausch (= Wiener Beiträge zur Geschichte der Neuzeit, 10). Wien 1983, S. 207-222. 96 Teke: [wie Anm. 14.], S. 977, S. 986-990. 97 Die Erwähnung von Caboga unter den Großkaufleuten der Kolonie von Ancona findet sich bei: PopoviP: Trgovaiki odnosi [wie Anm. 33.], S. 455, S. 457.