Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása
90 tenderen Patrizierdynastien von Ragusa.77 Der Zweig von Marino war mit größter Gewissheit ausgesprochen arm, womit wir erklären können, dass er sich ohne Kapital Bona anschloss und die Entsendung nach Ofen übernahm. Das Leben eines sich langfristig im entfernten Ofen einrichtenden Kaufmanns war nämlich keineswegs besonders reizvoll. So wissen wir über ihn nicht, ob er jemals nach Ragusa zurückkehrte, und es ist ganz gewiss, dass er keine Familie gründete. Wenn wir die Beziehung vom Gesichtspunkt Bonas aus betrachten, dann war es für ihn sicherlich von Vorteil, einen Geschäftspartner zu finden, der einerseits ein Patrizier - mit den entsprechenden Vorrechten - war, der ihm andererseits aber wegen seiner Armut in einer Situation des Ausgeliefertseins und der Unterordnung in der weit entfernten, deshalb aber einen umso größeren Gewinn versprechenden Kaufmannssiedlung von Ofen diente. Die Familie von Scipione Bona steht uns viel klarer gegenüber und in seinem Falle können wir sogar den Versuch unternehmen, die casata und das mit ihr enger verbundene Geschäftsgefüge zu rekonstruieren. Sein einziger (älterer) Bruder, Marino, verstarb relativ früh, und wir haben auch keine Kenntnis darüber, dass er Kinder hatte. Scipione wurde der einzige Eigentümer des Familienuntemehmens. Aufgrund des Erbes von seinem Vater hätte er wahrscheinlich als Geschäftsmann, der sich in der „zweiten Reihe” befand, gegolten. Mit seiner Heirat unternahm er allerdings einen großen Schritt nach oben in der Hierarchie der Kaufleute des Stadtstaates: Am 18. November 1581 nahm er die Tochter eines der mächtigsten Geschäftsleute in Ragusa, nämlich von Girolamo di Francesco Caboga, mit dem Namen Mara zur Frau.78 Gemäß dem Geschäftsumsatz handelte es sich bei seinem Schwiegervater um eine der bestimmendsten Gestalten der Patrizierelite von Ragusa: Hinsichtlich des Volumens an Versicherungen nahm er Rang 13 ein79 und aufgrund des Umfangs seiner Investitionen auf dem Balkan befindet er sich auch auf einem der vorderen Plätze auf der 50 Personen auffuhrenden Liste von Zlatar.80 81 Die Position von Scipione wurde auch durch die Heiraten seiner Schwestern nicht verschlechtert: Seine Schwester Anica heiratete 1566 Luca di Francesco Zamagna,sl der bereits mit dem alten Michele Bona bei Import von Stoffen aus Venedig zusammengearbeitet hatte.82 Seine andere Schwester Mada wurde im Jahre 1578 ebenfalls Frau eines Großinvestors, nämlich von Marino di Cristofo- ro Zamagna.83 Marino Zamagna machte mit einem Bruder Stefano in einer gemeinsamen Gesellschaft Geschäfte und auch sie hielten sowohl im Seehandel als auch im Balkanhandel eine determinierende Position inne.84 Unter den Verwandten von Bona ist uns noch Luciano Caboga bekannt, der ein Neffe seines Vaters war.85 77 CosicWekaric: [wie Anm. 73.], S. 144-145. 78 DAD Pacta Matrimonialia Vol. 10, Fol. 43r. 79 Tenenti, A./Tenenti, B.: [wie Anm. 17.], S. 232. so Zlatar: Udio [wie Anm. 52.], S. 148. 81 DAD Pacta Matrimonialia Vol. 9, Fol. lOOv. 82 DAD Diversa Cancellariae Vol. 170, Fol. 42’r. 83 DAD Pacta Matrimonialia Vol. 9, Fol. 265v. 84 Tenenti, A./Tenenti, B.: [wie Anm. 17.], S. 236; Zlatar: Udio [wie Anm. 52.], S. 155. 85 DAD Diversa Cancellariae Vol. 174, Fol. 59’v-60’r.