Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

Dokumentumok - III. A társaság működésével és felszámolásával kapcsolatos dokumentumok

249 werden können. In Ragusa und in Italien haben sie Schulden in Höhe von 10.000 Gold­scudo, wie er Buccina mehrmals geschrieben hat. Mittlerweise wachsen die Schulden immer weiter, weil sie sich auch für die Seide, die dem Juden und Bucchia nach Ofen geschickt wurde, verschuldet hatten. Deren Zins wird immer höher. Alleine die Zinsen erreichen 2.000 Goldscudo. Bucchia hat niemals Geld aus Ofen geschickt, sondern dies nur versprochen. Damit hat er ihm nicht nur großen Schaden bereitet, sondern auch materiellen und moralischen Verfall verursacht. Ihre Gläubiger, die sehen, dass Bucchia seit langer Zeit kein Geld geschickt hat, drohen Bona mit Gefängnis und Verurteilung, und sie beabsichtigen, die Immobilien beider zu verkaufen. Daraufhin hat Bona, indem er die Immobilien beider bzw. sein ei­genes Gold und Silber verpfändete, von seinen Verwandten einen zinslosen Kredit auf­genommen, um ihre Gläubiger zu befriedigen. Von Luca Zamagno hat er 1.400 Dukaten und von Luciano Caboga 1.800 Dukaten als Hypothekenkredit aufgenom­men. Mit diesem zahlt er ihre Schulden bei Stefano und Marino Zamagna und bei Gi­rolamo Bona zurück, um dem Gefängnis und dem Verkauf seines Hab und Gutes zu entgehen. Seinem Schwager, Luca Zamagna, schulden sie 1.150 Dukaten für Kredit­rückstände sowie für die sechs Stück bläuliches Sechziger-Tuch, die er Bucchia zum Verkauf nach Ofen geschickt habe, bzw. die erwähnten 1.400 Dukaten, insgesamt also 2.550 Dukaten. Luciano Caboga schulden sie die obigen 1.800 Dukaten, Stefano und Marino Zamagna 200 Dukaten und sie haben Zollschulden von 200 Dukaten. Ihre Schulden in Ragusa betragen also insgesamt 4.750 Golddukaten. Darüber hinaus schulden sie noch die Zollsätze für Tücher und Seide, die sie vom Erben von Serafino Caboga und von Stefano Zamagno auf Kredit erworben und nach Belgrad, zu Marco di Giovanni, Luca di Polo und ihre Partner gesandt haben. Bucchia soll also Geld schicken, damit die Schulden beglichen werden können. Dies hat er immer versprochen, es aber seit langen Jahren versäumt. Dies ist ein Ver­halten, das einem Edelmann nicht würdig ist, sondern demjenigen eines Mörders gleicht. Sorgo soll ihn dazu veranlassen, dass Geld möglichst bald auf dem üblichen Weg zu schicken: Er soll es durch Vermittlung von Marco und Luca über Belgrad schi­cken, damit sie sich teils ihrer Schulden in Ragusa und teils ihrer Schulden in Florenz und Ancona entledigen können. In Ancona haben sie Schulden bei Girolamo Caboga und seinem Neffen, Marino Caboga, und in Florenz bei Strozzi für mehrere, nach Ra- gusa gesandte Kisten mit Atlas und geschichtetem Santi; Marino Caboga schulden sie 1.300 Goldscudo und Strozzi 4.300 Goldscudo, wie dies aus den Sorgo übergebenen Florentiner Konten, die er Bucchia in Ofen zeigen soll, hervorgeht. Die Verschuldung erreicht zusammen mit dem Zins 6.000 Ragusaner Dukaten, die man nur schwerlich mit 7.000 Talern begleichen kann. Auch bei der Überweisung machen sie einen Ver­lust, denn die Kurse in Florenz sind [...], wie dem Adressaten bekannt ist. Die Schulden sind alleine auf den Namen von Bona verzeichnet. Die Bürgen, Gi­rolamo und Marino Caboga, beabsichtigen, da sie das Anwachsen der von Bucchia seit Jahren angehäuften Schuld sehen, auch Bucchia mit der Summe zu belasten, damit man die Schulden in Florenz und Ancona so nicht bei ihnen eintreibt und sie Zeit ge­

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