Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)
A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása
102 Androhung einer Strafe von 500 Dukaten, den Anweisungen der Erbschaftsverwalter zu gehorchen.130 Bona benachrichtigte sofort Michele Sorgo über die Ereignisse und bat ihn um weitere Hilfe bei der Wiederbeschaffung seines Hab und Gutes.131 Für die folgende Zeit, bis Dezember, stehen uns keine Informationen über das Nachlassverfahren zur Verfügung. Im Dezember beschlagnahmte dann ein Palastwächter die Waren der Gesellschaft von Bona und Bucchia im Lager des Zollhauses von Ragusa.132 Nach langem Suchen wurde vor Weihnachten, in erster Linie als Ergebnis einer Übereinkunft zwischen Scipione Bona und Francesco Zamagna, ein Beauftragter für den Nachlass bestimmt, und zwar in der Person eines jungen Kaufmanns aus Sarajewo, Se- rafino Zamagna.133 134 Seine wichtigste Aufgabe war es laut Anweisung, die Außenstände von Bucchia, insbesondere die sich beim Defterdár von Ofen (genauer gesagt beim Fiskus) befindenden 5.600 Taler, wiederzubeschaffen. Hierzu musste Zamagna die Geschäftsbücher des Verstorbenen und seine Schriften durchsehen und bekam hinsichtlich der Verteilung von Geschenken und der Kosten freie Hand. Gleichzeitig hatte er Bona über die Schulden von Bucchia zu informieren, damit die rechtmäßigen Forderungen gegen eine Quittung beglichen sowie die als Pfand hinterlegten Edelmetalle und sonstigen Gegenstände wiederbeschafft und gegen Bargeld verkauft bzw. bei ihren ursprünglichen Eigentümern eingetauscht werden konnten. Zamagna sollte sämtliche Kosten dokumentieren, ein Rechnungsbuch führen und den osmanischen Beamten Geschenke nur in Anwesenheit von mindestens zwei Zeugen überreichen. Aus dem Haushalt von Bucchia sollte er nur die drei oder vier treuesten Diener sowie eine Dienstmagd weiter beschäftigen. Erstere sollten ihm bei der Eintreibung von Schulden behilflich sein, die Letztere sollte er im Haus beschäftigen. Für seine Arbeit standen ihm eine vollständige Aufwandsentschädigung sowie eine Bezahlung von 300 Talern zu.lj4 Sollte es bei den Auszahlungen zu irgendwelchen Schwierigkeiten kommen, so sollte Zamagna das Geld von Bona erhalten, der an der Regelung dieser Angelegenheit besonderes Interesse hatte.135 Die Anweisung beschäftigte sich gesondert mit der Angelegenheit eines der Diener, nämlich mit derjenigen des bereits erwähnten Mihoc Ni- kolic, der während der Reise von Bucchia nach Banja Lüka von den Türken und anderen Kaufleuten auf eigene Rechnung einen Warenkredit aufgenommen hatte. Da er dies ohne Wissen und Zustimmung seines Herren getan hatte, sollte die Tilgung auch sein eigenes Problem sein.136 Zamagna nahm den Auftrag mit Freuden an. Für einen jungen und ambitionierten Geschäftsmann bedeutete diese Aufgabe nicht nur eine lukrative Provision, sondern 130 Dok. III. 15. 131 Dok. III. 14. 132 Dok. III. 16. 133 Dok. III. 21. Serafino trennte sich 1588 von seinem Vater Michelmaria Zamagna. DAD Diversa Notariae Vol. 124, Fol. 149v. 134 Dok. III. 17. 135 Dok. III. 20. 136 Dok. III. 18.