A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

am Oberrand der Mittelzone und einem daran winklig angeschlossenen c-förmigen Teil besteht (z.B. maister, 2 r , 2. Zeile). Von Folio 14 v bis 30 v schreibt Hand C (auch der Satz auf der inneren Deckelseite stammt von ihr) - mit kleineren Unterbrechungen. Sie schreibt eine einfache Kanzleibastarda mit - im Vergleich zu den weiteren Händen ­wenig Kursivmerkmalen. Die unter die Zeile verlängerten h- und z-Bögen haben keine durchgezogene Schleife, der g-Unterbogen wird ebenfalls nicht geschlossen. Das r hat nur eine Form: die einer zwei (2). Das e besteht aus zwei übereinander stehenden kur­zen Schrägstrichen. Neben dem langen s erscheint auch das brezelförmige Rücken-s, beim Schreiben des p wird zunächst der Langschaft gezogen und der Bogen wird nach Aufhebung der Feder an den Schaft gesetzt. Die Einträge auf den Folien 15 r , 16 r stam­men von Hand D (die beiden letzten Vermerke auf Fol. 16 r wieder von Hand C). Sie verwendet zwei r-Formen: das x-förmige und das v-förmige r. Das p schreibt sie ohne Aufhebung der Feder, weshalb am Unterschaft eine durchgezogene Schlinge entsteht. 1 Die von Schreiber C stammenden Einträge weisen eine Reihe sprachlicher Merk­male auf, die in zeitgenössischen deutschsprachigen Texten (auch denen aus Ungarn) nicht vorkommen. In tonschwachen Nebensilben verwendet er in zwei Lexemen Vo­kalzeichen, die im deutschen Schreibgebrauch nicht üblich sind. Er schreibt Hakar (29 r ) nebst gewöhnlichem Haker (mit Schwa-Zeichen) und im ungarischen Namen Cherbokor (10 Belege) bzw. Cherwokor (1) immer <o>. Schreiber C wusste, wie man 'Cherbokor' "richtig" schreibt, er war also des Ungarischen mächtig. Der Einzelbeleg Hakar weist in der tonschwachen Nebensilbe dem ungarischen Usus entsprechend das Vollvokalzeichen <a> auf und nicht das Schwa-Zeichen <e>, welches im Zunftbuch, mit Ausnahme dieses einen Falls, die ausschlaggebende Schreibweise ist. Dies deutet daraufhin, dass Schreiber C nicht nur Ungarisch konnte, sondern dies vielmehr seine Muttersprache war." Viele weitere Schreibgewohnheiten von Schreiber C lassen sich am besten mit seiner ungarischen Muttersprache erklären. Andererseits erlauben sie Schlüsse auf die ungarische bzw. deutsche Lautung. Schreiber C meidet die Diphthongschreibung <ai> konsequent im Wort 'Meister' und verwendet das Monophthongzeichen <a> (103 master, 3 maister). Die Mon­ophthongschreibung kommt auch in weiteren, wenig frequenten Wörtern vor (Gru­nenstaner- 18'', Käser — 29 v , firtal - \T , 2 ratung-25 v — vs. 4 raittung —ebd.-bzw. 1 gérait -26 r ), während die <ai>-Schreibung selten belegt ist (klain - 17 v , 26 r-, tail, pa­rait- 25 v bzw. vereinzelt ein(-)). 1 Die Hände sollen in dieser Einleitung nicht bestimmt werden. Interessierte Leser können sich an den Handschriftenfotos auf der der vorliegenden Edition beigefügten CD orientieren. 2 Ähnlich argumentiert bei den Schreibvarianten Ofner/Ophnar bzw. Molnar/Mollner bei jeweils zwei Schreibern MOLLAY KÁROLY: Német-magyar nyelvi érintkezések a XVI. század végé­ig. [Sprachliche Berührungspunkte zwischen dem Deutschen und dem Ungarischen in der Zeit bis zum Ende des XVI. Jahrhunderts] (= Nyelvészeti Tanulmányok, 23). Budapest 1982, S. 140f.

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