A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

Und schließlich ist die Person, die unter dem eigentümlichen Namen Thomas (Tamás) Savor oder Saoor im Zehntregister verzeichnet wurde, niemand anderer als der Fleischer Thomas (Tamás) Schauer aus dem Rechnungsbuch. Auch er war ein ve­reidigter Bürger. Hiervon zeugen das seinem Namen oft vorangestellte Wort „herr" sowie auch andere urkundliche Quellen. 65 Hinsichtlich seines Wohnorts wurde ang­egeben, dass er neben der Kapelle des Heiligen Michaels wohne. Die genaue Lage der Kapelle ist leider nicht bekannt, man weiß aber, dass sie am Hang unterhalb der Burg auf dem Friedhof der Pfarrkirche der Heiligen Jungfrau stand, also irgendwo unterhalb der heutigen Fischerbastei. 66 Wenn wir unsere bisherigen Erkenntnisse zusammenfassen, dann können wir also - mit Hilfe der beiden Zehntverzeichnisse - das Hauseigentum von 19 Meistern ausmachen. 15 von den Häusern befanden sich in der Fleischergasse, die vier weiteren sind mit verschiedenen Ortsbestimmungen verbunden: neben dem Stadel, neben dem Bad des Heiligen Johannes, in der Langen Gasse beim Heiligen Petrus bzw. neben dem Heiligen Michael. Würden wir nur die urkundlichen Quellen heranziehen, so würden wir ein we­sentlich bescheideneres Bild erhalten. Bei Berücksichtigung der beiden Register können die Urkunden unsere Kenntnis aber in /lützlicher Weise erweitern. 1504 ver­kaufte der Ofener Schöffe Hans (János) Arnold sein Haus in der Gasse der Deutschen Fleischer an den aus dem Rechnungsbuch bekannten Wolfgang (Farkas) Schüssel und seine Frau Katherina für 140 Forint. Für das Haus musste er jährlich eine Rente von ei­nem Forint an das Armenhaus in der Gasse des Heiligen Paulus zahlen. Seine Nach­barn waren der reiche Tuchscherer Paul (Pál) Langenberger und der - ebenfalls bereits aus dem Rechnungsbuch bekannte - Fleischer Jakab, gegenüber seinem Haus wohnten die Fleischer Stephan (István) Cserbokor sowie Wolfgang (Farkas) (Feiertag?, Ro­mauer?, Samperei?, Schreiber?, Schuss?, Tibolt? - aus dem Zunftbuch sind uns nämlich mehrere bekannt). 67 Wolfgang (Farkas) Schuss betätigte sich von 1501 bis 1508 selbständig, seine Witwe führte die Fleischerei in den Jahren 1509 und 1510 noch weiter. Der Fleischer Jakab spielt im Rechnungsbuch unter dem Namen „ maister 65 „Thomas Savor' (SZAKÁLY/SZÜCS. Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], 1/516); „Thomas Saoor penes Sanctum Michaelem" (ebenda, 11/14); „Thomas Saor' (ebenda, 11/520): Schöffe: 1498 (Archiv der Nationalmuseums in Cluj Napoca (Klausenburg). Archiv von Tinkova der Familie Macskássy, Nr. 894); 22. III. 1502 (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 46582); 17. III. 1504 (Ungarisches Staatsarchiv (MOL). Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 46663); 26. VIII. 1507 (Privatarchiv des Domkapitels von Esztergom, 71-1-8). 66 PATAKI VIDOR: A budai vár középkori helyrajza [Mittelalter!iche Topographie der Ofener Burg]. In: Budapest régiségei, 15 (1950) S. 250-251.: KUBINYI. ANDRÁS: Topographie Growth of Buda up to 1541. In: D. CSATÁRI/L. KATUS/Á. ROZSNYÓI [Hrsg.]: Nouvelles études historiques publiées á l'occasion du Xlle Congrès International des Sciences Historiques par de Commissione Nationale des Historiens Hongrois I. Budapest 1965. S. 133-157. p. Anm. 88. 67 17. III. 1504: .....quandam domum suam lapideam in platea earnificum Thewtonicorum, in vicinitatibus domorum Pauli Laimgewperger et lacobi carnificis ex una parte, ex opposito vero Stephani Czerbokor alias Wolffgangi carnificis habitant..." (Ungarisches Staatsarchiv (MOL). Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 46663).

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