A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
Vermerken betrug seine Schuld noch 20 Forint.) In diesem Fall handelte es sich wohl um ein Kreditgeschäft, wobei das Haus verpfändet wurde und der Schuldner eine jährliche Abgabe zahlen musste. Im Rechnungsbuch wurde diese Form des Kredits als „purckrecht" (Burgrecht) bezeichnet. Fleischer Hans (János) Kren erscheint in beiden Zehntverzeichnissen ebenfalls mit seinem ungarisch geschriebenen Namen: „ Torma János". 40 Er zahlte der Zunft für seine Fleischerei zwischen 1500 und 1526 Abgaben. 1528 setzte seine Witwe die Tätigkeit seiner Fleischerei fort. Sein Name erscheint unter jenen Meistern, die am 2. Juni 1519 am Ofener Kapitel die von früheren Königen verliehenen Urkunden transkribieren ließen. 41 Der Fleischer Peter (Péter) Farkas tritt auch im Rechnungsbuch mit seinem ungarischen Namen („Farkas Péter") auf und wird auch in den beiden Zehntregistern in dieser Form erwähnt. 42 Unter Zuhilfenahme des Rechnungsbuches können wir die Zeit seiner selbständigen Tätigkeit auf die Jahre von 1500 bis 1517 ansetzen. Seine Fleischerei wurde von seiner Witwe noch bis 1521 betrieben. Die Identifizierung des in den Zehntverzeichnissen aufgeführten Fleischers Niclas (Miklós) Hertaff anhand der Namen im Rechnungsbuch ist problematisch. 43 Hier stoßen wir nämlich auf den ähnlich klingenden Namen des Fleischers Niclas (Miklós) Siebenbürger/Hagraff. Dieser betrieb seine Fleischerei zwischen 1511 und 1528. (1529 wurde sie von seiner Witwe übernommen.) Sein Name tritt also erst nach der Einfuhrung der Zehntverzeichnisse erstmals im Zunftbuch in Erscheinung. Der Gleichlaut des Namens ist übrigens auch ziemlich weit hergeholt. Darüber hinaus ist aus anderen Angaben aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein Fleischer und städtische Schöffe Hans (János) Hertauff bekannt, der aufgrund seines Namens mit aller Gewissheit mit Niclas (Miklós) Hertaff in irgendeiner verwandtschaftlichen Beziehung stand. Warum hätte man also gerade im Zunftbuch seinen Namen in entstellter Form verzeichnen sollen? Auf der Liste der Fleischereien sind außer Hagraff noch weitere vier Personen mit dem Vornamen Niclas (Miklós) zu finden. Zwei von diesen sind nur mehr in der Person ihrer Witwen vertreten („Ruprechtin" bzw. „Khigin"), der dritte übte seine Tätigkeit nur bis 1502 aus (Summer). Die vierte Person war Niclas (Miklós) Reichel, der ganz vom Beginn der Führung des Rechnungsbuches bis zu ihrer Beendigung, also von 1500 bis 1529 kontinuierlich seine Fleischerei betrieb und mehrmals auch Zunftmeister war. Wenn wir die Identifizierung von Hertaff mit Hag39 24. II. 1517 (Zunftbuch. fol. 94v). 40 .Johannes'forma mezarus" (SZAKÁLY/SZÜCS, Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], 1/349,1/611, 11/314); „Johannes Thorma in platea Mezarus" (ebenda, 11/605). 41 1519. VI. 2. Hauptstädtisches Archiv Budapest (BFL). XV. 5. Nr. 11. (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Photosammlung der mittelalterlichen Urkunden (DF), 286058). Zur Quellenpublikation siehe Quellen II, Nr. 18. 42 „Petrus Farkas mezarus" (SZAKÁLY/Szűcs, Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], 1/602); „Petrus Farkas mezarus in platea ipsorum" (ebenda, 11/608). 43 „Nicolaus Hertauff mezarus" (ebenda, 1/586); „Nicolaus Hertaff mezarws" (ebenda, 11/285); „Nicolaus Hertaff in platea Mezaros"" (ebenda. 11/582).