Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)

Okmánytár

Die alten ziemlich starken aber zum Theil sehr niederen Ringmauern (wie z[um] B[eispiel] bei dem Wienerthor) trennen die Vorstätte von der sogenannten Festung selbst; die Häuser der erstem sind jedoch wie es bei dem Wasserthor der Fall ist, nur durch einen 4 bis 6 Klafter breiten freien Raum von der Ringmauer entfernt und liegen um den grössten Theil derselben im Bereiche des Infanteriefeuers, woraus leicht ersehen werden kann, dass Ofen nur sehr wenig haltbar war und zwar um so weniger als es weder Graben noch Glacis hatte. Gleich nach dem Einrücken der k. k. Truppen am 5. Jänner 1849. wurde die Befestigung Ofens in Angfri ff genommen und von dem Herrn Stadtkommandanten G[eneral]m[ajor], v. Hentzi mit Eifer betrieben, hat sich jedoch nur auf die Vertheidigung gegen einen möglichen Aufstand der Bewohner beschränkt in dem man sich begnügte die Mauern zum Theil mit Zinnen für die gedeckte Aufstellung der Infanterie und die Rondellen und Bastions (ohne Brustwehren zu erbauen) mit Geschütz, wovon ein grosser Theil nur leichten Kalibers war, zu versehen. Die Seitenaufgänge in die Festung, nämlich die Marmor-Schul (Neue) und Jesuiten Stiege wurden durch Pallisaden Barrieren zum Sperren eingerichtet; ebenso wurden die für die Feste höchst nöthigen Wassermaschienen in der Wasserstadt durch Pallisadenlinien von der Wasserstadt selbst abgesperrt und mit der Feste durch Krenelirung einiger Gartenmauern verbunden. Die Kettenbrücke wurde an beiden Donauufern durch für Infanterie eingerichtete Blockhäuser vertheidigt, überdies zur Bestreichung der Brücke selbst auf der Elipse zu Ofen eine Batterie von 12 Wallflinten errichtet. Samstag am 21. April 1849. wurde wahrscheinlich in Folge der Entsetzung von Komorn der Beschluss gefasst Ofen gänzlich zu räumen und mittelst von königl. Herrn Regierungs Commissaer Havas gefertigten Plakats öffentlich bekannt gemacht. Dagegen erschien am folgenden Tage eine Verordnung des Herrn GM. Hentzi dass sammtliche Bewohner der Festung sich auf 2 Monate zu verproviantieren, oder diese zu verlassen haben. Indem Ofen bis auf den letzten Mann vertheidiget würde. Nun wurden auch die Vertheidigungs Anstalten gegen einen feindlichen Angriff mit Thätigkeit betrieben, die Aufgänge und Stiegen abgerissen, die Hauptstrasse der Wasserstadt, die in diese mündende Steinmetzgasse, der Zugang zur Donau und die Wasserthorgasse nächst, der Wasserthor durch Pallisaden-Barrieren 363

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