Pfliegler J. Ferenc: Életem. Egy miskolci polgár visszaemlékezései 1840-1918 (Miskolc, 1996)

Német nyelvű kivonat (Zusammenfassung)

Ferenc J. Pfliegler Mein Leben. Selbstbiographie eines Bürgers des 19. Jahrhunderts aus Miskolc (Zusammenfassung) Die Familie Pfliegler stammt ursprünglich aus Baden-Württemberg, kam spä­ter aber aus Klein-Hadersdorf (Niederöstcrrcich) nach Ungarn. Mátyás (Mathias) ein Zuckerfabrikant war der Mann, der die Herausforderung der Industrialisierung und Modernisierung Ungarns anfangs des 19. Jahrhunderts - etwa ähnlich zu den amerikanischen Experiment - empfangen hatte. Sein Sohn J. Ferenc (Joseph Franz) war in Esterháza, bei der österreichischen Grenze aber schon in Ungarn geboren und starb als ein echter Ungar. Nach den Jahren der Wanderung siedelte er sich nach Miskolc und wurde ein respektvoller Bürger und Vater einer ausgebreiteten und bekannten Familie der Stadt. Seine Erinnerungen liegten 70 Jahre lang in der Vergessenheit. Es beginnt mit der romantischen aber unbequemen Reise in Ungarn in den vierzigen Jahren des vo­rigen.Jahrhunderts, mit kurz erlebten, aber lang anhaltenden Erlebnissen eines 9 Jah­re alten Knabens in der Zeit des ungarischen Aufstandes und Freiheitskrieges. Per­söhnliche Beobachtungen des Zunftwesens, die Möglichkeiten und Wanderjahren eines Junggcselles, der einmal Meister wird, das Leben in dem Bódva-Tal liest man auf den nächsten Seiten. Es ist zweifellos, dass der spannendste Teil des Buches „Opas Erzählungen" aus Miskolc in den Jahrzehnten 1850-60 sind. Wo waren die alten Geschäfte? Was kostete 1 kg Brot oder 1 Glas Bier? Wo war das erste Dampf­bad? Warum sind die „Griechen" nach Miskolc gezogen? Alle diese und viele andere Anekdoten und Ereignisse zß. die Eröffnung der Eisenbahn, der Besuch des Kaisers, die Katastrophe der Überschwemmung im Jahre 1878, u. v. a.) werden mitgeteilt. Wir bekommen ebenso Erläuterungen zu manchen allen Sprichwörtern von Miskolc, als einen Einblick in die Grosspolilik von dem Gesichtspunkt eines Handwerkers. Nach diesen Kapiteln kommen merkwürdige und originelle Stadlbürger an die Reihe: berühmte Ärzte und berüchtigte Quacksalbern, Dichter und Mönchen, Schaus­pielerinnen und Schauspieler werden vorgestellt. Im nächsten Kapitel wird ein kurzer Querschnitt über die lebendigen und wirren Jahren des Frühkapitalismus gegeben: die Gründung von heuf noch blühenden oder schnell versunkenen Banken und Werken kann man mit den Augen eines Augenzeuges und Teilnehmers sehen. Eine besonders interessante Beschreibung wird über die berühmte Tischlerzunft, über die Auflösung des Zunftwesens und den An­fang der modernen Industriezeit gegeben. Das Buch endet sich mit einigen pessimis­tischen aber leider in vielen Beziehungen verwirklichten Visionen unseres Jahr­hunderts. Die eingehenden Kommentaren und Fussnolen des Urenkels der die Arbeit zum Druck vorbereitete, hilft uns „Die Erinnerungen" leicht zu lesen und einfach zu verstehen. György Pfliegler

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